Acceleration14

Acceleration - Acc14 - Acceleration14 Nring
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Acceleration14 – die neue Eventreihe stattete dem Nürburgring vergangenes Wochenende einen ersten Besuch ab. Allein schon bei dem Namen musste ich für racing14 ja einfach schon vorbeischauen. Gelohnt hat sich der Ausflug in die Eifel auf jeden Fall. Neben einigen Rennserien, die das neue Veranstaltungsformat im Gepäck hat, gibt es sowohl Freitags, als auch Samstags Abends ein Musikprogramm. Das ist aber kein Muss für den Besucher, so dass sich auch der Motorsportpurist ganz auf die Rennen konzentrieren kann.

FA1 Richard Gonda - Slovakia
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Headliner im Bereich Motorsport ist die FA1 – Serie, die Formula Acceleration. Hier kommen die ehemaligen Boliden der A1-GP zum Einsatz, die von einem Zytek-Motor angetrieben rund 550 PS leisten. Technische Verbesserungen sind stark eingeschränkt, so dass hier bei den Piloten Chancengleichheit besteht, was das Material angeht. In dieser Saison mit am Start ist der erst 17-jährige Nachwuchspilot Sebastian Balthasar, der die deutschen Fahnen mehr als gut vertritt.

FA1 Sebastian Balthasar
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Beim Heimspiel hatte er jedoch im ersten Lauf Pech – Ausfall, während an der Spitze der Niederländer Nigel Melker siegreich war. Im zweiten Rennen konnte er einen 5. Platz erreichen, leider nicht ganz aufs Podium geschafft, aber ich bin mir bei ihm sicher, dass das im Laufe der Saison noch folgen wird. Sieger in Lauf 2 wurde Mirko Bortolotti, im Formelsport ist der Italiener sicher vielen ein Begriff. Das Format von Acceleration ist ein ganz neues Konzept und 2014 erstmals am Start, daher verwundern die (noch) kleinen Startfelder nicht wirklich. Bei der FA1 waren 12 Boliden am Start, die aber in jedem Fall für Grand Prix-Feeling in der Eifel sorgten inklusive packenden Zweikämpfen und das ist ja das, was man sehen will.

MW V6 PickUp-Series
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Zwei ganz neue Rennserien hat Acceleration14 auch noch im Gepäck. Da sind zum einen die MW V6-PickUps. Richtig gelesen, PickUps – kennt man bis dato hauptsächlich aus den USA. Zwar finden einige PickUp-Rennen auch in England statt, doch hier zu Lande ist solch eine Rennserie ein Novum. Ein 325 PS-Ford Motor treibt die 925kg schweren Fahrzeuge an. 14 der neuen Boliden fanden sich in der Eifel ein, da kann man sich nicht beschweren. Und vor allem bot auch diese neue Serie reichlich Rennaction. Überholmanöver mit Lackaustausch konnte man ebenfalls bestaunen.

MW V6 Pickup-Series Nring
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Da wir uns in der Eifel auch langsam dem 24h-Rennen nähern, wurde schon die entsprechende Variante der Grand-Prix Strecke befahren, also ohne den großen Bogen in der Mercedes-Arena. Ich werde demnächst nochmal näher auf die Rennen der PickUps eingehen, die am Sonntag ihre drei Rennläufe abhielten. Mit am Start beim deutschen Auftritt der Acceleration-Reihe war hier auch kein geringer als Andreas Gülden, an den ich mich gut erinnern konnte, hatte er mir doch vor einigen Jahren die Nordschleife am Steuer seiner Viper einmal genauer gezeigt.

Legend Supercup Team Irland
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Die Fahrzeuge des Legend Supercup sind auch auf jeden Fall ein Hingucker. 180 PS stecken unter der Haube dieser kleinen Flitzer, die wie große Karts mit Silhouette wirken. Hier sind für die grade erst neu geschaffene Serie 10 Fahrzeuge, die das Starterfeld bildeten, schon beachtlich. Vor allem, da es auch das Racing in sich hatte. Beispielsweise befanden sich die ersten vier Fahrer im dritten Rennlauf bei Zieldurchfahrt innerhalb von einer guten halben Sekunde.

LegendSupercup
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Nicht immer im Rahmenprgroamm im Kalender von Acceleration ist die niederländische Supercar Challenge. Schade eigentlich, kann man doch hier in 7 ! unterschiedlichen Divisionen die unterschiedlichsten GT- und Tourenwagen bestaunen. Vom Renault Clio bis hin zum Mosler GT gab es hier ein zahlenmäßig sehr starkes Starterfeld. Einige Radical-Sportwagen oder auch eine  „Vicora“, eine Eigenentwicklung aus Corvette und Viper, gehörten zu den Teilnehmern. Und auch alte Bekannte sah man hier wieder, z.B. das Team vom Raceway Venray mit Fahrer Barry Maessen im Gepäck, der sonst die Startnr. #14 übers holländische Halb-Meilen Oval jagt.

Team Venray - Barry Maessen
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Aus motorsportlicher SIcht kann Acceleration so einiges aufbieten, das Wichtigste: Man bekommt hier enge Zweikämpfe und packenden Sport von unterschiedlichen Serien zu sehen, für mich wird es auf jedenfalls nicht das letzte Mal gewesen sein, diese Event-Reihe besucht zu haben. Leider fanden die Rennen vor sehr wenig Publikum am Nürburgring statt. Das ganze Konzept ist noch sehr neu, viele mag auch das Thema Musik etwas abgeschreckt haben. David Hasselhoff war im übrigen nur am Freitag Abend auf der Bühne. Wenn aber ein Sebastian Balthasar mit seinem 550 PS über den Ring jagt oder ein Andy Gülden mit seinem PickUp das Beste gibt, dann es ist denen sicher auch ziemlich egal, wer da Abends auf der Bühne steht. Und wenn man es halt nicht mag, für den habe ich einen ganz einfachen Tipp – nicht hingehen. Es ist halt ein neues Konzept, welches die niederländischen Veranstalter da aus dem Boden gestampft haben. Vielleicht kann man ja auch einige Fans, die nur der Musik wegen kommen, dadurch für den Sound der Motoren begeistern.

Dutch Supercar Challenge BMW
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Nächster Halt von Acceleration14 ist Monza, für die hiesigen Fans sind sicher die Rennen im Juli in Zolder und im Oktober in Assen interessant. Auf dem Kurs im niederländischen Assen sind dann auch zwei Motorrad-Serien mit an Bord. Zu einem Besuch kann ich also wirklich nur raten, die Rennen am Ring haben auf jeden Fall für reichlich Spaß bei mir gesorgt – Acceleration14 -> racing14 kommt wieder! In diesem Sinne, Keep Racing! Ach ja, unbedingt auch bei Frithjof vorbeischauen, der ebenfalls am Rennwochenende in Diensten von tmfepictures dabei war – seine Eindrücke könnt ihr HIER nachlesen.

Acceleration GridGirls
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PS: Bilder und Impressionen vom Rennwochenende gibt es HIER zu sehen.

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