DRM – Rallye Sulingen – Dinkel-Sieg und Comeback

DRM Rallye Sulingen

©ADAC Motorsport/ Redaktionsbüro Hahn – Sieger Dinkel

DRM – Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“

Während der amtierende Meister der DRM, Fabian Kreim, in der Europameisterschaft immer besser in Fahrt kommt, ging es mit der Suche nach seinem Nachfolger beim zweiten Lauf des Jahres in der DRM bei der Rallye Sulingen weiter.

Neben Dominik Dinkel stand vor allem der Auftritt von Christian Riedemann im Fokus, der nach einjähriger Zwangspause ein gelungenes Comeback feiern konnte. Riedemann und Co-Pilot Wenzel waren im Vorjahr bei der Rallye Vogelsberg schwer verletzt worden, damals schien eine Rückkehr in einen Rallye-Boliden noch sehr unwahrscheinlich. Das Comeback startete für das Duo Riedemann/Wenzel dann gleich mal mit der Bestzeit auf der ersten WP.

Dominik Dinkel Skoda Fabia R5

©ADAC Motorsport

Mit insgesamt sieben R5-Allradboliden war das Teilnehmerfeld der DRM stark besetzt. Drei Führungswechsel auf den ersten drei Prüfungen am Freitagabend versprachen einen spannenden Kampf und zeigten die Leistungsdichte der Top-Teams.

Mit seiner Bestzeit auf der Auftaktprüfung gelang Christian Riedemann zunächst natürlich der perfekte Start, womit er genau 390 Tage nach seinem Unfall ein eindrucksvolles Comeback feierte. Die Freude über die Führung weilte jedoch nur kurze Zeit, da der Sulinger nach einem Fahrfehler bei einer Wasserdurchfahrt auf dem heimischen Rundkurs 30 Sekunden einbüßte.

„Meine letzte Portugal-Rallye mit einer ähnlichen Wasserdurchfahrt liegt schon einige Jahre zurück“, scherzte Riedemann am Ende der Tagesetappe. Unterdessen erlaubte sich Dominik Dinkel auf den ersten drei Prüfungen keine Fehler und beendete somit den ersten Tag als Gesamtführender.

Christian Riedemann

©ADAC Motorsport – Christian Riedemann

Am Samstag begann dann die Aufholjagd von Riedemann. Mit insgesamt neun Bestzeiten kämpfte sich der Sulinger zurück an die Spitze und lag am Nachmittag nur noch weniger als zehn Sekunden hinter Dinkel. Dank konstant schneller Zeiten gelang es Dinkel seinen knappen Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen und das Duell für sich zu entscheiden.

„Am Ende wurde es sehr knapp für uns. Christian hat uns wie erwartet auf dem IVG-Gelände jeweils zehn Sekunden abgenommen und uns auch auf den anderen Prüfungen unter Druck gesetzt. Am Ende war es nervenaufreibend, weil ich an den Sieg aber auch an die Meisterschaftspunkte dachte. Schlussendlich ist zum Glück alles perfekt gelaufen. Ich freue mich sehr über diesen Sieg“, so Dinkel im Ziel.

Zufrieden zeigte sich auch Riedemann nach seiner Rückkehr: „Ein tolles Gefühl nach so langer Zeit so ein großartiges Comeback zu feiern. Neun Bestzeiten sprechen für sich und machen Lust auf mehr. Ohne den Fehler hätte es vielleicht sogar für den Sieg gereicht. Ob ich beim kommenden Lauf in Sachsen fahren werde, entscheidet sich in den nächsten Tagen“.

Rallye Sulingen Griebel Peugeot

©ADAC Motorsport

Marijan Griebel auf dem Podium

Ein spannendes Duell um Platz drei lieferten sich Marijan Griebel/Alexander Rath im Peugeot 208 T16 R5 und Herman Kobus/Erik de Wild (beide Niederlande) im Skoda Fabia R5. Die zwei Kontrahenten trennten bis zum Schluss nur wenige Sekunden.

Nach einem harten Kampf fiel die Entscheidung erst auf der letzten WP. Mit lediglich einer Zehntelsekunde Vorsprung erreichte Griebel das Ziel in Sulingen auf dem letzten Podiusmrang. „Die letzte Prüfung war wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Viel mehr ging da nicht. Ein toller Erfolg für mich, aber auch natürlich für das Team. Ich bin super zufrieden und konzentriere mich ab morgen auf unseren nächsten Lauf in Sachsen“, so der Peugeot-Pilot.

Bei ihrer Asphalt-Premiere auf einem R5-Allradfahrzeug belegten Carsten Mohe/Alexander Hirsch im Skoda Fabia R5 einen starken fünften Platz. Auch die Niederländer Kevin van Deijne und Kris Botson überzeugten bei ihrem Gaststart im Ford Fiesta R5 und beendeten die Veranstaltung als sechste.

Podium Sulingen 2018 DRM

©ADAC Motorsport – Dier ersten Drei

de Winkel gewinnt 2WD-Wertung

In der 2WD-Wertung der DRM ergab sich früh ein weiteres deutsch-niederländisches Duell zwischen Herrmann Gassner jr. im heckgetriebenen Toyota GT86 CS-R3 und Jan de Winkel im Renault Clio R3. Wegen eines Defektes am Krümmer kämpften Gassner Jr. und Ursula Mayrhofer mit Leistungsverlusten und verloren Zeit.

DRM Sulingen

©ADAC Motorsport

Nach gelungener Reparatur im Schlussservice am Freitagabend begannen beide am Samstagvormittag ihre Aufholjagd. Nach fünf Wertungsprüfungen hatten beide die Führung zurückerobert, wurden jedoch auf der folgenden Prüfung durch einen technischen Defekt zur Aufgabe gezwungen. Jan de Winkel übernahm daraufhin die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab.

Nächster Halt der DRM ist jetzt die AvD Sachsen Rallye vom 25.-26. Mai 2018. In diesem Sinne, Keep Rallying!