DRM – ADAC Rallye Niedersachsen – Debütsieg für Dinkel

DRM ADAC Rallye Niedersachsen 2017 Dominik DInkel
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DRM Rallye Niedersachsen – Dinkel-Debütsieg und Titelentscheidung vertagt

Bei der ADAC Rallye Niedersachsen gab es ein Debüt zu feiern. Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Kohl jubelten an diesem Wochenende über ihren ersten Erfolg in der Deutschen Rallye Meisterschaft. Wechselnde Witterungsbedingungen mit teils heftigen Regenschauern machten die Rallye dabei extrem spannend.

Den siebten von acht Saisonläufen gewann das Duo Dinkel/Kohl im Skoda Fabia R5 nach insgesamt 13 Wertungsprüfungen über 117,46 Kilometer rund um Osterode am Harz in 1:06:52,7 Stunden. Mit Rang zwei feierten René Mandel/Dennis Zenz unterdessen eine gelungene Premiere im Hyundai i20 R5.

Die amtierenden Meister Fabian Kreim/Frank Christian verloren nach einem Ausrutscher die Führung und fuhren im Skoda Fabia R5 am Ende nur auf Rang drei. Durch den Sieg schob sich Dinkel mit nun 117 Punkten auf Rang zwei der DRM-Wertung, einen Zähler vor Mandel (116). Kreim bleibt mit 138 Punkten an der Spitze, beim Finale bei der ADAC 3-Städte-Rallye Ende Oktober haben alle drei noch Chancen auf den Titel.

Rene Mandel Hyundai i20 R5 Rallye Niedersachsen
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Dinkel siegt im Dreikampf

„Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren, dass es jetzt doch mit dem ersten DRM-Gesamtsieg geklappt hat. Wir sind in der Saison schon mehrmals daran vorbeigeschrammt, aber hier hat es endlich funktioniert“, strahlte Dinkel im Ziel. „Ich kann allen die mich unterstützen nur riesig danken – jetzt freuen wir uns auf das große Finale bei der ADAC 3-Städte-Rallye.“

Vom Start weg ging Kreim an die Spitze, allerdings immer in Schlagdistanz gefolgt von Dinkel und Mandel. Die Bestzeitenwertung zeigt je fünf schnellste Zeiten für Kreim und Mandel, Sieger Dinkel lag viermal an der Spitze des Feldes. Wechselnde Straßenverhältnisse durch Regenschauer, falsche Griffe in die Reifenkiste und individuelle Fehler sorgten im gesamten Feld für Verschiebungen.

„Die ganze Rallye war sehr spannend, vor allem zwischen uns drei an der Spitze ging es richtig zur Sache, jeder wollte gewinnen. Das war bis zum Schluss richtig knapp“, sagte Dinkel im Ziel. Mit etwas Abstand war auch Mandel mit seiner Premiere im Hyundai i20 R5 zufrieden. „Das Auto ist der Wahnsinn. Es fährt sich einfach Klasse und es macht richtig viel Laune. Ich habe ein paar Fahrfehler im Laufe der Rallye gemacht, das hat unter dem Strich viel Zeit gekostet und ist ärgerlich. Wir haben alles gegeben, heute lag es einfach an mir.“

Rallye Niedersachsen Fabian Kreim
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Ausrutscher sorgt für Titelentscheidung beim Saisonfinale

Kreim verlor den Sieg und die Chance auf die vorzeitige Verteidigung des Meistertitels durch einen Ausrutscher in der neunten WP. „Vielen Dank an alle Fans und Zuschauer die uns an der Stelle geholfen haben aus dem Graben zu kommen, ohne die wären wir nicht auf Platz drei ins Ziel gekommen. Dennoch haben wir wichtige Punkte für den dritten Rang mitgenommen und die Meisterschaftsentscheidung wird jetzt auf die ADAC 3-Städte-Rallye vertagt. Ein Lob geht an den Veranstalter, wir hatten tolle Prüfungen mit offenen Cuts und ohne Baken, so macht das Rallyefahren Spaß“.

Den schwedischen Gaststarter Emil Bergkvist und seinen norwegischen Co Ola Floene warf ein Ausritt unmittelbar nach dem Ziel der ersten Freitags-WP schon aussichtslos zurück. Im Peugeot 208 T16 R5 vom Team Peugeot Deutschland Romo gingen sie auf der Samstagsetappe wieder an den Start, hatten aber keinerlei Chance mehr, in den Kampf um die Podestplätze mitzumischen.

Nach zuletzt drei DRM-Siegen in Serie musste sich Fabian Kreim an diesem Wochenende nun einmal wieder hinten anstellen, dennoch bleibt er natürlich klarer Titelfavorit.

„Glückwunsch an Dominik Dinkel und Christina Kohl. Sie haben heute für Skoda die Kohlen aus dem Feuer geholt und damit die Siegesserie unserer Marke hier im Harz fortgesetzt. Für unser Team hat sich hingegen die Motorsportweisheit – to finish first, you first have to finish-  leider als richtig erwiesen. Wir konnten den ersten Matchball im Titelkampf nicht verwandeln, die nach acht von 13 Wertungsprüfungen schon zum Greifen nahe Meisterschaft ist uns auf grüner Wiese buchstäblich durch die Hände gerutscht. Fabian und Frank waren bewusst defensiv unterwegs, trotzdem passierte der Fehler. Schlecht für uns, gut für die Meisterschaft. Nun bekommen Fahrer und Fans doch ein alles entscheidendes Finale bei der 3-Städte-Rallye. Wir werden bereit sein, den zweiten Matchball in einen Sieg umzusetzen“, so Andreas Leue, Teamleiter Motorsport und Tradition bei Skoda Auto Deutschland.

Das Duo Kreim/Christian visiert im FABIA R5 den siebten Titel für die Marke in der DRM an, womit Skoda allein der erfolgreichste Autohersteller in der Geschichte des nationalen Championats werden könnte. Das Fahrerduo Matthias Kahle/Peter Göbel dominierte mit Octavia WRCC, Fabia WRC sowie mit dem Fabia Super 2000 über fast ein Jahrzehnt die nationale Meisterschaft.

Vier Meistertitel (2002, 2004, 2005 und 2010) sowie der Gewinn der Deutschen Rallye-Serie 2006 schlugen für Kahle/Göbel zu Buche. 2012 holten Mark Wallenwein/Stefan Kopczyk, ebenfalls im Fabia Super 2000, einen weiteren deutschen Meistertitel für Skoda. Kreim/Christian können sich nach 2016 zum zweiten Mal zum Champion krönen.

ADAC Rallye Niedersachsen 2017 – 2WD-Wertung erneut an Mohe

DRM 2017 2WD
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In der 2WD-Wertung ging erneut kein Weg an Carsten Mohe (Renault Clio R3T) vorbei, „es war ein hartes Stück Arbeit, aber letztlich lief alles nach Plan.“ Zufrieden war auch Sebastian von Gartzen im Citroen DS3 R3T mit Rang zwei, „dafür, dass wir erstmals mit dem Auto im Regen unterwegs waren, ist das ein tolles Resultat.“ Um seinen dritten 2WD-Platz musste Konstantin Keil noch zittern, „einerseits ist es toll, Carsten (Mohe) eine Bestzeit abzuluchsen, ab der Hälfte der Rallye hatten wir jedoch ein Problem mit der Kupplung. Am Start jeder WP hat uns das viel Zeit gekostet, aber wir konnten den dritten Platz ins Ziel retten.“

ADAC Rallye Niedersachsen – DRM-Endstand

1. Dinkel/Kohl, Skoda Fabia R5 1:06.52,7 Std.
2. Mandel/Zenz, Hyundai i20 R5 + 0.19,6 Min.
3. Kreim/Christian, Skoda Fabia R5 + 2.35,1 Min.
4. Mohe/Hirsch, Renault Clio R3T + 4.58,5 Min.
5. von Gartzen/Loth, Citroën DS3 R3T + 5.32,5 Min.

Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM) 2017

03.03. – 04.03.2017 Saarland-Pfalz
07.04. – 08.04.2017 Vogelsberg/Hessen
05.05. – 06.05.2017 Sulingen
26.05. – 27.05.2017 Sachsen
23.06. – 24.06.2017 Stemwede
04.08. – 05.08.2017 Thüringen
08.09. – 09.09.2017 Niedersachsen 
20.10. – 21.10.2017 3-Städte

Fabian Kreim DRM
©ŠKODA AUTO Deutschland
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