ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring 2014

No.4 Phoenix Racing Winner 24h 2014
©racing14.de – die 4 von Phoenix Racing obenauf 2014

Phoenix Racing – das sind die Sieger in einem denkwürdigen 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Bei der 42. Ausgabe des Langstreckenklassiekers setzte sich der Audi R8 LMS mit der Startnummer #4 und den Fahrern Christopher Haase, Christian Mamerow, Rene Rast und Markus Winkelhock gegen die versammelte GT3-Konkurrenz durch. Schlußfahrer Rast überquerte die Zielliinie lediglich knappe 3 Minuten vor den Vorjahersiegern. Mit Rang zwei aber erneut eine mehr als starke Leistung von Black Falcon, die Startnummer 1 wurde pilotiert von Jeroen Bleekemolen, Andreas Simonsen, Christian Menzel und Lance David Arnold. Auf Rang drei folgte der SLS GT3 von Rowe Racing in der Besetzung Michael Zehe, Christian Hohenadel, Nico Bastian und Maro Engel.

Dörr-McLaren
©racing14.de – Fabelzeit im Qualifying – Dörr McLaren

Ein bis zuletzt sehr intensives Rennen haben wir mit der diesjährigen Ausgabe gesehen. Materialschlacht, 24h-Sprint, all das trifft das Renngeschehen ganz gut.

Audi #124
©racing14.de

Begonnen hatte das Ganze mit einem Paukenschlag im Qualifying. Der Dörr McLaren in den Händen von Kevin Estre stampfte eine Pole-Zeit von 8 Minuten und 10 Sekunden in den Asphalt! Danach gab es bei dem ein oder anderen lange Gesichter – sicher auch in Sachen BOP (Balance of Performance).

Marc VDS Alzen/Müller
©racing14.de – auch kein Glück für diese beiden Herren – Ausfall in der Nacht Uwe Alzen und Jörg Müller in Diensten von Marc VDS Racing

Dahinter plazierte Maxime Martin den BMW Z4 von Marc VDS auf Startplatz 2, zwar mit Respektabstand, aber auch mit einer mehr als passablen Runde. Der Speed des McLaren MP4-12C hatte sich bei den letzten VLN-Läufen schon abgezeichnet, dass dies aber derartig überlegen in der Qualifikation endete, damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Nicht vergessen, die Zeit beinhaltet die komplette GP-Strecke, bei der VLN wären wir dann bei unter 8 Minuten gelandet.

Eifelblitz 24h-Rennen
©racing14.de – der Eifelblitz

Vom Start weg machte der McLaren sich auf und davon. In der vergangenen Saiosn hatte die Truppe von Dörr Motorsport noch extrem mit technischen Problemen zu kämpfen, man kam kaum zu fahren. Anders in diesem Jahr, doch die Frage blieb bestehen, übersteht der Bolide auch die 24h? Leider musste man den Siegkandidaten – was den Speed angeht – in der ersten Rennhälfte dann mit technischen Gebrechen abstellen.

Marc VDS BMW Z4
©racing14.de – Ausfall für beide BMW Z4 von Marc VDS

Die Anfangsphase hatte es überhaupt in sich, Unfälle, Ausfälle – ein GT3-Sprintevent bis hin in die Dunkelheit hatte man den Eindruck. Trauriger Höhepunkt der ganzen Sache war der Unfall der von Titus Dittmann eingesetzten Viper, die mit Fahrer Reinhard Schall im Steuer viel zu schnell in einer Code60-Phase ein Intervention-Car knapp verfehlte und einen Mini schuldlos mit ins Verderben riss. Gott sei Dank ist nicht mehr passiert, hier muss aber sicher für die Zukunft mal eingegriffen werden. Grade auch für die Streckenposten ist diese Herangehensweise einiger Piloten nicht mehr tragbar.

Dunlop-Kehre
©racing14.de

Ansonsten hatten die 24h alles, was einem der Klassiker am Ring zu bieten hat. Insbesondere die Atmosphäre bei der Fahrt in die Dunkelheit hinein und in der Nacht ist einfach einmalig. Für alles weitere zum Rennen empfehle ich persönlich die Seite von Sportscar-Info – hier habe auch ich mich vor Ort immer mal wieder auf dem Laufenden gehalten.

RPR Racing
©racing14.de – RPR racing Clio

Das 24h-Rennen bietet viele Geschichten, auch fernab des Kampfes der „großen“ GT3-Boliden um den Gesamtsieg. Beispielsweise das Team von RPR-Racing, die sich mit einem Renault Clio 3 RS in die Hatz durch die Grüne Hölle begeben haben. In der Klasse V3 ging es bis auf Platz 3 nach vorne, bevor der Clio von einem „Großen“ übersehen wurde. Eine längere Reparatur, man kämpfte sich zurück und wieder erneut Opfer eines anderen Fahrzeuges. Eine neue Hinterachse musste her – die wurde beim Team von Sesterheim Motorsport ausgeliehen. Weiter ging es, zwar kam man als Letzter der Klasse V3 ins Ziel, aber das man überhaupt in die Wertung kam ist ein kleines Wunder.

Start-Ziel bei Nacht
©racing14.de

Leider musste das „Höllenfüchschen“ – der SLS-Flügeltürer von Car Collection – ein ganz frühes Aus hinnehmen. Nach drei Runden waren die 24h schon beendet. Aber ich hoffe, man sieht das Füchschen im nächsten Jahr an gleicher Stelle wieder. Ein paar Bilder und Eindrücke aus der Eifel gibt es HIER. Also dann, bis bald am Ring, Keep Racing!

eatsleepRACErepeat
©racing14.de – #eatsleepRACErepeat