Valencia in Sichtweite

Tours Speedway

©NASCAR Whelen Euro Series

Der Saisonstart der NASCAR Whelen Euro Series rückt in greifbare Nähe. Am 12. und 13. April beginnt die Saison auf dem „Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo“. Die Strecke, die im kleinen Ort Cheste bei Valencia liegt, ist 4,005 km lang und das Heimrennen des amtierenden Meisters, Ander Vilarino. Er startet hier seine Mission, die da heißt, Titel Nr. 3 in Folge. In der sechsten Saison der Euro Series hat er hier aber viele neue und starke Gegner. Jedoch sehe ich ihn in Kombination mit seinem bewährten Team TFT in der Favoritenrolle, auch wenn einige der Strecken Neuland für die Serie sind.

 

Auf einige Neuigkeiten im Fahrerfeld bin ich vor kurzem hier bereits eingegangen. In der Zwischenzeit gibt es in Sachen Teams noch einen Neuzugang zu vermelden. Die Whelen Euro Series wird noch internationaler. Mit zwei Autos bringt das „Team Brazil“ südamerikanisches Flair in die Serie. Am Steuer der beiden Boliden (Starnummern #82 und #83) werden die Fahrer Victor Guerin, William Ayer Jr., Alex Fabiano und Marcal Melo sein. Guerin und Ayer Jr. werden in der ELITE 1-Wertung an den Start gehen, die anderen beiden in der ELITE 2-Wertung, die im Vorjahr noch unter dem Titel OPEN-Championship lief.

Um nochmal kurz auf die Wertungen bzw. Meisterschaften einzugehen, hier ein kurzer Überblick:

NWES Info

©NASCAR Whelen Euro Series

In der ELITE 1 – Wertung erwarten wir die Profis am Lenkrad, sowie auch einige Youngster, die schon Rennerfahrung sammeln konnten, und die neben der Hauptmeisterschaft noch um die Nachwuchs-Wertung kämpfen. In der ELITE 2 Wertung (im Vorjahr Open-Championship)  können junge Talente ihren Weg nach oben beginnen. Dazu gibt es einige Trophy-Wertungen für ältere Fahrer und „Gentleman-Driver“. Da sich zwei Fahrer einen Boliden am Wochenende teilen, werden auch die Kosten gegenüber anderen Rennformaten relativ niedrig gehalten. Das Ganze birgt natürlich durchaus auch Gefahren für die eigenen Meisterschaftschancen. Als beispielsweise letzten September der Teamkollege des Australiers Josh Burdon im Training den gemeinsam genutzten Wagen nachhaltig ramponierte, war dies für Burdon als Meisterschaftsanwärter eine denkbar schlechte Ausgangslage für das Rennwochenende.

Wer sich im übrigen fragt, wo der talentierte Australier abgeblieben ist, der wird sicher erfreut sein, dass dieser mit dem Team von Scorpus Racing mittlerweile im Mutterland der NASCAR aufgeschlagen ist und dort u.a. in der Whelen All-American Series an den Start gehen wird – ich werde die Karriere des Tasmaniers auf jeden Fall im Auge behalten. Doch zurück zur Whelen Euro Series und der bevorstehenden Saison. Insgesamt kommen sechs Teams aus Frankreich, dem Heimatland der Serie. Darunter das Meisterschaftsteam TFT und die Sieger der Teamwertung im Vorjahr, Still Racing, die mit Freddy Nordstrom um den Titel in der Elite 1-Wertung kämpfen wollen. Auch Italien wird stark vertreten sein. Die Truppe von CAAL Racing wird drei Wagen einsetzen. Je ein Bolide ist von den Teams Events4you by Nocentini, Euro Kart Racing und T-Engineeering am Start.

Still Racing 2014

©racing14.de

Belgien ist mit PK Carsport und Racing Club Partners verteten, die ab sofort eine Partnerschaft mit Marc VDS Racing eingegangen sind. Drei Wagen werden vom spanischen Team Ford Autolix Competition eingesetzt, dazu kommen jetzt noch das „Team Brazil“ und nicht zu vergessen Max Papis Racing (mit Hauptsitz in den USA). Und wie schon berichtet, wird 2014 Österreich auch vertreten sein. Sehr gespannt sein darf man auf die erfahrene Truppe von Renauer Motorsport sein, beim Team von DF1 Racing by B66 sind mit Mathias Lauda und Christophe Bouchut sehr bekannte Namen hinter dem Lenkrad.

„Mit jedem Tag bekommen wir mehr Aufmerksamkeit und Interesse von Teams, Fahrern, den Medien und Fans, die diese Art von Rennsport lieben“, so Jerome Galpin, seines Zeichens Geschäftsführer der NASCAR Whelen Euro Series. „Es geht darum, eine gemeinsame Leidenschaft und Spaß zu haben; für die Fahrer, diese faszinierenden Wagen zu bewegen und für die Fans spektakuläre Rennen zu besuchen und ganz nah an Fahrer und Teams heranzukommen. Ich kann es gar nicht abwarten, wenn dieses tolle und farbenfrohe Feld in Valencia die grüne Flagge gezeigt bekommt.“

Chevy WhelenEuro Series

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17 Teams und 34 Wagen im Einsatz, die Saison 2014 wird sicher für die ganze Serie nochmal ein großer Schritt nach vorne. Und ich bin überzeugt davon, dass wir hier packende Rennen und enge Rad an Rad Zweikämpfe sehen werden. Daher werde ich auch nicht müde, immer mal wieder an den Truck Grand Prix dieses Jahr auf dem Nürburgring zu erinnern, wenn die NASCAR Whelen Euro Series uns einen Besuch abstattet, am 19. und 20. Juli geht es dann auf zum „Nürburgring 200“!

Nurburgring 200 2014

©NASCAR Whelen Euro Series