Raceway Venray – Geheimtipp für NASCAR-Fans

Weclome Raceway Venray

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Ein Halb-Meilen-Oval in Europa ? Gibt es sicherlich nicht. Davon ging ich bis vor kurzem auch noch aus. Im Web-Zeitalter 2.0 erfuhr ich dank Facebook dann aber vom „Raceway“ im niederländischen Venray. Und das Ganze nur knapp hinter der deutschen Grenze und unweit meines Wohnortes. Also nichts wie hin!

Venray gehört zur Provinz Limburg und liegt nicht unweit von Venlo (wird dem ein oder anderen sicher auch etwas sagen – hier fallen meist an hiesigen Feiertagen Horden unserer einkaufswütigen Landsleute ein). Natürlich liegt die Rennstrecke etwas außerhalb. Erster positiver Eindruck: Das Parken ist kostenlos. 15 € Eintritt (Kinder bis 12 Jahren haben kostenlosen Zugang) waren für das, was geboten wurde, auch in Ordnung. Erst fiel mein Blick auf die überdachte Haupttribüne (für geringen Aufpreis zu haben, die Tribünen im Infield und Kurve 1 sind im Preis enthalten), danach auf den Raceway.

Raceway venray Oktober 2013

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Neben dem Halb-Meilen-Oval mit leichtem Banking gibt es im Infield noch ein kleineres Oval mit 440m Streckenlänge. Auf dem „klassischen“ Oval ging es dann auch bald los. Die Late Model V8 Series stand auf dem Programm. Alte NASCARs machten sich auf den Weg in die Startaufstellung. Diese ist auch etwas besonderes – die schnellsten Fahrer starten im hinteren Bereich. So ist für reichlich Action gesorgt. Auch wenn bei den „Finale Races“ Ende Oktober nur um die 15 Wagen den Weg auf die Strecke fanden, war doch einiges an Rennaction geboten. Für das Renngeschehen hatte ich es mir in Kurve 1 auf der Tribüne gemütlich gemacht. So schnell kam man dann hier auch nicht weg, da das gesamte Programm sehr kurzweilig ist. Die Rennen der unterschiedlichen Serien haben eine Renndauer um die 20 Runden. Bei drei Läufen pro Renntag für jede Klasse ist somit immer was los auf der Strecke.

Late Models V8 NASCAR Venray 2013

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Wenn die Late Model V8 Series um die Strecke donnert, hat das Ganze auf jeden Fall „Amerika-Flair“. So stelle ich es mir am Wochenende auf vielen lokalen Strecken auch in den USA vor. Da wir aber in Europa sind, ist so ein Oval keine einfache Sache. Stichwort: Betriebserlaubnis. Die Late Models fahren beispielswiese anstatt mit zwei hier mit vier Schalldämpfern. Natürlich nimmt einem das etwas den V8-Sound. Am besten direkt vor der Haupttribüne mal an den Zaun stellen, da „hört“ man dann schon mehr…

BRL V6 Venray Okt 2013

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Aber wie gesagt, nicht nur die Late Models sind am Start. Für reichlich Action auf dem Halb-Meilen-Oval sorgt auch noch die BRL (Benelux Racing League) V6 – Series. Die Wagen sind mit V6 Motoren und Ford-Silhouette ausgestattet. Hier wird eine „traditionelle“ Qualifiaktion und ein gängiger Rennstart gefahren. Hier können wir auch mal einen kurzen Blick aufs Teilnehmerfeld werfen, sind doch einige bekannte Namen darunter. Renger van der Zande beispielsweise, ehemaliger Formel 3 und DTM-Pilot. Oder auch Cor Euser, vielleicht dem ein oder anderen noch aus alten GT-Zeiten mit seinem Marcos bekannt. Auch ein Jacky van der Ende ist hier am Start. Der Niederländer ist kein unbeschriebenes Blatt, gewann er doch im Jahre 1997 das Formel-Ford-Festival (damit war er damals Nachfolger von Mark Webber). Mein Favorit hier war jedoch schnell auserkoren, die Startnr. #14 natürlich! Leider half das Daumen drücken nichts, der V6-Bolide wurde umgedreht. Die Kampfspuren an den Wagen nach den Rennen zeigen auf jeden Fall, dass hier das Motto „Rubbing is Racing“ wirklich gelebt wird…

Rubinn´ is Racing - Raceway Venray

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Volle Starterfelder gab es auf dem kleinen Oval im Infield. Zwei Klassen der Stock Cars traten hier an. Und mit Stock Cars meine ich hier keine Crash-Rennen. Wobei ein Kontakt bei über 30 Fahrern bei 440m Streckenlänge unvermeidbar bleibt. Die Autos erinnern einen an die Sprint Cars aus den USA, die größere Klasse (F1) ist mit V8-Motoren ausgestattet. Die F2 fallen etwas kleiner aus, bieten aber auch reichlich an Action. An diesem Sonntag war es bei nasser Strecke zu Beginn des Renntages nicht einfach für die Piloten, die Boliden auf Kurs zu halten. Schließlich gibt es noch die „Hot Rods“- Tourenwagen mit Silhouetten von Peugeot 206 bis hin zum BMW Z4. Besonderheit ist hier der stehende Start.

Stockcar F1 Venray Raceway Oval

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Unter der (gut besuchten) Haupttribüne hat man freien Zugang zu den Boxen der Late Models V8 und der BRL V6. Die Hot Rods und Stock Cars findet man allesamt im Fahrerlager außerhalb des Ovals. Für das leibliche Wohl ist mit einigen Buden auch gut gesorgt. Für den, der sich für den ein oder anderen Fan-Artikel interessiert, ist auch etwas dabei. Insgesamt ein sehr entspannter und angenehmer Motorsport-Ausflug, der auch was für die ganze Familie ist. Infos zur Strecke gibt es auf der offiziellen Website racewayvenray.com. Die Termine für nächstes Jahr sind HIER zu finden. Ich werde auf jeden Fall Venray in Zukunft noch öfters besuchen und hoffe auch, den ein oder anderen deutschen NASCAR-Fan hier vor Ort zu sehen.

Stockcar F1 Venray Raceway Oval

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PS: Alle Bilder vom Besuch auf dem Raceway Venray sind HIER zu finden.