Formel 1 – Die verpasste Chance

Formel 1 Hockenheim 2019 Nico Hülkenberg-Renault
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Formel 1 in Hockenheim – Bittere Enttäuschung für Nico Hülkenberg

Der Grand Prix von Deutschland 2019 hatte es in sich, das steht außer Frage. Der Regen brachte mehr als nur ein wenig Schwung ins Feld. Während das komplette Mercedes-Team beim Heimspiel des Sterns einen Tag zum Vergessen erlebte, durfte sich Max Verstappen über seinen zweiten Sieg in diesem Jahr nach dem Rennen in Österreich freuen.

Lewis Hamilton erlebte derweil nach seiner frühen Führung im Grand Prix ein richtiges Debakel, am Ende ging der Brite dennoch mit mehr Vorsprung in der WM auf seinen ersten Verfolger nach Hause, denn Teamkollege Bottas crashte und nach der Strafe gegen beide Alfa Romeo-Piloten gab es für den amtierenden Weltmeister immerhin noch Zähler für die Weltmeisterschaft. Dennoch hat natürlich Red Bull-Pilot Verstappen mit dem Sieg Boden gut gemacht, doch die WM-Favoritenfrage ist weiter klar, so zumindest meine Meinung.

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Hinter Verstappen landete nach einer furiosen Aufholjagd Sebastian Vettel vor einer weiteren Überraschung beim Deutschland-GP, Toro Rosso-Pilot Dani Kvyat. Doch auf diesen letzten Podestplatz hatte vor allem auch ein anderer gehofft – Nico Hülkenberg sah lange so aus, als könnte er in Hockenheim endlich seine Negativserie stoppen.

Nico Hülkenberg – Das Podium erneut vor Augen

Die Renault Truppe ist auch in diesem Formel 1-Jahr nicht da, wo die eigenen Ansprüche liegen. Die gelb-schwarzen sind weit weg von regelmäßigen Podiumsplätzen, und der Platz hinter den drei Top-Teams ist derzeit auch futsch, hier ist Renault-Kunde McLaren auf Rang 4 und in Hockenheim zog auch Toro Rosso vorbei.

Für Nico Hülkenberg ist es zudem ein schweres Jahr. Mit Neuzugang und GP-Sieger Daniel Ricciardo im Team hat er ein echtes fahrerisches Schwergewicht an seiner Seite. Vor allem im Qualifying macht der Australier dem Emmericher zu schaffen. In Hockenheim auf heimischem Boden jedoch war Hülkenberg in der Qualifikation den Hauch schneller, den zuletzt sonst der Teamkollege vorne war.

Renault F1 Hulkenberg
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Und auch im Rennen lief es zunächst mehr als gut, denn nach einigen Runden tauchte der Name Hülkenberg auf dem zweiten Rang auf. Zwar fiel er in der Folge auf Rang 4 zurück, doch das Podium war immer noch in Greifweite, als er in Runde 39 die Kontrolle im Motodrom über seinen Boliden verlor und in die Streckenbegrenzung versenkte. Der Renault steckte im Kies und Nico Hülkenbergs Podesthoffnungen wurden jäh zerstört.

169 Rennen – Ein frustrierender Rekord

Mit dem Grand Prix von Deutschland sind es nun 169 Rennen, die Nico Hülkenberg auf seinem Formel 1-Buckel hat, ohne jemals ein F1-Podium besucht zu haben. Ein trauriger Rekord, dabei ist sich die Fachwelt sicher, dass der Deutsche immer noch das Zeug dazu hat, an de Spitze mitzufahren.

Hülkenberg hat im Nachwuchsbereich fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, für Porsche gewann er 2015 die 24 Stunden von Le Mans, nur in der Formel 1 will und will es nicht klappen. Letzten Endes ist er aber selbst dafür verantwortlich, denn wenn er in aussichtsreichen Positionen lag ging ihm zuerst das Talent und dann die Straße aus. Vor einigen Jahren in Brasilien, in Baku in jüngster Vergangenheit und jetzt in Hockenheim.

„Das ist hart zu schlucken. Mir tut es leid für das Team, weil wir das verdient hatten, die Mannschaft hat einen guten Job gemacht, vor allem heute im Rennen mit der Strategie und überhaupt allem. Es war alles gut bis zu diesem Punkt, aber man muss ja nun mal alle Runden absolvieren“, gab Hülkenberg nach dem Rennen zu Verstehen.

Porsche 919 Hybrid #19 Hülkenberg Spa
©racing14.de – Rückblick:Hülkenberg im LMP1 Porsche 919

Doch meiner Meinung nach sollte man den Emmericher noch lange nicht abschreiben. Auch anderen Top-Piloten unterlaufen immer mal wieder Fehler, das ist nur menschlich. Bei Nico Hülkenberg fallen die fehlerfreien und richtig guten Rennen dagegen meist nur wenig auf, denn diese spielen sich leider zu oft nicht im Vorderfeld ab, denn der Renault des Jahrgangs 2019 ist auch leider kein großer Wurf.

Bleibt zu hoffen, dass dies im kommenden Jahr anders aussieht, denn für diese Saison mache ich mir da keine große Hoffnung mehr. Und vielleicht kann ja 2020 endlich der Negativrekord gebrochen werden, am besten dann dauerhaft. In diesem Sinne, bis bald und Keep Racing!

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