FA1 – Formula Acceleration Nürburgring

FA1- Formula Acceleration
©racing14.de 

Die Formula Acceleration greift eine bewährte Idee der ehemaligen A1-GP Serie auf. Nationenteams gehen hier in den Boliden mit V8-Zytek Motor, die rund 550 PS auf den Asphalt bringen, an den Start. Da das ganze Format in die erste Saison geht, ist das Starterfeld natürlich noch ausbaufähig. 12 Fahrzeuge standen in der Startaufstellung in der Eifel. Mittendrin auch das deutsche Nachwuchstalent Sebastian Balthasar.

FA1 - Cockpit Sebastian Balthasar
©racing14.de

Der erst 17-jährige Kölner gewann im Vorjahr überlegen die Trophy-Wertung des deutschen Formel 3-Cups – in dieser Wertung ist er bis dato somit der jüngste Sieger. Nach dem ADAC Formel Masters im Jahr 2012 ist diese Saison erst seine dritte im Formelsport. Der Unterschied im Boliden im Vergleich zum Vorjahr ist sicher gewaltig, doch muss er sich nach den ersten Rennen des neuen Formats gegenüber der Konkurrenz, die mit reichlich Formel-Erfahrung ausgestattet ist, nicht verstecken.

FA1 - Sebastian Balthasar
©racing14.de

Nach Platz 6 im Qualifying musste der Youngster im ersten Rennen des Wochenendes eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Bereits in der ersten Runde das Aus mit Kupplungsschaden. Immerhin konnte er im zweiten Rennen am Sonntag bei seinem Heimspiel einen guten Platz 5 herausfahren, die zweitschnellste Rundenzeit zeigte auf, dass hier vielleicht sogar mehr drin gewesen ist, lediglich knappe zwei Sekunden trennten ihn vom Besuch auf dem Podium. Viel Erfahrung bringt Balthasar noch nicht mit, dafür schlägt er sich aber sehr gut. Und die Gegner? Haben teilweise schon einiges im Formelsport „hinter“ sich.

PitStop FA1 Acceleration
©racing14.de

Sieger im ersten Rennen am Samstag wurde der Niederländer Nigel Melker. Der wird dem ein oder anderen etwas sagen, war er doch schon in der GP3, GP2 und der World Series by Renault aktiv. Das ersten Rennen bot schon einiges an Zweikämpfen, was man beim überschaubaren Starterfeld so gar nicht erwartet hatte. Der Italiener Mirko Bortolotti, seines Zeichens Meisterschafsführender, wurde in eine Kollision verwickelt und musste das Feld von hinten aufrollen. Das tat er auch – bis auf Rang 2 fuhr er wieder nach vorne. Den Sieg von Melker, seinem ärgsten Verfolger in der Meisterschaft, konnte er aber nicht verhindern. Während den Rennen ist übrigens ein Pflichtboxenstopp angesagt, der auch dafür sorgte, dass Melker an die Spitze kam.

FA1 - Mirko Bortolotti
©racing14.de

Mirko Bortolotti schlug dann aber im Sonntagsrennen zu und holte sich seinen Laufsieg. Knapp 2 Sekunden hinter ihm lief der Slovake Richard Gonda ein, sicher eher ein unbekannter Name, der bis dato noch auf keine lange Laufbahn zurückblicken kann. Die Rundenzeiten der ersten vier bis fünf Piloten lagen aber schon recht eng zusammen, wobei man Bortolotti generell als den Favoriten auf die Meisterschaft zählen muss. Der ehemalige italienische Formel3-Champion und Formel 2 Meisters des Jahres 2011 versucht hier, seiner Formel-Karriere neuen Schwung zu geben.

FA1 - Parce Ferme - Team Germany
©racing14.de

Schwung gibt auch der derzeitige Meisterschaftsdritte Sebastian Balthasar seine Karriere in der FA1. Der Youngster bringt einiges an Talent mit und seine Laufbahn steht ja grade noch am Anfang. Vielleicht werde ich in ein paar Jahren mal die Bilder vom FA1-Lauf auf dem Ring hervorkramen und sagen: „damals kannte ihn kaum einer“… Weiter gehts für die FA1 am nächsten Wochenende übrigens in Monza. In diesem Sinne, Keep Racing!

 

Share: Beitrag teilen