Valencia Rennbericht – Sonntag –

Grid Girl #ValenciaNascar Fest

©NASCAR Whelen Euro Series

Auch der Sonntag hatte es in Sachen Rennaction und Zweikämpfen bei den zweiten Läufen der beiden Wertungen der NASCAR Whelen Euro Series in sich. In der ELITE1-Meisterschaft ging der Meister der letzten beiden Jahre, Ander Vilarino, von der Pole-Position aus ins Rennen. Neben ihm der Sieger des Vortages, der Schweizer Yann Zimmer. Dahinter folgten die beiden PK Carsport Boliden von Bert Longin und Anthony Kumpen. Nochmal zur Erinnerung, die Startaufstellung richtet sich nach den schnellsten Rennrunden im ersten Lauf.

AnderVilarino Valencia Win

©NASCAR Whelen Euro Series

Am Start setzte sich Vilarino klar durch und bog als Führender in die erste Kurve. Zimmer erwischte einen miserablen Start und wurde im Laufe der ersten Runde weit nach hinten durchgereicht, Platz 9 hieß es für ihn nach Runde 1. Das Feld musste bereits nach der ersten Runde mittels des Safety Cars neutralisiert werden. Einige Kollisionen brachten das Feld reichlich durcheinander. Betroffen insbesondere zwei Fahrzeuge von CAAL Racing, Eddie Cheever III und Fabrizio Armetta. Für Letzteren bedeute dies das Aus. Cheever fiel weit zurück, konnte sich aber bravourös wieder nach vorne kämpfen, am Ende konnte er Christophe Bouchut in einer Art Generationenduell noch niederkämpfen und Platz 6 herausfahren. Auch Dominic Tiroch in Diensten von Renauer Motorsport wurde in die Anfangskollision verwickelt und wurde zu einem Boxenaufenthalt gezwungen.

Den Weg nach vorne wollte Yann Zimmer wieder antreten, doch technische Probleme warfen ihn weit ans Ende des Feldes zurück. Nach dem SafetyCar Einsatz verblieben nur noch 15 Minuten Rennzeit und an der Spitze wurde nur noch spanisch gesprochen. Ander Vilarino drückte dem Rennen seinen Stempel auf, in seinem Schatten folgte Landsmann Borja Garcia, der gegen Rennende dem amtierenden Meister aber auch nicht mehr folgen konnte. Spanisches Doppel an der Front, dahinter konnte Bert Longin vor seinem Teamkollegen Anthony Kumpen den letzten Podiumsplatz sichern. Erneut eine starke Leistung der belgischen Newcomer, wobei sie heute kein Wort um den Sieg mitreden konnten.

Ander Vilarino Valencia NASCAR

©NASCAR Whelen Euro Series

Pech auch für den Franzosen Romain Iannetta, der sich nach einem verkorksten Samstagrennen bis auf Platz 4 nach vorne gearbeitet hatte. Ein Ausrutscher in Kurve 1 brachte ihn um ein gutes Resultat. Ein wenig Balsam auf die Seele gab es für den Vizechampion des Vorjahres. Frédéric Gabillon konnte einen soliden 5. Platz nach Hause fahren. Auch der Blick auf die schnellsten Rennrunden zeigt, dass das Feld des Jahrgangs 2014 enger zusammengerückt ist, doch auch in dieser Wertung hat ein „alter Hase“ noch die Nase vorne – Ander Vilarino, der sich über einen Heimsieg und seine Rückkehr in die Victory Lane freuen durfte. In der Gesamtwertung liegen Bert Longin und Anthony Kumpen mit je 83 Punkten an der Spitze, gefolgt von Eddie Cheever III mit 78 Punkten – auch in der Euro Series ist Konstanz gefragt, die beiden Rennsieger der ELITE1 liegen auf Platz 7 (Zimmer) und 8 (Vilarino).

#ValenciaNascar

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Im Rennen der ELITE2 am frühen Nachmittag schlug erneut ein Youngster zu. Der 17-jährige Neal van Vaerenbergh wiederholte seinen Sieg vom Vortag. Eine dominante Vorstellung des jungen Mannes in Diensten von PK Carsport. Am Steuer der Startnr. #11 brachte er einen ungefährdeten Erfolg nach Hause, nicht ganz 2 Sekunden vor Wilfried Boucenna. Rang drei ging an den Italiener Marsilio Canuti, dicht gefolgt von Maxime Dumarey, im zweiten Wagen von PK Carsport. Sehr erfreulich für die Truppe von Renauer Motorsport: Philipp Lietz kam als Fünfter ins Ziel. Nicht am Start war leider die junge Italienerin Francesca Linossi, da ihr Wagen mit der Startnummer #31 beim Unfall im Rennen der ELITE1 zu stark beschädigt worden war.

Neal Van Vaerenbergh

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Zwar gab es um die ersten Plätze weniger direkte Zweikämpfe im Vergleich zum Rennen der ELITE1, doch für Rennaction war grade auf den hinteren Positionen trotzdem reichlich gesorgt. So kam, was kommen musste, will heißen, der Einsatz des Safety Cars. Pablo Gallego und Simone Laureti kamen sich auf dem Circuit Ricardo Tormo etwas zu nah. Aber auch durch die Safety Car-Phase ließ sich der junge Belgier nicht beirren und konnte bei seinem Debüt in der Serie groß auftrumpfen. Natürlich liegt er in der Gesamtwertung der ELITE2 jetzt ganz vorne, mit 96 Punkten gefolgt von Marsilio Canuti mit 82 Punkten.

 

Hier noch die kompletten Ergebnisse des Rennsonntags: ELITE1 und ELITE2. – der Bericht zum Rennsamstag in Valencia ist hier nachzulesen.

Ein spannender und gelungener Saisonauftakt der Whelen Euro Series liegt somit hinter uns, weiter geht es nun erst im Juni, dann auf der berühmten Rennstrecke von Brands Hatch. Am Wochenende des 7. und 8. Juni feiert man hier das American Speedfest, enge Zweikämpfe sind garantiert, das lässt sich beim NASCAR Euro-Jahrgang 2014 nun mit Sicherheit sagen. In diesem Sinne, Keep Racing!

Whelen Euro - the class of 2014

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