EuroNASCAR Champion – Xfinity Series in Mid-Ohio

Anthony Kumpen
©NASCAR via Getty Images

Gastspiel für Anthony Kumpen in der NASCAR Xfinity Series

Während sich die EuroNASCAR-Saison nach dem Hockenheim-Auftritt Ende Juli in der Sommerpause befindet, gab der amtierende Meister, Anthony Kumpen, ein erneutes Gastspiel in der NASCAR Xfinity Series. In der zweiten amerikanischen NASCAR-Liga wusste der Belgier dabei auf dem Kurs in Mid-Ohio zu überzeugen. Der 38-jährige ging erneut für die US-Truppe von Precision Performance Motorsports an den Start.

Der Start in den Xfinity-Gastauftritt fiel allerdings buchstäblich ins Wasser – der Himmel öffnete seine Schleusen und brachte derart starke Regenfälle mit sich, dass das geplante erste freie Training ausfallen musste. Nicht gerade das, was man gebrauchen kann, um sich wieder an den US-Boliden zu gewöhnen. So ging Kumpen lediglich mit einem Trainingspensum von 12 Runden in die Qualifikation. Mehr als Startplatz 34 war dann auch nicht drin, doch im Rennen ging es ordentlich vorwärts.

Zunächst aber musste der zweimalige Meister der NASCAR Whelen Euro Series einen Dämpfer einstecken, als er zu Beginn von der Strecke abkam und wertvollen Boden verlor, um genau zu sein, verlor er eine ganze Runde. Kumpen kämpfte sich danach zurück und während der nächsten Gelbphase konnte er sich am Ende der Führungsrunde wieder einreihen. Danach ging es sukzessive nach vorne, in der 69. Runde konnte er einer großen Kollision im Feld ausweichen und hatte schon die Top 10 im Visier.

Als beim letzten Restart nach einer Gelbphase noch 5 Runden zu absolvieren waren, lag er bereits an Position 10 im Klassement, musste sich dann aber letztlich doch mit Rang 16 zufrieden. Dennoch ein mehr als solides Rennen des Belgiers, der mit Fallen der Zielflagge 18 Positionen von seinem Startplatz aus gutgemacht hatte.

EuroNASCAR-Champion mit solider Leistung

“Es war ein hartes, sehr hartes Rennen. Mir ist ein Fehler in den ersten paar Runden unterlaufen und ich habe mich rausgedreht, aber wir konnten uns davon erholen und einige Positionen im Laufe des Rennens gutmachen. Das Gefühl im Auto wurde mit jeder Runde besser. Wir hatten stark mit Untersteuern zu kämpfen, das lag aber hauptsächlich daran, dass wir mehr Trainingszeit für die Arbeiten am Setup benötigt hätten. Auf der anderen Seite gibt uns das viel Zuversicht in unser Potential”, so Kumpen nach dem Rennen.

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“Ich habe alles gegeben, um uns ein Top 10-Ergebnis zu bringen. Ein Auto drehte sich vor mir und ich wurde am Heck getroffen, so verlor ich etwas Boden in den letzten Runden, aber alles in allem bin ich glücklich mit diesem Resultat. Das Team von Precision Performance Motorsports hat einen fantastischen Job gemacht und ich möchte mich bei ihnen, der NASCAR Whelen Euro Series Organisation, Leaseplan und all unseren Partner wieder einmal für diese unglaubliche Gelegenheit bedanken”, so der Belgier weiter.

Das Rennen wurde an der Spitze übrigens von Sam Hornish Jr. dominiert, der den Lauf auch für sich entscheiden konnte. Für Anthony Kumpen war es der mittlerweile sechste Auftritt in der Xfinity Series. Auf den klassischen Rundkursen ist der EuroNASCAR-Champion schon gut mit dabei, aber der Belgier scheut auch nicht die Ovale.

Es wird sicher nicht der letzte Ausflug von Kumpen in die USA gewesen sein, jetzt gilt es aber erst einmal wieder darum, den Fokus auf den europäischen NASCAR-Ableger zu richten. Hier gilt es weiter an dem Projekt Titel Numero Drei zu arbeiten, nächste Station dafür ist vom 15. bis zum 17. September das Autodromo im italienischen Franciacorta. In diesem Sinne, Keep Racing!

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