Zur Erinnerung an Ayrton Senna

Ayrton Senna Hockenheim

©racing14.de via Hans-Joachim Beine

„Racing, competing, is in my blood. It’s part of me, it’s part of my life“ – Ayrton Senna da Silva

20 Jahre ist es nun her, dass der dreimalige Formel1-Weltmeister Ayrton Senna beim Großen Preis von San Marino tödlich verunglückte. Als Kind der späten Siebziger war Senna mein erster großer Held in Sachen Motorsport. Leider bekam man zur damaligen Zeit nur spärlich was von dem Grand-Prix Zirkus mit. Lange vor Facebook, Twitter und Co. schaute man sich die Zusammenfassung der Rennen noch im ersten Programm an, soweit ich mich erinnere.

Damals diktierte ein Name das Renngeschehen wie kein Zweiter, der von Ayrton Senna. Seine Rennsiege, seine Überholmanöver, sein Siegeswille – all dies faszinierte mich vom ersten Moment an, als ich den Brasilianer auf dem Bildschirm erblickte. Als Kind hat man natürlich noch andere Maßstäbe, ich erinnere mich ein wenig an das Monaco-Rennen 1987, als Senna im gelben Camel-Lotus unterwegs war – diesen Grand Prix gewann er. Damals faszinierte mich noch : gelbes Auto – gelber Helm und da gibts nur einen von, der an der Spitze des Feldes eine Rolle spielt! Leicht zu beeindrucken könnte man sagen, doch seine Karriere ließ bezüglich seines Könnens und des puren Speeds keine Zweifel aufkommen, so dass ich hier sicher richtig lag.

 

Ayrton Senna war in vielerlei Hinsicht beeindruckend. Seine Fähigkeiten in der Qualifikation waren einmalig, neulich sah ich noch einmal eine ältere Ergebnisliste von einer Qualifikation beim Großen Preis von Monaco, Senna lag 1,5 Sekunden in Front, da wird sich heute über zu große Abstände aufgeregt. Was mich im Laufe der Jahre immer mehr beeindruckte war aber auch die Persönlichkeit des Brasilianers.

Senna war sehr religiös und vieles, von dem er sprach, ging weit über den Rennsport hinaus. Sicher war er ein Fahrer, der polarisierte. So hart er auf der Piste auch im Zweikampf war, oft war er es, der bei einem Unfall eines Konkurrenten selber zu Stelle war, um zu helfen. An diesem grausamen Wochenende des Jahres 1994 in Imola verlor die Formel 1 einen Tag vor Senna den Österreicher Roland Ratzenberger. Ayrton Senna hatte eine kleine österreichische Flagge bei sich, die er in Gedenken an Ratzenberger nach der Zieldurchfahrt schwenken wollte. Dazu ist es leider nie gekommen. Der 1. Mai 1994 war der Tag, als in der Formel 1 die Sonne vom Himmel fiel.

Ayrton Senna 1989

©racing14.de via Hans-Joachim Beine

Unvergesslich bleiben seine Rennen im Regen, wenn Magic Senna die Konkurrenz düpierte. Der Grand Prix in Donington im Jahr 1993 war einmalig, diese Startrunde werde ich nie vergessen. Zwar mögen andere mittlerweile mehr WM-Titel, Siege, Punkte und Pole Positions haben, für mich persönlich bleibt Ayrton Senna einfach unerreicht. Vielen Dank an dieser Stelle noch an Jochen für die Bilder von damals.

#SennaSempre – #NeverForgotten

Unbedingt ansehen sollte man sich auch einmal das Ayrton Senna Special von Top Gear – hier ein kleiner Auszug davon: