Ford GT – Die neue Flunder

FordGT 2016
©Brian Cleary/NASCAR Media via Getty Images

Hohe Erwartungen brachte der erste Auftritt des neuen Ford GT bei den 24 Stunden von Daytona mit sich. Die neue Flunder aus dem Hause Ford kommt schon optisch wieder ganz anders daher als der Rest des Feldes – so wie es sich für eine Neuauflage des Klassikers auch gehört. In Sachen Leistungsfähigkeit konnten die Boliden vom Einsatzteam Chip Ganassi Racing durchaus überzeugen.

Die Leistungsdichte in der GTLM-Klasse bei den Rolex24-Stunden war eng, Boxenstoppbedingt kam immer mal wieder die eine oder andere Marke in Führung. So auch Ford, die daran aber leider nicht lange Freude hatten. Früh im Rennen erwischte es die Startnummer #67, den Wagen von Startfahrer Ryan Briscoe, Richard Westbrook und Stefan Mücke. Der Ford blieb im sechsten Gang stecken und musste erstmal von der Bildfläche verschwinden. Vor allem in Sachen Elektrik gab es Probleme an beiden Neuwagen, die dann auch die Nummer #66 erwischte.  So mussten auch Joey Hand, Dirk Müller und Sébastien Bourdais das Feld ziehen lassen.

#Rolex24 #FordGT
©Brian Cleary/NASCAR Media via Getty Images

Wie erwartet waren die neuen GT auf den Geraden sehr schnell unterwegs – im engen Kurvengeschlengel verliert die neue Flunder noch etwas an Zeit. Dennoch brachte man beide Wagen wieder zurück auf die Strecke und ins Ziel. Indycar und ex-F1-Pilot Bourdais zum Debüt des GT: “ Es ist ein brandneues Programm, also haben wir auch nicht erwartet, ohne Probleme durchzukommen, aber am Ende des Tages hat der Wagen Schnelligkeit gezeigt und wir konnten die karierte Flagge erreichen. Es gab einige Probleme, vor allem eins, dass uns offensichtlich aus dem Wettbewerb rausnahm. Das ist vorher nie aufgetreten. Wir werden versuchen es zu verstehen, zu beseitigen und stärker wieder zurückkommen.“

Le Mans 2015 - Ford to enter 2016 WEC
©Jeff Carter – MacLean Photograph / via FIA WEC

Dennoch, trotz vieler Hoffnungsschimmer war man sicher bei Ford nicht zufrieden. 50 Jahre zuvor hatte es die erste GT-Generation in Daytona zum Gesamtsieg geschafft – das Jubiläum fiel somit ins Wasser – damals gelang dem GT40 das halt einfach besser. Man wird alles daran setzen, es beim nächsten Auftritt der Flunder besser zu machen – reichlich Gelegenheit dazu gibt es Mitte März bei den 12 Stunden von Sebring.

Europäische Fans dürfen sich auf die WEC-Saison 2016 in Sachen neuer GT besonders freuen – beim Saisonstart im April in Silverstone werden zwei Boliden hier das Rennjahr in Angriff nehmen. Marino Franchitti, Stefan Mücke, Olivier Pla und Andy Priaulx heißen dann die Protagonisten, die der neuen Flunder das Laufen beibringen. Und vielleicht klappt es mit – hoffentlich – 4 Wagen (2 aus der WEC, 2 aus der IMSA) dann beim nächsten Jubiläum besser als beim ersten – 1966 vor 50 Jahren belegten die GT40 beim Langstreckenklassiker in Le Mans die ersten drei Plätze.

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