NASCAR-Best Of Daytona 500 2017

Kurt Busch – Sieger der 59. Ausgabe des Daytona 500

Am Ende war der Auftakt der NASCAR-Saison 2017 ein Ausscheidungsfahren par excellence. Kaum ein Bolide blieb ohne Blessuren, zahlreiche Piloten und Favoriten mussten in Karambolagen frühzeitig das Aus in Kauf nehmen. Aber beim Team von Stewart Haas Racing war man am Ende doch mehr als überglücklich. Kurt Busch sorgte für den ersten Triumph der Mannschaft beim Saisonhighlight zum Start in das neue Jahr. Für Busch war es gleichermaßen der erste Erfolg und Ford freut sich über einem mehr als gelungenen Auftakt der neuen Partnerschaft.

StewartHaas Racing Kurt Busch
©Jared C. Tilton/NASCAR via Getty Images

Der ältere der Busch-Brüder behielt am Ende die Nerven, als sich um ihn herum der ein oder andere mit Spritproblemen aus der Spitzengruppe verabschiedete. Für jetzt nur noch NASCAR-Teamchef Tony Stewart war es zudem ein ganz besonderer Sieg, konnte er doch als Fahrer nie das Daytona 500 gewinnen. Pech hatte auch sein Nachfolger Clint Bowyer, der im #14er Ford Fusion mehr als gut unterwegs war, aber letztlich wie viele andere auch unverschuldet in eine Massenkarambolage geriet.

Top2 Daytona 500 2017
©Jerry Markland/NASCAR via Getty Images – Busch vor Blaney -TOP2 anno 2017 in Daytona

Das neue Rennformat, welches die 500 Meilen in drei Stages einteilt, ist durchaus interessant, geht es doch früher eng zur Sache. Kyle Busch und Kevin Harvick waren die zwei Piloten, die sich Stagewinner nennen durften, aufgrund von Unfällen dann später aber auch keine Rolle mehr spielten. Glück gehörte am ersten NASCAR-Wochenendes des Jahres auf dem Superspeedway in allen Klassen, Trucks, Xfinity und Cup augenscheinlich dazu, um ein gutes Resultat abzuliefern.

Daytona500 2017
©Jerry Markland/NASCAR via Getty Images

Das Rennen in Stages einzuteilen bringt durchaus reichlich Spannungsmomente, nach dem Ende solch eine Etappe gibt es dann Gelb im Feld – das hat dann aber einfach verstärkt Showcharakter und nichts mehr mit klassischen Langstreckenrennen zu tun. Doch anno 2017 will der Zuschauer unterhalten werden, die Show muss stimmen, das erleben wir überall. Die sportliche Wertigkeit solch einer Meisterschaft ist am Ende zumindest fragwürdig.

Kurt Busch Daytona 2017
©Sean Gardner/NASCAR via Getty Images

Ohne Rückspiegel in die Victory Lane

Kurt Busch wird es im Moment egal sein, das Feiern steht nun im Vordergrund. 30 Runden vor dem Ende verabschiedete sich übrigens der Rückspiegel im Wagen mit der #41. Die Flucht nach vorne war aber in diesem Jahr eh die bessere Wahl für alle Piloten. Hinter dem 38-Jährigen Busch durften sich Ryan Blaney und AJ Allmendinger über die Ränge zwei und drei freuen, während sich die Youngster Chase Elliott und Kyle Larson mit den Rängen 14 respektive 12 begnügen mussten, nachdem für beide der Sprit nicht mehr für den Kampf um den Rennsieg ausreichte.

#14 Big One NASCAR
©Jerry Markland/NASCAR via Getty Images

Acht Gelbphasen mussten die 500 Meilen von Daytona in diesem Jahr überstehen, zusätzlich gab es eine Rennunterbrechnug. Auf dem Superspeedway gab es letztes Wochenende reichlich Kaltverformung und man kann nur hoffen, dass sich das Feld beim nächsten Auftritt in Atlanta und den kommenden Rennen wieder etwas beruhigen wird.

Kurt Busch - Tony Stewart
©Jared C. Tilton/NASCAR via Getty Images

Top 10 – Daytona 500 2017

1.Kurt Busch#41
2.Ryan Blaney#210.228
3.AJ Allmendinger#470.419
4.Aric Almirola#431.195
5.Paul Menard#271.564
6.Joey Logano#222.196
7.Kasey Kahne#52.288
8.Michael Waltrip#158.827
9.Matt DiBenedetto#329.452
10.Trevor Bayne#69.582

 

Daytona Speedway
©Jonathan Ferrey/NASCAR via Getty Images
Daytona Green Flag
©Chris Graythen/NASCAR via Getty Images
#41 Stewart-Haas Ford
©Chris Graythen/NASCAR via Getty Images
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