Formel 1 – Das Kräfteverhältnis vor dem Saisonstart

Formel 1 2020
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Anfang Juli ist es endlich soweit – die Formel 1 lässt sich dann erstmal einige Tage in Österreich nieder, um auf dem Red Bull Ring gleich zwei Grand Prixs an zwei aufeinander folgenden Wochenenden zu absolvieren. Welches Kräfteverhältnis erwartet uns jedoch für diese sicherlich außergewöhnliche Saison? Zeit für einen Blick in die Glaskugel, obwohl man wahrscheinlich kein Hellseher sein muss, wenn es um die Spitze des Feldes geht.

Formel 1 2020–Mercedes und Red Bull im Fokus an der Spitze

Normalerweise wäre die Formel 1 Saison längst im Gange, doch die Corona-Pandemie macht auch vor der Welt des Motorsports keinen Halt. Zu diesem Zeitpunkt im Jahr hätten die meisten der Teams schon mit zahlreichen – kleinen und großen – Updates versucht aufzutrumpfen, doch dieses Jahr ist halt alles anders.

Im Hintergrund wurde aber weiter in den Konstruktionsbüro getüftelt, so dass Klassenprimus Mercedes schon beim nun ersten Grand Prix des Jahres mit einem umfangreichen Aerodynamikupdate an den Start geht und auch Red Bull hat längst zwei Evolutionsstufen für den neuen Boliden gezündet. Ferrari allerdings kommt ohne gravierende Neuigkeiten am vorgestellten Boliden des Jahrgangs 2020 zum Saisonstart, dabei hatte man eher den Eindruck, dass es der Traditionsrennstall von den großen Drei am nötigsten hätte. Von daher würde ich auf keinen Fall gegen Mercedes oder Red Bull in Sachen Saisonauftakt wetten. Zu stark scheinen beide aufgestellt, als dass man hier große Überraschungen erwarten kann. Dazu dürfte die Rangordnung im Team – wenn auch nicht offiziell – ebenfalls klar sein. Weltmeister Hamilton als silberne Speerspitze und Max Verstappen sollte Alex Albon in seiner ersten vollen Saison bei Red Bull auch nur von hinten sehen.

Von daher bieten die Wettquoten dieser Tage in Sachen Formel 1 auch keine große Chance, da kann man sich eher die verbleibende Zeit sozusagen mit einem Gang ins Online-Casino vertreiben. Allerdings ist es dabei nicht immer einfach, ein seriöses Online-Casino in Deutschland zu finden. Dabei sollte mal als Nutzer vor allem aber auch auf die Sicherheit der entsprechenden Webseiten achten, in den AGBs sollte man zudem eine Lizenznummer finden, alles Hinweise auf einen guten Anbieter. Auch die Auszahlungsmöglichkeiten sollte man im Blick haben, die der Anbieter bietet, bsp. Paypal sollte da schon mit an Bord sein für schnelle Transaktionen. Doch nach diesem kurzen Ausflug zurück zur Königsklasse, bei der es vor allem im Mittelfeld schon einige finanzielle Spannungen gibt.

Mittelfeld–vom Kampf um Platz 4 und ums Überleben

Mercedes und Red Bull stehen an der Spitze des Feldes im Fokus, wobei ich zunächst noch die Weltmeistertruppe vorne sehe. Dahinter dürfen wir Ferrari als dritte Kraft erwarten. Das 2020 das letzte Jahr von Sebastian Vettel bei der Scuderia sein wird, dürfte der Truppe insgesamt nicht helfen, hier sind eher weitere Auseinandersetzungen auf der Strecke zwischen Charles Leclers und dem viermaligen Weltmeister aus Heppenheim denkbar. Wo sein Weg hinführt, steht immer noch in den Sternen, wobei die Anzeichen ehr auf Abschied stehen.

McLaren Formel 1 2019
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Dahinter war schon im Vorjahr McLaren auf dem aufsteigenden Ast. Nachdem Carlos Sainz Jr. 2021 nun zu Ferrari wechseln wird, hat man sich für das kommende Jahr bereits die Dienste von Daniel Ricciardo gesichert, an der Fahrerpaarung sollte es daher nicht scheitern, den Weg aus der vorherigen Saison weiter zu beschreiten. Allerdings hat man finanzielle Sorge, die Pandemie ging am Traditionsrennstall nicht spurlos vorbei. Zuletzt hieß es, dass McLaren bis zu 30 Prozent Anteile zum Verkauf anbieten will, um im Geschäft zu bleiben. Da wird aus dem Kamp um evtl. die permanente Rückkehr aufs Podium schnell ein Kampf ums Überleben.

Davon kann man bei Williams ein Lied singen. Nach schweren Jahren des Hinterherfahrens gab es nun noch einen Hauptsponsorwechsel kurz vor dem verspäteten Saisonstart und man hat längst einsehen müssen, dass es finanziell so auch nicht weitergehen kann. Derzeit ist ein Teilverkauf im Gespräch oder auch die Übernahme durch einen Investor. Das Geld im Mittelfeld ist also noch knapper geworden, so dass man hier derzeit gar nicht daran denken kann, zur Aufholjagd auf Mercedes und Red Bull zu blasen.

Formel 1 2020-8 Grand Prix und noch viele Fragezeichen

Auch das Team Haas hat nun nicht die grad prall gefüllteste Geldbörse und hat daher fast keine Weiterentwicklung am eigenen Boliden und tritt daher in Österreich praktisch auf dem Stand von Melbourne an, wo im März der eigentliche Saisonauftakt geplant war. Die Luft im Mittelfeld ist dünn und man wird zudem noch abwarten müssen, wie lang die Saison überhaupt andauern wird.

Acht Grand Prixs stehen auf dem Programm bis Anfang September, danach wird der Formel 1-Tross wohl in Europa bleiben. Fakt ist, dass die Saison 2020 einer der schwierigsten der Königsklasse werden wird. Zudem wird die Kluft zwischen den Top-Teams und dem Mittelfeld wohl wieder ein wenig größer werden, was nicht unbedingt dazu beitragen wird, das Interesse an der Formel 1 generell zu stärken. Aber vielleicht straft uns diese seltsame Saison ja doch noch Lügen, im Sinne der Spannung wäre es auf jeden Fall wünschenswert. In diesem Sinne, bis bald und Keep Racing!

Pitlane at Monza
©racing14.de
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