EuroNASCAR Saisonfinale Zolder – Alon Day Meister 2017

NASCAR Zolder EuroNASCAR Finale Alon Day

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard

Alon Day neuer Titelträger der NASCAR Euro-Serie

Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale des europäischen NASCAR-Ablegers war eindeutig. Alon Day ging als Titelfavorit in die beiden letzten Rennen der Saison und wurde seiner Rolle auch gerecht.

Der Israeli holte sich die Pole Position vor Lokalmatador Marc Goosens, der seinen Ford Mustang des Braxx Racing-Teams damit noch vor Vorjahreschampion Anthony Kumpen und Fréderic Gabillon stellte. Dahinter folgten Stienes Longin und Borja Garcia. Es waren auch diese sechs Piloten, die das Geschehen der ELITE1-Meisterschaft am Finalwochenende an der Spitze in beiden Rennläufen prägten.

Day behielt im Samstagsrennen am Start die Oberhand und obwohl Marc Goosens zunächst alles versuchte, fand der erfahrene Belgier keinen Weg vorbei am CAAL-Racing Chevrolet mit der Startnummer #54.  Die beiden konnten sich im Rennverlauf sukzessive von den Verfolgern absetzen, die dem Duo nicht folgen konnten. Anthony Kumpen musste sich auf seiner Heimstrecke mit dem dritten Rang begnügen, knapp dahinter lief RDV-Pilot Gabillon ein. Vorne konnte Alon Day mit seinem Rennsieg aber fast schon den Sack in Meisterschaft zumachen, nur noch ein Lauf stand jetzt noch zwischen ihm und den Titel der Nascar Euro-Serie.

NASCAR Zolder

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard

Keine Rolle in Sachen Podium spielte Borja Garcia, der sich mit Rang 6 in einem ereignisarmen Rennen hinter Stienes Longin anstellen musste. Der Belgier in Diensten von PK Carsport konnte damit aber die Junioren-Trophy für sich entscheiden. Die Top 10 vervollständigten Lucas Lasserre für das deutsche Team von Mishumotors, Freddy Nordstrom, Thomas Ferrando und der Spanier Tinoe Arroyo. Die Challenger-Wertung ging mit Gesamtrang 15 an den Italiener Fabrizio Armetta.

Anders sah die Lage dann am Sonntag aus. Am Start konnte Marc Goosens zuschlagen und sich die Führung von Day schnappen, dahinter folgten Gabillon, Kumpen und Longin, der sich früh gegen Borja Garica durchsetzen konnte. Hinter den Top 6 klaffe erneut schnell eine Lücke, der Rest des Feldes konnte nicht folgen. Eigentlich hätte sich Day auf Rang 2 liegend ausruhen können, doch trotz der schon fast gewonnenen Meisterschaft ging der Israeli auf Risiko. In der Folge leistete er sich einen Verbremser und musste zwei Plätze abgeben. Als er danach versuchte, an Anthony Kumpen wieder vorbeizuziehen, rodelte er in der letzten Schikane durch das Kiesbett.

NASCAR Zolder Alon Day

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard

Solche Momente brauchte die Mannschaft von CAAL Racing sicher nicht, denn ein Ausfall hätte die Situation noch grundlegend ändern können. Am Ende brachte Day aber den vierten Rang ins Ziel und holte in seinem dritten Jahr in der EuroNASCAR erstmal den Titel.

Den letzten Laufsieg des Jahres 2017 durfte unterdessen Marc Goosens an der Spitze verbuchen, dahinter liefen Frederic Gabillon und Anthony Kumpen auf den Podiumsrängen ein. Stienes Longin feierte mit dem fünften Rang den Gewinn der Junioren-Trophy. Deutlich mehr los war unterdessen im Feld der Nachwuchsmeisterschaft ELITE2, wobei die Titelfrage hier schon am Samstag geklärt werden konnte.

Thomas Ferrando – ELITE2-Champion und Debütsieg von racing total

Der Franzose Thomas Ferrando konnte sich schon nach dem Samstagsrennen als neuer Meister der Nachwuchsmeisterschaft ELITE2 feiern lassen. Von der Pole aus gestartet ließ der Knauf Racing-Pilot nichts anbrennen und sicherte sich seinen 7. Saisonsieg und lag damit in der Gesamtwertung uneinholbar in Front.

Dahinter konnte sich der Belgier Guillaume Dumarey von Startplatz 6 auf den zweiten Rang verbessern, der letzte Podiumsrang ging an Paul Guiod, ebenfalls vom Knauf-Racing Team. Dahinter durfte sich der deutsche Nachwuchsfahrer Justin Kunz über den vierten Rang freuen, mehr zu seinem Rennwochenende, wie gehabt, später noch hier im Blog.

EuroNASCAR 2017

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard

Turbulent ging es vor allem im Sonntagesrennen zu. Die erste Kurve war Schauplatz von solch manchem Manöver, welches schiefging. Zunächst traf es beim Start Dumarey, der vom Franzosen Guiod ins belgische Kiesbett befördert wurde. Beide wurden aus dem Kies befreit und setzten die Fahrt fort. Beeindruckend vor allem die Startnummer #24 – Dumarey kam wieder bis auf den 5. Platz nach vorne und hatte sogar noch Chancen aufs Podium.

Die hatte der neue Meister frühzeitig schon nicht mehr. Thomas Ferrando traf das Schicksal der ersten Kurve, als er mit Landsmann Ulysse Delsaux aneinandergeriet. So mussten sich einige der Siegesanwärter schon früh von einem guten letzten Rennen der Saison verabschieden. So war es ein anderer Belgier, der an diesem Sonntag für ein Debüt sorgte.

ELITE2 Champion Thomas Ferrando

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard

Guillaume Deflandre kehrte für das Finale in Zolder in die Serie zurück, der 18-jährige Belgier trat nun für das deutsche Team von Racing Total an. Die Mannschaft hatte schon in Hockenheim mehr als auf sich aufmerksam machen können und Deflandre brachte nun den letzten Schritt nach vorne. Der 46er-Chevrolet bestimmte nach den ersten turbulenten Runden das Geschehen und fuhr den ersten Sieg eines deutschen Teams in der Nascar Euro-Serien ein.

Der Brasilianer Felipe Rabello musste sich mit Rang 2 begnügen, während Justin Kunz lange Zeit auf Rang 3 lag und das Podium im Visier hatte. Von hinten holte allerdings Maciej Dreszer auf und setzte kurt vor Rennende ein Manöver, was den jungen Deutschen ins Aus beförderte. Kunz rettete sich noch auf den 11. Rang ins Ziel, doch sein vielversprechender Saisonabschluss war leider zunichte.

racing total Zolder

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard – Debüterfolg eines deutschen Teams – racing total siegt am Sonntag

Notizen – EuroNASCAR Zolder

Neben den beiden neuen Meistern der ELITE1 (Alon Day) und ELITE2 (Thomas Ferrando) gab es auch einige Trophy-Sieger zu feiern. Die Juniorenwertung ging an Stienes Longin, der sein erstes Jahr in der ELITE1 absolvierte, die Challenger-Wertung konnte der Brasilianer Marconi Abreu für sich entscheiden. Bei den Damen im Feld war es die junge Spanierin Carmen Boix, die den Lady Cup gewann, die Legend-Trophy ging an Jerry de Weerdt. In der starken Rookie-Wertung setzte sich Guillaume Dumarey durch.

DF1 Racing meldete sich kurz vor dem Saisonfinale via Facebook, dass man aus finanziellen Gründen nicht am Start sein würde, das lassen wir einmal so unkommentiert stehen. Der Pole Dreszer kam kurzfristig noch bei Racers Motorsport unter, den Franzosen Christophe Bouchut sah man dagegen nicht im Feld.

NASCAR Whelen Euro Series

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard

In der ELITE Club-Gleichmäßigkeitsprüfung ging mit der Veranstaltung in Zolder der Titel an Andreas Kuchelbacher in Diensten von Renauer Motorsport, während Yann Schar das letzte Event des Jahres für sich entschied.

Die Teamwertung ging an die Startnummer #37, da ELITE2-Champion Ferrando mit seinem Ford Mustang hier in beiden Meisterschaftswertungen gut punkten konnte.

In eigener Sache – Berichterstattung NASCAR Euro-Serie

Seit 2013 habe ich regelmäßig über die EuroNASCAR oder auch NASCAR Whelen Euro Series hier im Blog berichtet. Mit dem Ende der Saison 2017 werde ich mich aber von der klassischen Rennberichterstattung der Wochenenden des europäischen NASCAR-Ablegers verabschieden.

Dennoch werde ich meinen Lesern weiterhin wichtige Infos über die EuroNASCAR geben, sei es zum Rennkalender oder zu einzelnen, ausgewählten Veranstaltungen.

Zudem wird es auch weiterhin Berichte über den deutschen Nachwuchspiloten Justin Kunz geben, sowohl hier im Blog, als auch auf seiner offiziellen Website. Infos zu den einzelnen Rennläufen der EuroNASCAR findet man unterdessen auf der offiziellen Website zu Genüge. In diesem Sinne, Keep Racing!

Ergebnisse Saisonfinale EuroNASCAR 2017 Zolder

ELITE 1 – Rennen 1

ELITE 1 – Rennen 2

ELITE 2 – Rennen 1

ELITE 2 – Rennen 2

Endstand Meisterschaft 2017 Fahrer ELITE 1

Endstand Meisterschaft 2017 Fahrer ELITE 2

Teamwertung