EuroNascar Semifinale – Adria Raceway

EuroNascar - Laufsieger Alon Day
©Nascar Whelen Euro Series

ELITE1 – Day nicht zu schlagen

Die Piloten der ELITE1 Wertung in der Nascar Whelen Euro Series nahmen ihr letztes Rennen des Wochenendes am frühen Sonntagnachmittag auf. Alon Day konnte seine Pole Position sofort in die Führung umsetzen, während hinter ihm Frédéric Gabillon erneut einen schlechten Start erwischte und zunächst etwas zurückfiel. Anthony Kumpen schob sich früh auf Rang 2 und konnte in den ersten Runden den Druck auf den Israeli in Diensten von CAAL Racing ständig erhöhen.

Doch eine Wiederholung vom Vortag wollte Alon Day unbedingt verhindern und konnte sich in der Folge immer weiter vom Meisterschaftsführenden absetzen, der seinerseits immer mehr unter Druck von Gabillon geriet, der sich Rang 3 in der Zwischenzeit zurückerobert hatte.

ELITE1 - Adria Raceway 2016
©Nascar Whelen Euro Series

Ein frühes Aus musste dahinter auf Position 6 liegend Freddy Nordstrom hinnehmen. Simone Monforte wählte einen Bremspunkt jenseits von Gut und Böse und traf den #44er-Chevrolet mit voller Wucht am Heck – das Aus für Nordstrom, der über den Vorfall verständlicherweise nicht glücklich war, nachdem ihm bereits am Vortag der Italiener in die Quere kam. Monforte konnte den lädierten Boliden noch auf Rang 16 ins Ziel fahren, Nordstrom wurde jedoch ein gutes Resultat verwehrt. Die Kollision geht auf die Kappe der Startnummer 88 und gehört leider in die Kategorie vollkommen unnötig.

Während die ersten Drei fortan ihre Runden recht einsam drehten, entbrannte um Gesamtrang 4 ein enger Kampf zwischen Nicolo Rocca, Alex Caffi und Bert Longin. Dem Belgier gelang wie am Vortag das Kunststück sich kurz vor Rennende noch zu verbessern. Longin profitierte vom Duell der beiden vor ihm fahrenden und schnappte sich Rang 4 am Ende vor Seriendebütant Caffi und Rocca.

Martin Doubek erreichte für Renauer Motorsport Platz 7 vor dem Duo von Knauf Racing, Wilfried Boucenna und Thomas Ferrando. Gianmarco Ercoli beendete ein für ihn frustrierendes Wochenende mit Rang 10 im zweiten Lauf des Wochenendes.

Freddie Hunt
©Nascar Whelen Euro Series – Freddie Hunt/DF1

DF1 Racing blieb das Pech leider treu am Rennsonntag. Freddie Hunt wurde während der Startphase in eine Kollision verwickelt und musste fortan mit leicht hochstehender Motorhaube kämpfen, dafür war Rang 14 am Ende noch ganz ordentlich. Auch Borja Garcia konnte das Rennen abermals nicht beenden und musste sich damit von seinen Meisterschaftsträumen 2016 verabschieden.

Borja Garcia Adria Raceway
©Nascar Whelen Euro Series – Bitteres Rennwochenende für Borja Garcia

An der Spitze des Feldes konnte an diesem Tag aber niemand Alon Day den Sieg streitig machen, der damit noch im Rennen um die Meisterschaft bleibt. Ungewohnt für die Nascar Whelen Euro Series war der Vorsprung, den sich Day herausfahren konnte, dieser betrug am Ende stattliche 9,470 Sekunden. Gewinner des Playoff-Halbfinales der EuroNascar ist aber in erster Linie Anthony Kumpen, der als Zweiter den Punkteabstand auf den Zweitplatzierten Gabillon leicht ausbauen konnte.

 Anthony Kumpen
©Nascar Whelen Euro Series – dem Titel ganz nahe: Anthony Kumpen

Mit 19 Punkten Vorsprung auf den Franzosen und 29 Punkten auf Alon Day geht der Belgier nun als großer Favorit in das letzte Event des Jahres. Beim Heimrennen will er sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen, doch wie immer im Motorsport gilt auch hier: „To finish first, you first have to finish“.

Stienes Longin - Adria 2016
©Nascar Whelen Euro Series – Saisonsieg Nr. 7 für Stienes Longin

ELITE2 – Stienes Longin auf Titelkurs

Im ELITE2 Rennen am Sonntagmorgen war recht schnell klar, dass niemand PK Carsport den Sieg würde streitig machen können. Polesitter Longin setzte sich direkt nach dem Start vor Teamkollege Gardel – diese Reihenfolge sollte auch das ganze Rennen über unverändert bestehen bleiben.

Das Feld wurde früh eingebremst, da Guillaume Deflandre den Wagen von DF1 Racing in Kurve 1 mit technischen Problemen abstellen musste. Nach der kurzen Safety Car-Phase setzte das Duo von PK Carsport seine Dominanz in der ELITE2 an diesem Wochenende aber fort.

Adria Raceway EuroNASCAR Grid 2016
©Nascar Whelen Euro Series

Martin Doubek folgte kurzzeitig auf Rang 3, konnte die beiden Piloten vor ihm aber nicht gefährden. Von Rang 12 aus startete unterdessen Salvador Tineo Arroyo im #54er Chevrolet von CAAL Racing eine Aufholjagd, die ihn noch auf den letzten Podestrang nach vorne brachte.

An der Spitze feierte jedoch Stienes Longin unangefochten einen weiteren Sieg vor Teamkollege Gardel – der Titel in der ELITE2 wird wohl nach Belgien gehen, der Sohn von Bert Longin muss seinen Boliden mit der #11 beim Finale in Zolder nur noch ins Ziel der beiden ausstehende Rennen tragen.

Martin Doubek #5 Renauer Motorsport
©Nascar Whelen Euro Series – Martin Doubek

Nach seinem siebten Saisonerfolg liegt er nun mit einem satten Polster von 80 Punkten vor Gabriele Gardel, das ist nun auch theoretisch kaum noch zu verlieren. Eng wird aber der Kampf um den Vizetitel werden, denn Gardel, Tineo Aroyo und Thomas Ferrando liegen nur 4 Zähler auseinander.

Martin Doubek erreichte im Sonntagslauf schlussendlich den vierten Rang, für den Tschechen die beste Platzierung in seiner bisherigen EuroNascar-Laufbahn, so gab es auch bei Renauer Motorsport noch einen Grund zum Feiern.

Justin Kunz Adria 2016
©Nascar Whelen Euro Series – Sieger Rookie-Trophy: Justin Kunz

Justin Kunz – starker Auftritt und Sieg in der Rookie Trophy

Ein beeindruckendes Rennen lieferte unser deutscher Nachwuchspilot Justin Kunz an diesem Tag auf dem Adria Raceway ab. Als 8. gestartet, profitierte er zwar vom Pech des Russen Roman Mavlanov, der beim Vorstart nicht in die Gänge kam und dem Feld hinterherhetzen musste, doch Kunz bewies Rennübersicht und legte schnelle Runden auf den italienischen Asphalt.

Am Ende wurde er sogar mit Gesamtrang 5 belohnt, als sich vor ihm Hugo Bec und Thomas Ferrando in die Quere kamen. Seine beste Platzierung in der Nascar Whelen Euro Series war gleichbedeutend mit dem Sieg in der Rookie-Wertung. Kunz war nach dem Rennen natürlich überglücklich, mehr zu seinem Rennwochenende in Adria in den nächsten Tagen hier im Blog.

Pitlane Adira - Justin Kunz #44 CAAL Racing
©Nascar Whelen Euro Series

Kunz liegt jetzt auf Gesamtrang 8 der Meisterschaft und auf Rang 3 der Rookie-Wertung, der vor ihm liegende Marconi Abreu aus Brasilien ist mit einem Rückstand von 4 Zählern noch in Reichweite.

Die letzten Saisonläufe der Saison 2016 stehen nun am 8. und 9. Oktober auf dem Circuit Zolder in Belgien an – Vorbeischauen lohnt sich in jedem Fall. Keep Racing!

Pitlane Adria
©Nascar Whelen Euro Series

Ergebnisse Sonntagsrennen

ELITE1

ELITE2

Gesamtwertung