Saisonstart Raceway Venray

Raceway Venray 2014

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Letzten Sonntag begann auf dem Raceway im niederländischen Venray die Saison 2014. Nachdem mich mein erster Ausflug letzten Oktober zu dem Halb-Meilen-Oval schon begeistert hatte, wurde ich trotz nicht optimaler Wetterbedingungen auch beim Start in das neue Rennjahr nicht enttäuscht.

No.14 Barry Maessen

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Mehrere Schauer gingen über dem nach Bristol-Vorbild gebauten Speedway nieder, doch das tat der Rennaction keinen Abbruch. Auf der kleineren Bahn mit ca. 440m Streckenlänge im Innenbereich ging es auch bedingt durch die feuchte Strecke ordentlich zur Sache. Sowohl die F1 und F2 Stockcars, als auch die HotRods hatten hier mit schwierigen Verhältnissen zu kämpfen, was jede menge Zweikämpfe und zahlreiche Dreher mit sich brachte. Auf jeden Fall wurde man als Zuschauer mehr als gut unterhalten. Apropos Zuschauer, in Venray hat sich in der Winterpause einiges getan. Neben der überdachten Haupttribüne findet man nun in Kurve 1 eine neue, größere und ebenfalls überdachte Tribüne. Nochmals zur Erinnerung: 15 € Eintritt werden fällig, Aufpreis für die Tribünen sind 4 €. Gemessen am Programm und der Anzahl der Rennen ein, wie ich finde, guter Preis, über den man sich nicht beschweren kann.

Late Model V8 Supercup

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Zurück zur Aufttaktveranstaltung des Jahres und erstmal auf das Halb-Meilen-Oval selbst, wo sich die Late Models V8 versammelten. Der ein oder andere Neuzugang war hier zu verzeichnen. Zwei neue V8-Boliden mit Chevrolet Camaro-Silhouette fanden den Weg nach Venray – sicher mehr als nur ein gelber Farbtupfer. Barry Maessen hieß übrigens der Sieger des letzten Laufes. Ich erwähne diesen nicht nur, weil er das letzte Rennen für sich entscheiden konnte, sondern da er auch mit keiner geringeren als mit Startnummer 14 antrat – die #14 in der Victory Lane sozusagen – für racing14 passt das doch schon mehr als gut. Vorher mussten jedoch einige Boliden die Segel streichen. Die Startnummer 3 – übrigens in ähnlicher Lackierung unterwegs wie die „große“ 3 derzeit im Sprint Cup in den Händen von Austin Dillon – schaffte es leider nicht in die Rennläufe nach einem Unfall im Training, Fahrer Jos Kuypers war somit zum Zuschauen verdammt. Beim Start zum zweiten Lauf war die Strecke noch feucht und so kam, was kommen musste. Beim Startcrash zwischen der Nr. 15 (gefahren von Rien Rutjensland), Nr. 78 (Colin White) und der Nr.63 (Norbert Göstl) gab es reichlich Kaltverformung.

#14 Venray Late Model V8

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So war das Feld für den finalen Lauf auf 11 Wagen geschrumpft, doch im Laufe der Saison werden wir hier noch einige Boliden mehr am Start sehen. Neben dem Briten Colin White war im übrigen auch Deutschland im Starterfeld vertreten. Neben Norbert Göstl gab Marcel Berndt sein Debüt am Steuer der Nr. 60 und konnte bei seinem ersten Oval-Auftritt die Plätze 7,6 und 8 verbuchen, im finalen Lauf hatte er mit „Smoke“ zu kämpfen, dieser kam nur leider vom Reifen hinten links. Trotz des noch überschaubaren Starterfeldes zur ersten Veranstaltung des Jahres lieferten die Late Models spannende Rennen, hier ist in diesem Jahr noch einiges zu erwarten.

Stockcars Venray

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Die Stockcars boten mit ihren Klassen F1 und F2 reichlich Action, inbesondere die F2-Klasse konnte mit einem mehr als vollen Starterfeld glänzen, hier war reichlich Kontakt unvermeidlich. Und in Venray hat auch der Nachwuchs eine große Bühne. Bei den Stockcar F2 Junioren geht es wie bei den Großen zur Sache, als Zuschauer merkt man den Unterscheid im „Rennverhalten“ faktisch erst, wenn der Helm abgenommen wird.

Stockcar Race Acion

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Die Hot Rods hatten es auch wie die Stockcars mit einer teilweise vollkommen nassen Strecke zu tun. Zahlreiche Ausflüge ins Grün waren die Folge. In den ersten beiden Läufe kam der Niederländer John van den Bosch am besten mit den Bedingungen zurecht und siegte. Der Final-Lauf hatte es in sich und einen mehr als engen Zieleinlauf. Am Ende siegte Ramon Roeffen (Start-Nr. 43) vor Reimon Bos (#33) und Erik Roeffen (#12), die ersten drei befanden sich gerade einmal innerhalb von 1 1/2 Zehntelsekunden. Wer mehr über die HotRods erfahren möchte, am besten nochmal einen Blick zurück auf meinen Bericht zu den „heißen“ Flitzern hier werfen.

HotRods Venray

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Weiter geht es auf dem Raceway Venray am Ostermontag, den 21.04.2014. Wer ein kurzweiliges und volles Motorsportprogramm sucht, der ist hier auf jeden Fall richtig. Und für mich gehört Venray abseits der Rundstrecke auf jeden Fall mittlerweile zum Pflichtprogramm. Alle Bilder des Saionauftaktes gibt es HIER zu sehen.

Tipps:

Infos für „Venray-Neulinge“ : Raceway Venray – Geheimtipp für NASCAR-Fans –

weitere Fotos: Stan Libuda Autosport Fotografie

Winning Stockcar

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PS: Auch der Nachwuchs kommt hier übrigens nicht zu kurz, wie man sieht…

Venray

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