29. Techno-Classica Essen

Techno-Classica Essen 2017

©Oliver Kilimann/racing14.de

Techno-Classica Essen 2017

Die Techno Classica nennt sich nicht zu Unrecht Weltmesse für Oldtimer und Youngtimer. Anfang April gab es in Essen die 29. Ausgabe der beliebten Klassiker-Messe. Über 185.000 Besucher zählte man, dazu rund 1.250 Aussteller, mehr als 200 verschiedene Clubs und nicht zuletzt 2.700 Sammlerstücke zum Kauf – das sind die Zahlen der 2017er Ausgabe.

Techno-Classica Essen 2017

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In Sachen Motorsport hatte die Messe natürlich auch neben zahlreichen Straßenklassikern wieder viel zu bieten. Eine Sonderschau nahm einen mit in die Fünfziger der Formel 1. Sieben F1-Siegerwagen, die beim Großen Preis von Monte Carlo in Monaco erfolgreich waren, fanden 2017 den Weg in die Messehallen. Star war der Maserati 250 F von 1957 – über 20 Jahre war Juan Manuel Fangios Siegerwagen öffentlich nicht zu sehen. Neben dem Maserati fanden sich noch jeweils ein Mercedes-Benz W 196 R, Ferrari Dino 246 F1, Cooper T45 Climax S4, Lotus 18 und ein BRM Typ 25 hier ein.

Techno-Classica 2017

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Jubiläen gab es in diesem Jahr bei BMW zu feiern. Während man das neue Klassikzentrum in München auf der Aussenfassade darstellte, feierte man den 40. Geburtstag der 7er-Reihe. Mit im Gepäck hatte man hier u.a. einen 750iL, der im James Bond Film Tomorrow Never Dies zum Einsatz kam. Audi legte diesmal besonderen Wert auf NSU-Fahrzeuge und widmete der Marke eine Sonderschau. Skoda präsentierte neben alten und aktuellen Rallye-Fahrzeugen mit dem 130 RS einen nur einmal gebauten Prototypen aus dem Jahr 1978, der es bis auf 250 km/h schaffte.

Silberpfeil

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Für die meisten Hersteller führt an der Techno-Classica Essen kein Weg vorbei – Otto Ferdinand Wachs, Chef der Autostadt in Wolfsburg, brachte es auf den Punkt: „Bei keiner anderen Automobilausstellung erreichen wir so viele Menschen mit Benzin im Blut wie in Essen.“

Skoda Prototyp

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Mit Klassikern, die sie sonst eher unter Verschluss gehalten werden, faszinierten die 27 Klassik-Abteilungen der namhaftesten internationalen Autohersteller die Messe-Besucher, die aus mehr als 81 Nationen nach Essen strömten. Dabei schauten sie in den Rückspiegel – und auch nach vorne: Jaguar Land Rover beispielsweise offenbarte konkrete Pläne für ein neues Deutschland-Klassikzentrum der Briten – in Essen, der MesseHauptstadt der Oldtimer-Szene.

techno classica 2017

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Uwe Mertin, Chef von Opel Classic zu der Klassikermesse: „Nur wer die Geschichte kennt, kann die Zukunft erklären. Deshalb präsentierten wir den Insignia in Essen als Deutschland-Premiere zusammen mit Kapitän-, Admiral- und Diplomat-Klassikern vergangener Generationen.“ Die Rüsselsheimer hatten auch zur Sonderschau „Unter Strom – die Geschichte der Elektromobilität“ einen Ampera-e beigesteuert, der zusammen mit zwei Elektroautos von 1881 und 1915, einem Benziner von 1910 sowie einem Dampfwagen von 1919 eine spannende Reise in die automobile Vergangenheit bot. Heiner Rössler, einer der Exponat-Leihgeber und Initiator des Automuseum Melle: „Ich war erstaunt, wie viele der Messebesucher wir mit diesem spannenden Thema erreichten.“

Ford GT40

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Doch es sind nicht nur die Fahrzeuge selber, die die „Weltmesse für Oldtimer, Classic- & Prestige-Automobile, Motorsport, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Welt-Clubtreff“ so einzigartig machen. Ob Modellautos, Kunst, Auto-Literatur, Klassik-Dienstleistungen oder Ersatzteile: in Essen wurde jeder Besucher fündig. Mit Benzin im Blut führt schon lange kein Weg mehr an der Techno-Classica vorbei.

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