DRM Auftakt 2018 – Tempestini siegreich

DRM-Saisonstart 2018 – ADAC Saarland-Pfalz Rallye – Simone Tempestini gewinnt

Bei der diesjährigen Saarland-Pfalz Rallye fanden die Piloten alles andere als einfache Witterungsbedingungen vor. Schnee und Eis sorgten für ein wahres Monte-Flair rund um St. Wendel im Saarland.

Für einen ging der Saisonstart dann aber gleichmal ganz daneben. Titelaspirant Marijan Griebel musste schon schnell die Hoffnungen auf ein gutes Resultat begraben, allerdings lag es nicht am fahrerischen Können des Peugeot-Piloten.  Sein 208 T16 litt an Leistungsverlust, schon den Shakedown musste man abbrechen. Nach dem Auslassen der ersten Prüfung fand man den Fehler beim Allradler aber nicht, so dass ein geplanter Neustart am Folgetag abgesagt werden musste. So hatte Griebel sich seinen Saisonauftakt sicher nicht vorgestellt.

DRM 2018 Citoren DS3 R5
© alex@koerbs.com via ADAC Motorsport – Tempestini

Gaststarter Tempestini unschlagbar – Dominik Dinkel auf Rang 2

Simone Tempestini, der bei seinem Testlauf in der DRM für die Rumänische und Italienische Rallyemeisterschaft trainierte, kam am besten mit den schwierigen Bedingungen zurecht und verwies die deutsche Konkurrenz mit seinem Citroën DS3 R5 auf die Plätze.

Bereits ab der ersten Wertungsprüfung (WP) übernahm er die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. „Für unser neues Team und meinen neuen Co-Piloten war es ein optimaler Test. Mir hat es hier sehr gefallen und ich komme gerne wieder“, erklärte Tempestini im Ziel. Hinter dem rumänischen Team zeichnete sich zunächst ein Zweikampf zwischen Björn Sartorius (Subaru Impreza WRX) und Dominik Dinkel ab, der nach einem Ausritt von Sartorius auf der WP 7 zugunsten von Dinkel endete.

ADAC Saarland Pfalz Rallye
©ADAC Motorsport – Dominik Dinkel

Das Team von Brose Motorsport war konstant schnell unterwegs und sicherte sich vier WP-Bestzeiten. „Ich bin sehr froh hier im Ziel zu stehen. Wir haben mit unserem zweiten Platz wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt und konnten uns auf der abschließenden Powerstage vier Zusatzpunkte sichern. Kurz vor dem Ziel kamen wir noch etwas ins Schwitzen, da wir noch technische Probleme bekamen“, berichtete Dinkel im Ziel. Gut gelaunt zeigte sich nach der Rallye der drittplatzierte Ron Schumann: „Ich bin froh, dass wir nirgendwo volles Risiko gegangen sind, was sich jetzt ausgezahlt hat. Mit wenigen Ausritten und ohne größere Schäden stehen wir mit einem guten Podestplatz im Ziel. So kann es in dieser Saison gerne weiter gehen.“

Schnellster der 2-WD-Wertung war Tom Kristensson, der bei seiner Premiere im Werks-Opel wichtige Erkenntnisse sammelte: „Die Bedingungen hier waren recht schwer, aber gut, um viele Erkenntnisse über Fahrwerk und Reifen zu sammeln. Wir freuen uns über unseren Sieg und möchten ähnlich gut in die neue Saison der Rallye Europameisterschaft starten.“

Mitsubishi Lancer
©ADAC Motorsport

Starke Lokalmatadoren

Schnellste Saarländer waren Andreas Brocker/Sabrina Woll im Mitsubishi Lancer auf dem fünften Rang. Brocker zeigte sich überglücklich im Ziel: „Ich hätte nie gedacht, auf den fünften Gesamtrang zu fahren. Uns ist es gelungen, möglichst wenig Fehler zu machen.

Neben Brocker zeigten sich weitere Lokalmatadore bei ihrer Heimveranstaltung von ihrer besten Seite. Roman Schwedt/Christoph Gerlich glänzten mit sieben Top-Drei-Zeiten auf den Wertungsprüfungen. Nach einem Ausfall mit technischen Defekt am Freitagabend startete das Peugeot-Team am Samstag eine Aufholjagd, die am Ende mit Platz 14 belohnt werden sollte. „Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit dem Allrad-Peugeot hier unterwegs zu sein. Wir haben gerade bei diesen schwierigen Bedingungen viel über das Auto gelernt. Wir blicken jetzt positiv auf den kommenden Lauf in Sulingen und werden dort erneut unser Bestes geben“, erklärte der 19jährige im Ziel der Veranstaltung. Zufrieden zeigte sich auch Uwe Gropp bei seiner Premiere im DS3 R5, der am Ende den 16. Gesamtrang belegte.

Opel Adam Rallye Cup
©ADAC Motorsport

Saisonstart ADAC Opel Rallye Cup 2018

Die Teams aus dem ADAC Opel Rallye Cup trotzten den widrigen Bedingungen erfolgreich. Nach einem spannenden Kampf setzten sich die Esten Karl-Martin Volver/Marten Madissoo gegen das schwedische Duo Elias Lundberg/David Arhusiander durch, die nach den völlig verschneiten Freitags-Prüfungen noch souverän an der Spitze des Opel-Feldes gelegen hatten.

Mit Rang drei feierten der Luxemburger Grégoire Munster und sein belgischer Copilot Johan Jalet ihren ersten Podestplatz im ADAC Opel Rallye Cup, dicht gefolgt von Cup-Heimkehrer Felix Griebel und seinem Beifahrer Sascha Altekrüger, die sich als bestplatziertes deutsches Team auf Rang vier feiern lassen durften. Bemerkenswert: Volver belegte als bestplatzierter Pilot eines zweiradgetriebenen Fahrzeugs inmitten von teilweise doppelt so starken Allrad-Boliden den vierten Rang in der Gesamtwertung der ADAC Saarland-Pfalz Rallye.

Für die DRM geht es jetzt erst Anfang Mai mit der Rallye Rund um die Sulinger Bärenklaue in den nächsten Wertungslauf. In diesem Sinne, Keep Rallying!

Top 5-Ergebnis DRM ADAC Saarland-Pfalz Rallye 2018

1.Tempestini/ ItuCitroën DS3 R51:32:35.6
2.Dinkel/KohlŠkoda Fabia R5+0:29.1
3.Schumann/ CentnerMitsubishi Lancer Evo+4:14.9
4.Volver/MartinOpel Adam Cup+7:03.7
5.Brocker/WollMitsubishi Lancer Evo VII+7:28.9