Formel 1 2016

F1 2016
©istock.com/Aksonov

Formel 1 2016: Kann Vettel endlich nach dem Titel greifen?

Die Formel 1 steht endlich wieder in den Startlöchern. Aktuell laufen die Testfahrten, am 20. März geht es in Melbourne (Australien) los. Einige Neuerungen versprechen zusätzliche Spannung, vor allem der neue Quali-Modus klingt nach Aufregung.

Vettel bei Testfahrten vorne

Die Testfahrten stehen seit einigen Jahren in einem besonderen Licht, und dafür ist der Sparzwang in der Formel 1 verantwortlich. Denn während private Autofahrer dank Plattformen wie Smava recht zügig zum Neuwagen kommen, herrschen in der Königsklasse des Motorsports solch astronomische Summen vor, dass viele Teams die Kosten kaum noch tragen können. Folglich sind die Testfahrten während des ganzen Jahres auf ein einheitliches Kontingent begrenzt, sodass jede Runde umso wichtiger ist.

Vor diesem Hintergrund geben die ersten Ergebnisse aus deutscher Sicht Grund zur Hoffnung. Sebastian Vettel war an den ersten beiden Testtagen in seinem neuen Ferrari SF16-H der schnellste Mann auf dem Circuit de Catalunya, ebenfalls gut unterwegs war Nico Hülkenberg. Der 28-Jährige setzte am dritten Tag ein Ausrufezeichen, während Ferrari mit Problemen zu kämpfen hatte. Dennoch sieht es ganz danach aus, dass die Italiener ihre Hausaufgaben über den Winter sehr gut gemacht haben und vielleicht die Silberpfeile ernsthaft angreifen können.

Das neue Qualifying: Reise nach Jerusalem

Doch der Kampf um die WM-Punkte beginnt bekanntlich schon bei der Qualifikation. Dort wurde jetzt eine echte Revolution bekanntgegeben. Zwar wird das Qualifying weiterhin in drei Phasen stattfinden, allerdings ist jeder Abschnitt in normales Fahren sowie einen mehrminütigen K.O.-Modus unterteilt. In mehreren 90-sekündigen Phasen muss der jeweils langsamste Fahrer das Feld räumen, und so geht es weiter bis zum Kampf um die Pole Position, der in den letzten Sekunden von den zwei verbliebenen Fahrern ausgetragen wird.

Dass dieses neue Konzept für Aufsehen sorgen wird, steht jetzt schon fest, allerdings befürchten Kritiker, dass es während der Ausscheidungsphasen zu ziemlich viel Chaos auf der Strecke kommen wird. Der dichte Verkehr könnte die Ergebnisse verfälschen und damit für viel Frust unter den Fahrern sorgen. Interessant klingt der Modus dennoch, denn dadurch sind die Fahrer gezwungen, ihre Leistung immer wieder auf den Punkt genau abzurufen. Es reicht nicht mehr, eine schnelle Runde hinzulegen und danach in der Box zu warten.

Spannung auch ohne Nürburgring vorprogrammiert

Die Vorzeichen für eine spannende Saison stehen also nicht schlecht. Dass der legendäre Nürburgring 2016 nicht zum Formel 1 Kalender gehört, ist für viele deutsche Fans ein Wermutstropfen; es liegt an Sebastian Vettel, diese Scharte schnell vergessen zu machen.

 

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