Hyundai i30 N – Seriennah auf der Nordschleife

Hyundai i30 N

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Hyundai i30 N – Erprobung auf der Langstrecke

Während das Hauptaugenmerk bei den ersten zwei VLN-Läufen des Jahres auf den wuchtigen GT3-Boliden beim Kampf um den Gesamtsieg lag, tut sich im Feld der einzelnen Wertungsklassen doch immer wieder was Neues. In der SP3T beispielsweise tummelten sich zwar bislang jeweils nur 5 Starter, darunter aber einige sehr interessante Fahrzeuge.

Bei beiden Läufen konnten hier Vincent Radermecker, Bruno Beulen und Stuart Leonard im Hyundai i30 den dritten Klassenrang herausfahren. Das war aber kein gewöhnlicher Hyundai, sondern ein seriennaher i30 in der N-Version. Der Hyundai i30 N befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und wurde noch nicht homologiert – es handelt sich aber um das künftige Hochleistungsmodell der Marke, die nur unweit des Nürburgrings einen Standort hat, um den neuen i30 auch mal schnell zu Testbedingungen durch die Grüne Hölle zu schicken.

Hyundai i30 N

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Der i30 N startet im Gegensatz zu den Rennfahrzeugen anderer Hersteller ohne größere Modifikationen und erhielt im Wesentlichen lediglich reglementbedingte Sicherheitsmodifikationen wie den Überrollkäfig und die Feuerlöschanlage. Mit zweien dieser Fahrzeuge wird die Marke auch beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring im Mai an den Start gehen.

Der Hyundai i30 N ist mit einem 2.0 Liter Turbotriebwerk und einem manuellen Sechsgang-Handschaltgetriebe ausgestattet. „Wir geben unseren Hochleistungsfahrzeugen die richtigen Anlagen für sportliches Fahren und Fahrfreude mit. Deshalb kann der Hyundai i30 N auch als Rennfahrzeug seriennah am Nürburgring eingesetzt werden. Dies ist zudem der Ort, an dem das Modell während der Serienentwicklung ausgiebig getestet und erprobt wurde“, so Albert Biermann, Leiter Fahrzeugtest und Hochleistungsentwicklung bei Hyundai Motor.

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Der im Rennen eingesetzte Hyundai i30 N ist wie das spätere Serienmodell mit einem 2.0 T-GDI Turbotriebwerk und manuellen Sechsgang-Handschaltgetriebe ausgestattet. Die Markteinführung des i30 N bei den Händlern ist für das zweite Halbjahr 2017 geplant. Das N steht wie beispielsweise das M bei BMW für künftige sportliche Modelle, dabei passt das zwar auch gut zum Nürburgring und die Nordschleife, steht aber eigentlich für das Entwicklungszentrum Namyang in Südkorea.

Nachdem man schon in der Vergangenheit mit dem Veloster und dem i30 Turbo beim 24 Stunden-Rennen erfolgreich war, will man mit dem Hyundai i30 N nun das nächste Kapitel einläuten. Die beste Rundenzeit des Trios auf der Nordschleife lag beim letzten Lauf übrigens bei 9:40.302 Minuten – das aber im Unterschied zu den meisten äußerst seriennah. Man darf gespannt sein, was die N-Version noch leisten wird, auf dem Ring und sicher auch auf der Straße. In diesem Sinne, Keep Racing!

Hyundai Nürburgring

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