Vorhang auf für Renauer Motorsport

Renauer Motorsport - Dominic Tiroch

©NASCAR Whelen Euro Series

Mit dem Saisonstart der Whelen Euro Series betrat auch das erste deutschsprachige Team die Rennszene des europäischen NASCAR-Ablegers. Die österreische Truppe von Renauer Motorsport begab sich mit Ihrer Startnummer #86 in komplettes Neuland.

Dominic Tiroch bewegt den Boliden bei den Rennen der ELITE1-Wertung, er ist hier für die sogenannte Challenger-Trophy gemeldet, da sein FIA-Status „Silber“ ist. In der Qualifikation erreichte er Platz 19 im Gesamtfeld gleichbedeutend mit Rang 2 in der Challenger-Kategorie. Diesen Platz behielt er auch in der Trophy-Wertung im ersten Rennen, an Gesamtposition 15 sah er die Zielflagge. Im Sonntagsrennen ging es einen Platz zurück, Rang 3 in der Trophy-Wertung nach einem längeren Boxenaufenthalt, da er unschuldig in eine Kollision verwickelt worden war. „Wenn sich da unmittelbar vor dir ein Gemetzel abspielt, kann man sich nicht in Luft auflösen. Doch wir haben das Auto rechtzeitig zu Philipps zweitem Rennen wieder hinbekommen“, so der Teamchef Sepp Renauer.

Renauer Motorsport

©NASCAR Whelen Euro Series

Apropos Philipp. Der Jüngere der beiden Lietz-Brüder kann mit seinem ersten Auftritt nach dem Wechsel aus dem Rallyesport auch sehr zufrieden sein. In der ELITE2-Wertung am Start, die Rookie-Wertung im Auge, kam er im Qualifikationstraining auf Startposition 9. In der Gesamtwertung erreichte er in Lauf 1 Position 7, im zweiten Lauf konnte er sich noch gut nach vorne arbeiten und erreiche Platz 5. Für die Rookie-Wertung bedeutete dies die Plätze drei und zwei. „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Man darf nicht vergessen, dass wir vorher absolut nicht wussten, wo wir liegen würden“, so Philipp Lietz, „Wir haben nicht nur unserer primäres Ziel erreicht, nämlich so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln, sondern haben sogar drei Pokale mit nach Hause gebracht – was will man mehr?“ – Eine gute Zusammenfassung des jungen Österreichers. Für Teams und Fahrer ist die Serie ein großer Schritt und komplettes Neuland, ich bin mir sicher, wir dürfen noch einiges von Nr. #86 in dieser Saison erwarten.

Abschließend soll nochmal der Teamchef Sepp Renauer selbst zu Wort kommen. „Der Auftakt in Valencia ist wirklich noch besser gelaufen als wir selbst erwarten durften; Dominic und Philipp haben sich vom Testtag am Donnerstag an kontinuierlich gesteigert, haben im Qualifying ihre jeweils schnellsten Zeiten gezeigt und haben auch in den teilweise sehr actionreichen Rennen den Überblick behalten und brav gekämpft“, so sein Fazit.

#86 Valencia - Renauer

©NASCAR Whelen Euro Series

Werfen wir noch einen kurzer Blick auf die „anderen“ Österreicher vom Team DF1 Racing by B66 Raceconsulting. Sicher mit ganz anderen Voraussetzungen ging das Team an den Start. Hinterm Lenkrad sitzt hier reichlich Motorsporterfahrung. Die beiden Boliden mit den Startnummern #66 und #77 werden bislang erstmal nur in der ELITE1-Wertung, der Hauptmeisterschaft, eingesetzt. Mathias Lauda brachte die #66 als Siebter im ersten Rennen und als Achter im zweiten Lauf ins Ziel. Wie ich schon mal angemerket habe, Konstanz zahlt sich in der Meisterschaft aus, allein ein Nuller in einem Rennen kann einen schon weit zurückwerfen. Lauda ist mit den zwei guten Resultaten aktuell Meisterschaftsvierter, gefolgt von seinem Teamkollegen Christophe Bouchut auf Rang 5. Der Franzose, übrigens ein ehemaliger Gewinner der 24h von LeMans und vielen sicher ein Begriff, erreichte die Plätze Zehn und Sieben in den beiden Läufen. Für beide österreichischen Teams geht es nun auch wie für den Rest des Feldes am 7. und 8. Juni mit den Rennläufen im englischen Brands Hatch weiter, ich bin mir sicher, dass es auch deutschprachig auf dem „Stockerl“ in diesem Jahr noch weitergehen wird. Also, Keep Racing!

DF1 Racing - Lauda / Bouchut

©NASCAR Whelen Euro Series

PS: und hier noch ein paar Stimmen und bewegte Bilder aus dem österreichischen NASCAR Whelen Euro Series-Lager.