Oldtimer Grand Prix – Motorsporthistorie am Ring

Oldtimer Grand Prix 2019 Nürburgring
©Oliver Kilimann/racing14.de

Rückblick auf den AvD Oldtimer Grand Prix 2019 auf dem Nürburgring – Bei der 47. Auflage des traditionsreichen Festivals boten 20 Rennen und Gleichmäßigkeitsprüfungen eine Zeitreise von der Vorkriegsära bis zu den Langstrecken-WM-Boliden der 2010er-Jahre – Eindrücke und Impressionen vom Nürburgring –

Oldtimer-Grand-Prix Nürburgring 2019
©Oliver Kilimann/racing14.de

OGP 2019 – Motorsport-und Automobilhistorie in der Eifel

Mit einer wahren Armada schöner, rasanter und legendärer Rennwagen wusste der AvD-Oldtimer-Grand-Prix letztes Wochenende auf dem Nürburgring zu begeistern.

Höhepunkte waren die Läufe in den drei historischen FIA-Serien für Formel-1-Fahrzeuge der Cosworth-Ära, für Sportwagen der 60er- und 70er-Jahre sowie für Formel-Junior-Fahrzeuge.

Über 50.000 Zuschauer erlebten in verschiedenen Klassen rund 500 historische Rennwagen, bei denen auch die Sportwagen und GT der 50er-Jahre sowie die Tourenwagen der ehemaligen DTM und DRM gefeiert wurden.

Gerade in diesen Klassen gaben sich zahlreiche Stars von einst und jetzt die Ehre, darunter etwa unvergessene DTM-Legenden wie Leopold Prinz von Bayern und Klaus Niedzwiedz, der dreifache Le-Mans-Sieger Marco Werner oder Ex-DTM-Pilot und Porsche-Teamchef Olaf Manthey.

Oldtimer GP
©Oliver Kilimann/racing14.de

Eifelwetter beim Oldtimer Grand Prix 2019

Nach wechselhafter Witterung in den Trainings am Freitag entwickelte sich das Wetter am Rennsamstag zunehmend freundlich – und sorgte damit für zusätzliche Würze.

Denn auf der feuchten Strecke im Qualifying waren vielfach die leichteren und agileren Rennwagen-Klassiker im Vorteil, während in den Rennen unter trockenen Bedingungen die leistungsstärkeren Boliden ihre Stärken ausspielen konnten.

Den Zuschauern boten sich somit spannende Rennläufe mit vielen Positionskämpfen. Höhepunkt auch in diesem Jahr: das Abendrennen der Sportwagen aus den 50er-Jahren. Bei diesem Lauf zeigte sich nicht nur die Eifel im Abendrot von ihrer schönsten Seite, sondern die seltenen und legendären zweisitzigen GT und Sportwagen bis 1960/61 im Wortsinn in bestem Licht.

Oldtimer Grand Prix
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Am Ende hatte im Feld mit Bizzarrini, Lister Knobbly, Porsche RSK 917 und anderen Automobillegenden ein Lotus 15 von 1960 die Nase vorne: Der Schweizer Michael Gans gewann den Lauf vor Mark Lewis / Julian Majzub (beide BGR, Lister Chevrolet Knobbly von 1959).

„In diesem Moment wird der Spirit dieser Veranstaltung besonders greifbar“, kommentierte AvD-Präsident Fürst Löwenstein. „Wenn diese tollen Sportwagen in der Abenddämmerung das Ziel erreichen und mit einem Feuerwerk empfangen werden, ist das ein schöner Abschluss des ersten Renntages und ein besonderes Highlight des ganzen Wochenendes.“

OGP Historic F1
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Beim sportlichen Höhepunkt des Wochenendes hatte ein „alter Bekannter“ die Nase vorne: Martin Stretton (GBR) gewann im Tyrrell 012 beide Läufe der FIA Masters Historic Formla One Championship. Er hatte mit dem Formel-1-Boliden im Benetton-Design von 1983 bereits im vergangenen Jahr einen ersten und einen zweiten Platz in den beiden Rennen geholt.

Wiedersehen mit Tourenwagen-Legenden

So mancher Pilot nutzte am Nürburgring die Gelegenheit, ein Fahrzeug aus der eigenen Vergangenheit zu pilotieren. Besonders bei den Fahrzeugen aus DTM, STW und ITC in der „Tourenwagen Classics“ gaben sich viele Ex-DTM-Piloten die Ehre.

Prinz Leopold von Bayern startete im BMW M3, Klaus Niedzwiedz fuhr beim Revival des legendären Ringshausen-Teams einen Ford Sierra RS500. „Es ist beeindruckend, dass die Resonanz in der breiten Öffentlichkeit so groß ist“, zeigt sich der Dortmunder beeindruckt. „Viele Besucher hier kommen aus meiner Generation, aber ich sehe auch viele jüngere Menschen, die sich für diese Autos interessieren. Der große Vorteil hier ist: Man kommt auch mal ganz nah an die Autos heran – ganz anders als in der DTM oder Formel 1 heute. Und diese Nähe schafft Begeisterung.“

Oldtimer Grand Prix Ford Sierra
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In einem Opel Omega von 1990 war Volker Strycek dabei. Der heutige AvD-Sportpräsident fuhr diesen einst als Werkspilot im Irmscher-Team in der DTM, setzte den Omega später aber auch in der VLN auf dem Nürburgring ein.

„Dieses Auto löst sehr viele Emotionen aus“, freute er sich. „Viele Fans kennen es noch von früher.“ Ihm gefiel auch das Klassentreffen der besonderen Art – etwa mit den Ex-DTM-Piloten Armin Hahne, Kris Nissen oder auch Hubert Haupt: „Es sind viele ehemalige Kollegen hier, von denen man manche seit Jahren nicht gesehen hat. Mit ihnen wieder Rennen zu fahren, macht natürlich viel Spaß.“

Avd Oldtimer Grand Prix 2019 Nring
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Oldtimer GP – Besondere Atmospähre

Kein Wunder, dass es da so manchen in den Fingern kribbelt – wie etwa die ehemalige DRM-Amazone Lili Reisenbichler, die an diesem Wochenende als Gast zum Nürburgring kam. „Das hier ist Motorsport pur – reine Emotion“, war sie beeindruckt. „Diese Autos fahren noch ohne Servo und Software. Wenn es sich machen ließe, würde ich hier am liebsten selber gerne mal ins Lenkrad greifen.“

Auch in anderen Rennen gab es einen Aha-Effekt, wenn bekannte Piloten im Cockpit saßen: Der dreifache Le-Mans-Sieger Marco Werner fuhr etwa einen kleinen Formel-Junior-Lotus ebenso wie einen Acht-Liter-Boliden aus der CanAm.

Ex-DTM-Fahrer Harald Becker mischte in einem Arrows A3 im historischen Formel-1-Feld mit und Matthias Kahle, Skoda-Markenbotschafter und siebenfacher deutscher Rallyemeister, trat in der AvD-Tourenwagen und GT-Trophy an. Er fuhr dabei einen kleinen Skoda RS130 – den „Porsche des Ostens“ – und fasste seinen Eindruck so zusammen: „Es ist schon toll, die historischen Rennwagen hier im Fahrerlager oder an der Box zu sehen. Ich finde, dies ist eine der schönsten historischen Oldtimer-Veranstaltungen, weil die Fahrzeuge hier eben auch im Wettbewerb zu erleben sind.“

Historische F1 Nürburgring
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Impressionen vom Oldtimer Grand Prix 2019 auf dem Nürburgring

Zum Abschluss der Reise in die motorsportliche Vergangenheit auf dem Nürburgring an dieser Stelle noch weitere Impressionen vom Oldtimer Grand Prix 2019. In diesem Sinne, bis bald und Keep Racing!

Alle Fotos: ©Oliver Kilimann/racing14.de

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