Blick ins Feld vor den 24 Stunden 2017

24 Stunden

©Toyota Gazoo Racing

Vor den 24 Stunden – Blick auf die SP3T – Lexus, Subaru und Hyundai

Abseits der großen GT3-Schlacht an der Gesamtspitze bieten die 24 Stunden auf dem Nürburgring immer noch viele Geschichten und interessante Fahrzeuge im Feld der anderen Wertungsklassen, die zu Unrecht oft ein wenig untergehen. Zeit, an dieser Stelle einmal auf den ein oder anderen näher einzugehen.

Toyota Gazoo Racing schickt in diesem Jahr den Lexus RC wieder auf die Hatz zweimal rund um die Uhr. Damit ist man zum 11. Mal in Folge bei den 24 Stunden vertreten. Der Bolide geht in der Klasse SP3 T an den Start und ist hier sicherlich einer der Favoriten auf den Klassensieg, aber auch hier gilt es erstmal die Renndauer zu überstehen. Im letzten Jahr hatte man Probleme mit dem Antrieb und die Mannschaft kämpfte 13 Stunden lang, den Lexus wieder fit für die Nordschleife zu bekommen, am Ende musste man jedoch aufgeben.

Das soll 2017 besser werden, nach vielen Tests läuft der Lexus RC deutlich runder, auch schon bei den VLN-Läufen in diesem Jahr. Die Fahrerkombination kommt ganz japanisch daher – Takuto Iguchi, Takamitsu Matsui, Naoya Gamo und Hisashi Yabuki wechseln sich am Steuer der Startnummer 170 ab. Der Lexus konnte die beiden bisherigen Läufe in der VLN-Saison 207 für sich entscheiden, die Konkurrenz kommt zum 24 Stunden-Rennen allerdings geballt daher.

Lexus RC

©Toyota Gazoo Racing

Der Subaru WRS STI konnte in der Grünen Hölle schon einige Male überraschen, bei den 24 Stunden teilen sich das Cockpit Carlo van Dam, Marcel Lasse, Tim Schrick und Hideko Yamauchi. Subaru konnte innerhalb von sechs Jahren viermal die Klasse gewinnen – 2011, 2012 und in den letzten beiden Jahren stand man ganz oben. 2017 möchte man einen weiteren Sieg einfahren, die SP3T wird auf jeden Fall eine spannende Angelegenheit.

Ebenfalls in der Wertungsklasse mit am Start ist das Team von LMS Engineering, das einen Audi TT RS2 für Stefan Wieninger und Ulrich Andree einsetzt. Und ein weiterer Hersteller mischt hier mit – Hyundai geht in diesem Jahr einen neuen Weg. Nachdem man in den letzen Jahren mit dem Veloster und dem i30 Turbo erfolgreich in der SP2T unterwegs war, ist man in diesem Jahr ebenfalls in der SP3T unterwegs.

Hyundai Nürburgring

©Racepicture.de via Hyundai

Der Klassensieg steht für den südkoreanischen Hersteller aber nicht im Fokus – zwei neue Hyundai i30 N sollen die 24 Stunden in der Grünen Hölle erfolgreich absolvieren. Die beiden Fahrzeuge sind seriennah unterwegs, hier soll die Technik der neuen sportlichen Straßenversion des i30 im Vordergrund stehen, der noch in diesem Jahr auf dem Markt erscheint.

Ein i30 N wird pilotiert von Vincent Radermecker, Stuart Leonard, Christian Gebhardt und Pieter Schothorst, der andere von den beiden Südkoreanern Jae-kyun Kim und Jong-hyuk Kwon Südkorea, daneben vertraut man den Fahrkpmsten von Bruno Beulen und Jens Dralle.

Opel Calibra Nurburgring

©racing14.de

SP3 – Vom Klassiker bis hin zum Exoten

In der Wertungsklasse SP3 taucht auch wieder ein alter Bekannter auf, der Opel Manta von Kissling Motorsport/Team Beckmann trifft hier auf zwei Opel Calibra vom TJ – Racing -Team, zahlreiche Renault Clio und auch zwei Exoten. Das Toyota Gazoo Racing Team Thailand tritt mit zwei Corolla Altis an, solche Boliden sieht man auch nicht alle Tage.

NEXEN Mini

©BRFOTO-Dirk Reiter

SP2T – Nexen Mini bereit für die 24 Stunden

Während sich Hyundai in die SP3T aufgemacht hat, stehen die Chancen auf einen Sieg des NEXEN Mini in der Wertungsklasse SP2T gut.  Das Team konnte mittlerweile seinen Fahrerkader komplettieren – Fredrik Lestrup wird neben Ralph Zensen, Ralph Beck und Fabian Peitzmeier ins Lenkrad des 250 PS starken Fronttrieblers greifen.

„Mit Fredrik haben wir besonders schlagkräftige Unterstützung gefunden – am Steuer eines Mini JCW setzt er sicherlich Maßstäbe“, so Ralf Zensen. „Aber unsere Hauptaufgabe während des 24-Stunden-Rennens wird sein, das Auto erst einmal ins Ziel zu bringen – und da kommt es nicht allein auf Schnelligkeit an, es zählt auch Cleverness und Umsicht. Mit Fredrik, Fabian, Ralph und mir haben wir eine interessante Mischung aus Erfahrung und Routine, purem Speed und Talent im Auto sitzen. Wenn wir heil über die Runden kommen, wäre der Klassensieg eine schöne Belohnung.“

Das ist nur ein kleiner Auszug auf einige Klassenkämpfe beim 24h-Rennen – der Blick auf das Feld abseits der GT3-Meute ist aber in jedem Fall lohnenswert. In diesem Sinne, Keep Racing!

PS: Rund um das 24 Stunden – Rahmenprogramm für Zuschauer