Dakar 2017 – Rekordsieg für Stéphane Peterhansel

Für Peugeot war die Dakar ein fast perfekter Durchmarsch. Lediglich der Abflug von Carlos Sainz trübte etwas das Bild, der Spanier blieb bei seinem spektakulären Überschlag aber unverletzt, musste nur danach die Dakar anno 2017 aufgeben. Danach stand das Duell Peterhansel gegen Loeb im Vordergrund.

Der erste Sieg des Rallye-Rekordweltmeisters bei der Marathon-Rallye muss aber noch auf sich warten lassen, obwohl man nach Etappe 10 zunächst schon mit dem Triumph von Sébastien Loeb rechnen musste. Peterhansel war hier mit seinem 3008DKR-Buggy nach 83 Kilometern mit dem Slowenen Simon Marcic kollidiert, der mit seinem Motorrad durch einen Navigationsfehler falsch unterwegs war.

Dakar2017
©Peugeot Sport Media

Peterhansel wartete vor Ort, bis die ersten Helfer bei Marcic eintrafen und konnte seine Fahrt erst danach wieder fortsetzen. Die verlor gegangene Zeit bekam er aber aufgrund einer Ausnahmeregelung wieder gut geschrieben und konnte so die Führung halten. Seinen Vorsprung konnte er danach über die restlichen Etappen retten, obwohl Loeb alles gab.

Für Stéphane Peterhansel ist es bereits der 13 Gesamtsieg bei der Dakar. Sechsmal war er hier auf zwei Rädern erfolgreich, jetzt zum siebten Mal im Automobil. Der Franzose ist mittlerweile 51 Jahre alt, aber immer noch schnell genug, von der Erfahrung müssen wir sicher nicht sprechen.

3-fach Triumph bei der Dakar - Peugeot Sport
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Die 2017er Ausgabe der Rallye Dakar hatte es in sich und war deutlich schwerer als noch die Vorjahresausgabe, wo doch einige Stimmen laut wurden, dass es anno 2016 zu leicht war. Das konnte man in diesem Jahr nicht behaupten. Eines war aber offensichtlich, das Buggy-Konzept von Peugeot hatte deutliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz auf den gefahrenen Strecken.

Mit einem komplett neuen 3008 DKR ging die Truppe an den Start, der 3-Liter V6 Twin-Turbo-Diesel leistet rund 340 PS – bei Mini und Toyota hatte man mit den Fahrzeugen auf Basis des Countryman und dem Hilux trotz Allradantrieb keine Chance. Hinter Peterhansel und Loeb vervollständigte Cyril Depres den totalen Peugeot-Triumph.

Allrad hilft derzeit nicht gegen die heckangetriebene Buggy-Konkurrenz, dass musste auch das deutsche X-raid Team feststellen. Konnte man noch zwischen 2012 und 2015 die Rallye Dakar für sich entscheiden, hatte man einfach reglementsbedingt auf den schnellen und welligen Streckenabschnitten mit dem Mini John Cooper Works Rally-Boliden das Nachsehen. Man musste sich zudem auch der Truppe von Toyota geschlagen geben, die mit ihren V8-Benzinern auf den Gesamträngen 4 und 5 einliefen.

Peugeot 3008 DKR
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Die Dakar blieb in diesem Jahr von tödlichen Unfällen verschont, das ist mit Blick auf die letzten Jahre sicher eine positive Ausnahme. Gefährliche Situationen gab es aber dennoch zur Genüge bei einem der letzten verbleibenden großen Motorsport-Abenteuer. In diesem Sinne, Keep Rallying!

Gesamtklassement Dakar 2017 – Endergebnis

01. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot 28:49.30 Std.
02. Sébastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot +5.13 Minuten
03. Cyril Despres/David Castera, Peugeot +33.28 Minuten
04. Nani Roma/Alex Haro Bravo, Toyota+1:16.43
05. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, Toyota +1:49.48
06. Orlando Terranova/Andreas Schulz, Mini +1:52.31
07. Jakub Przygonski/Tom Colsoul, Mini +4:17.47
08. Romain Dumas/Alain Guehennec, Peugeot +4:24.01
09. Conrad Rautenbach/Robert Howie, Toyota +4:40.13
10. Mohammed Abu-Issa/Xavier Panseri, Mini +4:53.30

Dakar 2017
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