unterwegs zum Autodromo Nazionale di Monza

Monza Start-Finish
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Letzten September war es für mich an der Zeit, meine persönliche motorsportliche Landkarte wieder einmal zu erweitern. Monza war schon lange ein Wunschziel von mir. Also schnell einen Flug nach Mailand gebucht und los ging die Reise. Vorab sollte man beachten, dass es in und in der näheren Umgebung von Mailand drei Flughäfen gibt, für die Verbindungen angeboten werden. Für den Flughafen Mailand-Linate spricht die Entfernung zur Rennstrecke – eine gute halbe Stunde sollte man hier unterwegs sein. Etwas außerhalb gelegen ist der Flughafen Bergamo (ca. 42 km zur Rennstrecke), den vor allem Billigflug-Airlines nutzen. Die meisten Angebote findet man aber nach Mailand-Malpensa – auch wenn die Entfernung verglichen mit den anderen am höchsten ist. Je nach Verkehrslage kann man aber mit einer Dreiviertelstunde bis zu einer Stunde auch gut leben.

Monza
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Ein guter Tipp für Flug und Übernachtung ist AirBerlin – hier findet man immer mal wieder Städtereisen im Angebot – darunter auch die norditalienische Metropole. Aktuell wird auch noch das von mir gebuchte Cosmo Hotel Torri in Vimercate angeboten – das Gute: die Rennstrecke ist gerade einmal 20 Minuten entfernt. Für einen Mietwagen kann ich im Nachhinein den von mir genutzten Autovermieter Maggiore nur leider nicht empfehlen – Probleme mit dem Navi und schlechter Service, das geht sicher auch besser. Das Hotel in Vimercate kann man bedenkenlos weiterempfehlen, Zimmer gut und sauber, sehr gutes Frühstück, nur das Abendessen vor Ort kann ganz gut ins Geld gehen. Für die, die in der Gegend und überhaupt in Italien das erste Mal mit dem Auto unterwegs sind, kann ich nur sagen, immer nach Gefühl fahren, die ein oder andere Regel wird eh überbewertet denkt sich sicher mancher Einheimische.

Start-Ziel Monza
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In Monza angekommen geht der Weg Richtung des königlichen Parks – der Parco di Monza – das klingt erstens schon einmal gut und auch das Flair, welches einen schon vor der eigentlichen Rennstrecke umgibt, hat etwas – drücken wir es so aus – „historisches“. Auch wenn die Rennstrecke in Monza mittlerweile modernen Formel1-Standards genüge tragen muss, so hat man hier doch noch das Gefühl, dass die Zeit ein wenig stehen geblieben ist. Das erste Rennen auf dem Traditionskurs Kurs fand im übrigen am 03. September 1922 statt.

Approaching Parabolica
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Die Wege von Start und Ziel zur Parabolica-Kurve sind recht schnell zurückgelegt (wenn man nicht gerade Besucher des Formel1-Rennens ist). Empfehlen würde ich einen ersten Besuch sowieso nicht zum Großen Preis von Italien, sondern zu einer kleineren Veranstaltung, so kann man sich deutlich mehr auf dem Gelände umschauen. Wenn man sich im Fahrerlager befindet, ist der Weg auch nicht weit und vor einem erhebt sich eine der verfallenen Steilkurven, Teil der alten Strecke von Monza. Hier kann man sich frei bewegen – soweit dies die Überhöhung der Kurve überhaupt zulässt oder um es im NASCAR-Jargon zu sagen: extremes Banking. Schwer nur vorstellbar, wie in der 50er Jahren die Piloten durch diese Streckenteile rasten. Die Strecke in Monza ist auch immer ein Schauplatz von Tragödien gewesen. Alberto Ascari, Wolfgang Graf Berghe von Trips, Jochen Rindt und viele andere ließen hier ihr Leben.

Steilkurve
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Hinter dem Fahrerlager gibt es auch den ein oder anderen Souvenir-Shop, allerdings nicht wirklich günstig das Ganze. Und wer bei kleineren Veranstaltungen vor Ort ist, darf  anscheinend nicht allzu viel Auswahl bei der Verpflegung erwarten. Das Angebot mit zwei Imbisswagen an der Strecke war im September jedenfalls sehr überschaubar.

Mercedes Monza
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Neben der Rennstrecke gerät die Stadt Monza selber sicher etwas in Vergessenheit, wer einen längeren Aufenthalt plant, sollte sich aber das historische Zentrum unbedingt anschauen. Das Autodromo Nazionale di Monza war auf jeden Fall eine Reise wert. In Zeiten vieler Retorten-Rennstrecken strahlt die altehrwürdige Bahn noch das gewisse Etwas aus, was man heutzutage immer weniger findet. Wer noch nicht da war, sollte auf jeden Fall den nächsten Flieger nehmen, ich werde sicher wiederkommen -Arrivederci! Monza.

Pit Entry Monza
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