EuroRX – Rallycross-Kämpfe in Belgien

EuroRX Mettet 2018 Rallycross
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Rallycross-Europameisterschaft in Mettet mit reichlich Action

Im belgischen Mettet war reichlich Rallycross-Action beim dritten Lauf der WorldRX geboten. Dabei konnten neben den „großen“ Supercars und der RX2 International Series auch die Supercar-Boliden der Europameisterschaft mit harten Duellen und bestem Rallycross-Sport überzeugen.

Bevor ich aber auf das Geschehen beim zweiten Saisonlauf der Rallycross-EM näher eingehe, nochmal schnell der Rückblick auf den Auftakt nach Barcelona.

Reinis Nitiss – Neuer Anlauf in der EuroRX mit Sieg zum Saisonstart

Für Reinis Nitiss hieß es am Ende der Saison 2017 erstmal Abschied aus der WorldRX nehmen. Der ehemalige dritte Mann bei EKS Audi fand in der WM für dieses Jahr keinen Platz und fand sich somit in der Europameisterschaft wieder.

Hier kommt es in diesem Jahr zu einem Duell mit einem anderen, ehemaligen WRX-Piloten. Anton Marklund konnte aber bereits im Vorjahr den Titel in der EM holen, am Steuer seines VW Polo gebührt dem Schweden auch in diesem Jahr die Favoritenrolle.

So überraschte es nicht wirklich, dass es in Barcelona diese beiden Akteure waren, die das Geschehen bestimmten. Jedoch war es hier der Lette Nitiss, der auch dem amtierenden Champion keine Chance ließ.

EuroRX Rallycross Reinis Nitišs
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Lediglich den ersten Qualifikationsdurchgang gewann Marklund, danach startete die Siegesserie von Nitiss im Ford Fiesta Supercar. Locker gewann er sein Semifinale und auch im Finale war er eine Klasse für sich, Marklund fing sich über drei Sekunden Rückstand als Zweiter ein. Der Rest des Feldes hatte gegen die beiden in Spanien keine Chancen, Jean-Baptiste Dubourg wurde mit Rang 3 im Finale Best of the Rest in seinem Renault Clio.

MettetRX – Marklund schlägt zurück und Raymond überrascht

In Belgien am vergangenen Wochenende war es allerdings ein neuer Name, der erstmal für Bewegung an der Spitze des Feldes sorgte.

Cyril Raymond gewann im Vorjahr die RX2-Serie und lange war nicht klar, wo der Weg des Franzosen hingehen sollte. Nun steht sein Programm für dieses Jahr aber soweit fest, Raymond wird einige EuroRX-Supercarläufe bestreiten und auch in der WorldRX ein Gastspiel haben.

Der neue Mann in der EuroRX Supercar-EM legte dann auch gleich mal richtig los und gewann in seinem Peugeot 208 WRX einfach mal drei der vier Qualifikationsdurchgänge, während das favorisierte Duo Marklund und Nitiss hier das Nachsehen hatte, der Lette belegte in der Qualifikation den zweiten Rang.

Cyril Raymond Euro Rallycross
©racing14.de – Cyril Raymond

Raymond machte dann im ersten Semifinale da weiter, wo er aufgehört hatte und gewann auch diesen Lauf, Champion Marklund musste sich hier deutlich auf dem 2. Platz geschlagen geben. Nitiss gewann dann das zweite Halbfinale vor dem Dänen Ulrik Linnemann, so dass für das Finale nur noch die Frage offenblieb, ob jemand Cyril Raymond würde stoppen können.

Die Antwort darauf gab der Champion selber. Anton Marklund schoss von der zweiten Startreihe aus in Führung, während sowohl Nitiss, als auch Raymond Probleme hatten. Der Sieger des Saisonauftaktes lag nach der ersten Runde nur auf Rang 5, doch eine frühe Joker Lap brachte ihn zurück auf den zweiten Rang, knapp vor dem Peugeot von Raymond, der nach den verlorenen Metern am Start aber noch das Podium rettete. Insgesamt hat der Franzose aber für reichlich Bewegung an der Spitze des Feldes gesorgt, da kann man sich auf ein baldiges Wiedersehen nur freuen.

EuroRallycross Mettet Anton Marklund
©racing14.de – Anton Marklund

Anton Marklund machte in seinem Bilstein-gesponserten VW Polo Supercar unterdessen im Finale alles richtig und sicherte sich seinen ersten Saisonerfolg.

Nitiss führt die Gesamtwertung nach dem Belgien-Wochenende jetzt gerade einmal mit drei Zählern vor Marklund an, die beiden werden sicher weiter das Geschehen an der EuroRX-Spitze bestimmen.

Hinter den Top 3 erreichte der mehrfache schwedische Rallycross-Meister Peter Hedström den vierten Rang vor Ulrik Linnemann. Abgeschlagen kam der Norweger Anders Braten im VW Beetle auf dem letzten Platz ins Ziel, nachdem er in der tückischen ersten Ecke nach dem Start in einen Dreher geschickt wurde.

Euro Rallycross
©racing14.de – Reinis Nitišs

Das hielt ihn allerdings nicht davon ab, sich direkt nach der Zieldurchfahrt vom bestens aufgelegten Publikum ordentlich feiern zu lassen, während die anderen schon längst in Richtung Parc Ferme gewunken wurde. Rallycross macht halt einfach Spaß…

Jean-Baptiste Dubourg schaffte es mit seinen Clio nicht ins Halbfinale, ebenso wie auch der Vorjahresvizemeister. Für Thomas Bryntesson läuft es noch nicht rund in diesem Jahr, als Siebter der Qualifikation erwischte ihn ein Konkurrent im Halbfinale in der ersten Kurve, so dass für ihn das Finale unerreichbar war.

Euro RX Rallycross Mettet 2018
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all-inkl.com Münnich Motorsport – Guter Speed

Mittendrin im EuroRX-Getümmel fand sich auch René Münnich mit seinen Seat Ibiza Supercar wieder, doch der Deutsche schlug sich mehr als ordentlich. Rang 6 nach der Qualifikation bei insgesamt 28 Startern untermauerte das Ganze.

Leider war für Münnich dann im Semifinale Endstation, doch mit Gesamtrang 9 beim zweiten Saisonlauf kann die Mannschaft sicher zufrieden sein.

René Münnich Seat Ibiza Rallycross-EM
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Unterdessen gewann der Schwede Fredrick Salsten die Tourenwagen-Klasse, die sich in Belgien immerhin mit 16 Teilnehmern zeigte, für die letzte Meisterschaft dieser Klasse haben sich nämlich nur acht Fahrer permanent eingeschrieben.

In Mettet bot aber am vergangenen Wochenende jede Klasse Rallycross-Sport vom Feinsten. Hier war ich sicher nicht zum letzten Mal. In diesem Sinne, bis bald und Keep Rallying!

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