DRM – Griebel gewinnt Rallye Wartburg

DRM Griebel
©Peugeot Kommunikation

Marijan Griebel  – DRM-Debütsieg mit Peugeot

Marijan Griebel hat die ADAC Rallye Wartburg für sich entschieden und damit seinen ersten DRM-Sieg im Romo Peugeot 208 T16 gefeiert. Mit einem Vorsprung von rund 20 und 32,2 Sekunden verwies er die Skoda-Konkurrenz von Christian Riedemann und Dominik Dinkel auf die Plätze zwei und drei.

Mit dem dritten Rang verteidigte Dominik Dinkel unterdessen mit 91 Punkten knapp seine Führung in der DRM vor Marijan Griebel (85 Punkte) und Christian Riedemann (83 Punkte). Es bleibt also in der Deutschen Rallye-Meisterschaft spannender als noch zu Beginn des Jahres erwartet.

Die 2WD-Wertung für das schnellste Fahrzeug mit nur einer angetriebenen Achse entschied derweil Hermann Gassner jr. im Toyota GT 86 CS-R3 für sich und baute damit die Führung in der Meisterschaft weiter aus. Hunderte Rallye-Fans feierten bereits am Donnerstagabend bei der Fahrervorstellung ihre Teams am Marktplatz in Eisenach. Ein Highlight war sicherlich die Nachtprüfung im Cosmodrom, die von tausenden Zuschauern besucht wurde.

DRM Wartburg 2018
©ADAC Motorsport – Rang 2 für Christian Riedemann

Spannender Dreikampf an der Spitze der DRM

Mit seinem ersten Saisonsieg für das Team Romo Peugeot beendete Marijan Griebel die ADAC Rallye Wartburg. „Wir wussten bereits im Vorfeld, dass diese Veranstaltung uns und dem Peugeot von der Streckencharakteristik sehr entgegenkommt. Wenn wir eine Rallye gewinnen können, dann sicherlich diese“, so Griebel.

Mit drei Bestzeiten am Freitag sicherte er sich den Tagessieg und setzte sich dabei souverän gegen seine beiden Skoda-Mitbewerber durch. „Wenn wir am Samstag nach den ersten beiden Prüfungen noch in Führung liegen, wird der Gesamtsieg realistisch“, erklärte Griebel im Etappenziel.

Riedemann konterte am Samstag mit vier Bestzeiten, konnte seinen Rückstand jedoch nur für kurze Zeit verringern. Auch Dinkel erhöhte am Samstagmittag den Druck auf seine beiden Konkurrenten und verringerte den Abstand auf die beiden Führenden. Ein spannender Dreikampf auf den letzten drei Prüfungen war vorprogrammiert.

Griebel hielt dem Druck seiner beiden Verfolger bis zum Ziel stand und gewann für Peugeot seinen ersten DRM-Lauf. „Wir haben gerade am Mittag noch mal alles gegeben. Mich freut es besonders für das gesamte Team, dass wir nach einer langen Durststrecke den Sieg hier einfahren konnten. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, fahrerisch war das nahezu perfekt“, strahlte der Peugeot-Pilot.

Rallye Wartburg Griebel Peugeot
©Peugeot Kommunikation – Griebel im Peugeot 208 T16

„Was für ein großartiger Auftritt! Herzlichen Glückwunsch“, jubelte auch Steffen Raschig, seines Zeichens Geschäftsführer von Peugeot Deutschland. „Marijan, Alex und das gesamte Team Peugeot Romo haben eine extrem starke Leistung gezeigt und das bei einer der schwierigsten Rallye des Jahres. Jetzt freuen wir uns umso mehr auf ein spannendes Saisonfinale!“

Mit einem Rückstand von 20 Sekunden wurde Christian Riedemann Zweiter: „Glückwunsch an Marijan, der hier sicherlich eine tolle Rallye gefahren ist. Bei uns hat soweit alles gepasst. Als am Mittag jedoch der Regen einsetzte, war ich vielleicht ein bisschen zu vorsichtig. Für die letzten drei Läufe wird es nochmals richtig spannend.“

Bis zum Schluss hatte auch Dominik Dinkel alles gegeben und zeigte sich im Ziel kämpferisch: „Der Plan war eigentlich zu gewinnen. Ich habe zunächst nicht richtig in die Rallye hineingefunden. Danach bin ich noch ein paar gute Zeiten gefahren – aber irgendwie hat es hier nicht ganz gepasst. Daher ging es für uns um Schadensbegrenzung“, so Dinkel.

Dominik Dinkel ADAC Rallye Wartburg
©ADAC Motorsport – DRM-Führung verteidigt: Dominik Dinkel

Gassner jr. gewinnt 2WD-Wertung

Spannende Kämpfe lieferten sich auch die Piloten in der Wertung der Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse. Am Freitagabend gingen zunächst Sesks/Renars (beide Lettland) mit ihrem Opel Adam R2 in Führung, bis sie am Samstagmorgen nach einem Unfall auf der zweiten Wertungsprüfung aufgeben mussten.

Danach übernahmen Hermann Gassner jr./Ursula Mayrhofer die Führung und gewannen am Ende mit einem Vorsprung von über einer Minute vor Tom Kristensson/Henrik Appelskog (Opel Adam R2) die 2WD-Wertung. „Sesks ist am Freitag mit dem Opel echt stark unterwegs gewesen. Wir haben uns heute gut steigern und unseren Rhythmus finden können. Der Regen hat es heute Mittag noch mal spannend gemacht“, so Gassner jr.. Damit führt der Surheimer das 2WD-Championat mit 100 Punkten vor den DS3-Piloten Armin Holz (59 Punkte) und Konstantin Keil (55 Pkt.) an.

DRM Rallye Wartburg Gassner jr.
©ADAC Motorsport

Grégoire Munster siegt im ADAC Opel Rallye Cup

Zahlreiche Führungswechsel gab es unterdessen zu Beginn im Opel Rallye Cup zwischen Grégoire Munster/Johan Jalet und Karl-Martin Volver/Marten Madissoo. Munster beendete nach einem harten Kampf den ersten Tag mit einem Vorsprung von nur 0,2 Sekunden vor Volver. Ein Antriebswellenschaden bei Volver verhinderte am Samstagvormittag eine Fortsetzung des Zweikampfs.

Somit konnte Grégoire Munster seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen und gewann nach insgesamt 130 Wertungsprüfungs-Kilometern auf 13 Prüfungen mit 17,7 Sekunden vor den Schweden Elias Lundberg/David Arhusiander. „Ich bin richtig happy. Wir haben früh unseren Rhythmus gefunden und konnten so gute Zeiten fahren. Wir haben in dieser Saison hart gearbeitet und viel trainiert – so möchten wir jetzt auch den Rest der Saison absolvieren“, so Grégoire Munster.

Beste Deutsche wurden Nico Knacker/Enrico Flores-Tigo, die dank eines guten dritten Platzes den fünften Gesamtrang in der Meisterschaft verteidigen konnten. Lundberg führt jetzt nach vier Läufen den ADAC Opel Rallye Cup mit 167 Punkten vor Grégoire Munster (127 Punkte) und Romain Delhez (99 Punkte) an, der Vierter wurde.

Der nächste Schlagabtausch in der DRM steht jetzt am 07. und 08. September mit der Rallye Niedersachsen auf dem Programm. In diesem Sinne, Keep Rallying!

Ergebnis ADAC Rallye Wartburg

1. Griebel/Rath, Peugeot 208 T16 1:11.33,2 Std.
2. Riedemann/Wenzel, Škoda Fabia R5 +20,0 Sek.
3. Dinkel/Fürst, Škoda Fabia R5 +32.2 Sek.
4. Mohe/Hirsch, Renault Mégane Maxi +3.56.8 Min.
5. Schwedt/Gerlich, Peugeot 207 S2000 +4.41.6 Min.
6. Ramonat/Phieler, Mitsubishi Lancer Evo VII +5.11.6 Min.
7. Gassner jun./Mayrhofer, Toyota GT86 CS-R3 +5.22.0 Min.
8. Gropengiesser/Annemüller, Škoda Fabia R5 +5.42.1 Min.
9. Rostek/Braun, Mitsubishi Lancer Evo X +5.57.4 Min.
10. Wild/Otterbach, BMW M3 +6.26.6 Min.