Bergrennen Osnabrück – Jubiläum am Uphöfener Berg

Bergrennen Osnabrück

©Oliver Kilimann/racing14.de

Bergrennen Osnabrück 2017

Motorsport am Berg hat seine eigenen Gesetze, das mussten Anfang August auch zahlreiche Teilnehmer bei der 50. Ausgabe des Bergrennens von Osnabrück feststellen. Die Traditionsveranstaltung wartete mit einem Rekordstarterfeld von 240 Fahrzeugen auf, zudem sollte auch ein vielfältiges Rahmenprogramm für ein Fest sorgen. Das war zumindest der Plan, der aber nicht ganz aufging.

Der Trainings-Samstag begann, anders als man es in den letzten Jahren zu diesem Termin gewohnt war, mit Regen. Der blieb am Berg hängen und sorgte dafür, dass sich der Ablauf verzögerte. Somit fanden statt geplanter drei Durchgänge auf der Strecke nur zwei statt. Dem ein oder anderen schien daher wirklich eine Fahrt auf der zwei Kilometer langen Strecke zu fehlen.

Früh am Sonntag verabschiedeten sich dann die ersten Richtung Leitplanken und in die Reifenstapel. Einem passierte nichts – Vorjahressieger Christian Merli aus Italien ließ in seinem Osella-Boliden schnell keinen Zweifel aufkommen, wer die schnellste Zeit am Berg setzten würde.

Bergrennen Osnabrück 2017

©Oliver Kilimann/racing14.de

Pech für Bartels – Rekord für Merli

Bis dahin musste sich der 45-jährige erfahrene Berg-Pilot aber etwas gedulden, denn die rote Flagge musste mehr als einmal gezückt werden. Der ein oder andere hatte sich zum Jubiläum wohl etwas zu viel vorgenommen. Die Strecke fand zudem noch ein prominentes Opfer.

Michael Bartels brachte seinen nagelneuen Maserati MC 12 hier zum Einsatz und gab sein Debüt am Berg.  Just als er auf dem Weg war, den Streckenrekord für GT-Fahrzeuge zu brechen, verlor er den Boliden und zerstörte die Front. Die Klasse ging damit an einen McLaren MP4-12C, der sich gegen die GT-Konkurrenz u.a. aus dem Hause BMW in Form eines Z4 und M6 GT3 und einem Lamborghini Gallardo durchsetzen konnte.

Bergrennen Osnabrück 2017 Michael Bartels

©Oliver Kilimann/racing14.de

Michael Bartels war als Hommage an seinen 2005 verstorbenen Vater Willi Bartels angetreten, der mit über 300 Rennsiegen und zwei GT-Berg-Europameistertiteln der „Bergkönig“ der siebziger Jahre war. Auch beim Osnabrücker Bergrennen war dieser erfolgreich und konnte sich 1978 den Gesamtsieg bei den Tourenwagen sichern.

Vollbesetzt war unterdessen vor allem die Zweiliter-Klasse bei den Tourenwagen, die Patrick Orth mit seinem BMW E30 320is für sich entscheiden konnte. Noch mehr Freude hätten die zahlreichen Zuschauer sicher gehabt, wenn nicht die zahlreichen Unterbrechungen gewesen wären, doch zum 50. Geburtstag wollten halt manche etwas zu viel.

Christian Merli dagegen ist ein Meister seines Fachs und absolvierte den Berg mit einer absoluten neuen Rekordzeit – 51,024 Sekunden benötigte der Osellafahrer – Merli unterbot damit seinen eigenen Rekord um zwei Zehntel. Vielleicht lassen es ja einige nächstes Jahr etwas vorsichtiger angehen, wenn sich hoffentlich ein ähnlich starkes Feld präsentiert. In diesem Sinne, Keep Racing und jetzt noch viel Spaß bei einigen „Berg“-Fotos, die uns Oliver von seinem Besuch vor Ort für racing14 mitgebracht hat.

Ergebnisse Bergrennen Osnabrück 2017 : Gesamt und nach Klassen.

Fotos Copyright: Oliver Kilimann/racing14.de