Formel 1 – Renault – Weit weg von der Spitze

Renault F1 2019
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F1 Saisonauftakt 2019 – Renault weiter im Mittelfeld

Die Werksmannschaft von Renault hat in der Formel 1 einen klaren Fünfjahresplan, 2020 sollen Podestplätze her, danach Siege und in dieser Saison wollte man den Abstand auf die drei Top-Teams verkürzen. Doch die Realität sieht leider anders aus, das hat der Formel 1 Saisonauftakt gezeigt.

Wenn man mal von den aerodynamischen Änderungen im Bereich der Flügel absieht, hat sich 2019 nicht viel an technischen Revolutionen getan im Feld der Königsklasse. Mit einem guten Budget ausgestattet durfte man also durchaus erwarten, dass Renault einen Schritt nach vorne macht – und vielleicht sogar für einige Überraschungen sorgen kann. Der ein oder andere hat vielleicht sogar auf den ganz großen Wurf gesetzt und auf die französische Werkstruppe gewettet – in Sachen Formel 1 bietet sich dafür übrigens wettapp.net an.

Doch schon die Wintertests ließen vermuten, dass der große Sprung nach vorne Wunschgedanke bleibt, der Saisonauftakt hat dies schließlich bestätigt. Nico Hülkenberg sammelte als 7. zwar WM-Zähler, kam aber mit Rundenrückstand ins Ziel und hatte keine Chance Magnussen im Haas vor ihm zu schlagen. Bei der Performance des Renault wäre auch locker ein Platz außerhalb der Punkteränge drin gewesen, die gute Platzierung kann man Hülkenberg gutschreiben.

Renault 2019 – Viele Probleme

Der neue Renault-Bolide ist alles andere als der große Wurf. Der R.S.19 macht den Piloten vor allem beim Bremsen Schwierigkeiten. Die Balance stimmt noch nicht und auch die Performance des Motors wird zumindest nicht überragend sein.

Während der ehemalige Renault-Kunde Red Bull sich offenkundig über Honda-Power freut, scheint auch der Motor der Franzosen nicht ganz an der Spitze zu sein, so wie das restliche Paket ebenfalls.

Keine der Fahrer schaffte es beim Saisonauftakt in das letzte Qualifikationssegment, das war schon mehr als ernüchternd. Ein Defekt stoppte Nico Hülkenberg, dem man den Einzug in die Top 10 noch hätte zutrauen können, doch so langsam gehen die Ansprüche bei Renault und die Realität weit auseinander.

Man liegt hinter dem Ferrari-Kunden Haas und auf einem Level mit einigen anderen Teams. Selbst wenn man die derzeitigen akuten Probleme in den Griff bekommen wird, Renault wird 2019 weit hinter den Top 3 zurückbleiben, alles andere wäre ein Wunder.

The Renault R.S.19 on track!

Nico Hülkenberg – Warten aufs Podium

Für Nico Hülkenberg bleibt es zumindest teamintern spannend. Mit Daniel Ricciardo kommt ein großer Name in die Mannschaft, von dem man sich viel erwartet. Jetzt kann Hülkenberg zeigen, wie gut er wirklich ist. Der Grand Prix von Australien war dafür ein erstes Zeichen, auch wenn Ricciardo sicher noch ein wenig Eingewöhnungszeit im neuen Boliden braucht.

Doch die Aussicht von Nico Hülkenberg, in diesem Jahr endlich das erste Mal ein Podiumsergebnis in der Köngisklasse zu erzielen, bleibt gering. Der neue Bolide ist nicht der Durchbruch, den man sich insgeheim bei den Franzosen erhofft hat.

2019 wird es auch wieder darum gehen, Rang 4 bei den Konstrukteuren nach Hause zu bringen, eigentlich viel zu wenig für einen Hersteller, der auf eine derart erfolgreiche Formel 1-Vergangenheit zurückblicken kann. In diesem Sinne, Keep Racing!

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