Nascar Whelen Euro – BestOf 2015

NWES Champion 2015 Ander Vilarino
©NASCAR Whelen Euro Series – Ander Vilarino zum Dritten – Champion 2015

Euro NASCAR – BestOf 2015 – Fahrer: Ander Vilarino

Beim Blick auf das Best Of des europäischen NASCAR-Ablegers kommt man natürlich an erster Stelle am nun dreimaligen Titelträger Ander Vilarino aus Spanien nicht vorbei. 3 Saisonsiege und vor allem konstante Resultate waren der Schlüssel für den erneuten Meisterschaftsgewinn. Dabei war der Sieg des erfahrenen EuroNascar-Piloten nicht so klar, wie es im Nachhinein scheint. Bedingt durch die doppelte Punktevergabe bei den letzten 4 Wertungsläufen kam es vor allem auch auf die Nervenstärke an. Das Saisonfinale im belgischen Zolder zeigte schnell, warum man sich hier nicht sicher sein konnte.

Vilarino entging nur äußerst knapp einer Kollision, danach hieß es durchatmen für den Spanier, der dann ungefährdet den Titel nach Hause fahren konnte. Mental war die Saison daher anstrengend, trauerte man im Lager seines TFT-Teams doch immer noch ein wenig dem verlorenen Meistertitel aus 2014 nach, der einem um gerade mal einen einzigen Punkt durch die Lappen ging.

Ander Vilarino #2 TFT-Chevy 2015
©racing14.de – #2 Ander Vilarino

Ander Vilarino konnte 2015 wieder dort anschließen, wo er bereits 2012 und 2013 war: An der Spitze der Gesamtwertung. Der hier zu Lande recht unbekannte Vilarino hat in seiner Karriere schon einige Hoch und Tiefs erlebt, dazu gehörten auch schwere Unfälle. Wer mehr über Mr. Whelen Euro erfahren möchte, schaut einfach mal an dieser Stelle auf die Laufbahn des mittlerweile 36-Jährigen Piloten.

Da die Whelen Euro Series auch zum NASCAR-Verband der regionalen Tourenwagenserien gehört, durften sich vor kurzem einige Piloten aus der abgelaufenen Saison nach Charlotte ins Zentrum des amerikanischen Stockcarsports begeben, um dort für die Erfolge des vergangenen Jahres geehrt zu werden. Allen voran natürlich Ander Vilarino.

BestOf 2015 – Teams

Beim alleinigen Blick auf die Reihenfolge in der Team- bzw. Fahrzeugwertung war es die Truppe von GDL Racing, die mit der Startnummer #67 in den Händen des Österreichers Philipp Lietz die meisten Punkte einfahren konnte. Für Lietz war es somit trotz des verpassten Titels in der ELITE2-Nachwuchsgesamtwertung noch ein erfolgreiches Jahr. Und für das Team von GDL auch die Krönung eines Jahres, in dem die Truppe einen deutlichen Sprung nach vorne machen konnte.

Lietz GDL 67
©racing14.de -Philipp Lietz

Danach muss man sicher die Meistermacher von TFT nennen, die neben ELITE1-Meister Ander Vilarino mit Romain Iannetta Platz 3 in der Fahrerwertung erreichten. Der Franzose, auch schon ein Urgestein der Serie, schaffte es in diesem Jahr zurück auf den obersten Podestrang mit seinem Sieg in Brands Hatch.

NWES Caal Racing
©NASCAR Whelen Euro Series – Blau, Gelb und Grün – CAAL Racing

Beim Blick auf die Teams führt 2015 auch kein Weg an der italienischen Mannschaft von CAAL Racing vorbei. Man eroberte in der ELITE1 alle Pole-Positions der 6 Veranstaltungen und gewann 7 von insgesamt 12 Rennläufen.

Neuzugang Alon Day kam nach der Sommerpause immer besser in Fahrt und sicherte sich noch den Vizetitel, während Eddie Cheeever III und der stark verbesserte Nicolò Rocca lange um die Meisterschaft mitkämpfen konnten, ehe beide ein wenig mit dem Pech haderten. Für die Mannschaft, die aus der italienischen Tourenwagenszene kommt, war die Saison 2015 erst das zweite komplette Jahr in der Serie, aber auf jeden Fall ein erfolgreiches.

BestOf 2015 – Rennen

Mit dem Raceway Venray gab es im abgelaufenen Jahr sicher eine Besonderheit. Das Halbmeilenoval ist in seiner Form in Europa einmalig und wird sicher in den kommenden Jahren noch für gute Unterhaltung der Whelen Euro Series sorgen. Die besten Rennen bekamen die Zuschauer aber in Brands Hatch auf dem dortigen Indy-Circuit geboten. Hier ist die Serie schon lange zu Gast und hat sicher auch die meiste Zuschauerakzeptanz.

Guter Sport und feinstes Racing, so muss es sein. Die ELITE1-Wertungläufe in England 2015 sind daher für mich die besten Rennen der vergangenen Saison, daher hier nochmal der Blick auf die Rennen in bewegten Bildern, um vielleicht dem ein oder anderen auch Lust zu machen, im kommenden Jahr mal bei den Whelen Euros vorbeizuschauen. In diesem Sinne, Keep Racing!

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