Frauen im Motorsport

Frauen im Motorsport
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Frauenpower im Motorsport ?

Die Formel 1 hat die Sommerpause mittlerweile hinter sich gelassen. Blickt man auf das Starterfeld der Königsklasse, welches sich am 28. August diesen Jahres für den Großen Preis von Belgien wieder aufreihte, fällt einem sofort wieder auf, wie jung das Teilnehmerfeld mittlerweile geworden ist. Verstappen, Stroll oder Gasly sind alle Ende der 90er Jahre geboren und vor allem der Erstgenannte gehört mit seinen aktuell gerade einmal 20 Jahren zur Spitze der Formel 1.

Während die Fahrer also heutzutage immer jünger werden und man fast schon vom Einstieg im Teenager-Alter sprechen kann, mangelt es immer noch an weiblichen Pilotinnen, die in der Königsklasse an den Start gehen. Dabei hat sich das alte Bild von „Mann gegen Maschine“ längst gewandelt, die früher vor allem körperliche Herausforderung steht längst nicht mehr an erster Stelle. Zwar bedarf es natürlich immer noch einer mehr als guten Fitness, doch die Boliden sind nach Aussagen vieler Fahrer im Gegensatz zur Vergangenheit doch in diesem Punkt einfacher zu fahren.

Autorennen und Motorsport sind unterdessen auch bei Frauen längst Teil der Freizeitbeschäftigung geworden. Und in den letzten Jahren finden auch immer mehr talentierte Fahrerinnen den Weg in den professionellen Motorsport. Glück spielt bei diesem Werdegang auch immer eine große Rolle, wer allerdings an Glücksspielen interessiert ist, der sollte sich dann eher auf dieser Seite informieren, an gleicher Stelle gibt es auch Neuigkeiten zu diesem Thema. Vielleicht ja auch eine Hilfestellung in Sachen eines Rennbudgets?

Die meisten Rennboliden erfordern dennoch eine große Körperkraft, um mit den G-Kräften fertig zu werden, die denen von Jet-Piloten ähneln. In der Vergangenheit waren die Fahrzeuge der Königsklasse geprägt von großen Reifen, einer schwergängigen Lenkung und von starken Bremskräften. Vor allem seit der Saison 2014 sind die Formel 1-Boliden jedoch mit ihren Hybridmotoren deutlich anders zu fahren, die Physis spielt mittlerweile weniger eine Rolle, die Generation Playstation a la Max Verstappen hat längst die Plätze im Cockpit übernommen.

Frauen im Motorsport und bei Autorennen – Blick in die Historie

Bislang haben sich lediglich zwei Frauen, beide Italienerinnen, für ein Formel 1-Rennen qualifizieren können: Zum einen Maria Teresa de Filippis, die in den Jahren 1958 und 1959 an fünf Rennen teilnahm und sich für drei von ihnen qualifizierte, mit einem 10. Platz als bestes Ergebnis; und Lella Lombardi, die von 1974 bis 1976 an 17 Rennen über drei Saisons teilnahm, und sich für 12 davon qualifizierte. Sie ist die einzige Frau, die in der Formel 1 Punkte sammeln konnte, als sie 1975 beim Großen Preis von Spanien Sechste wurde und einen halben Punkt nach dem Abbruch des Rennens erzielte.

In einem Topteam der Formel 1 haben wir aber noch keine Frau gesehen. Körperlich bleibt das Unterfangen eine Herausforderung, auch wenn die Boliden sich geändert haben. An dieser Stelle muss man einen Blick auf die direkte Physis im Vergleich beider Geschlechter werfen, denn Frauen haben 30 Prozent weniger Muskeln als Männer, also stehen sie vor besonderes harten Trainingsaufgaben.

Die Statistik der letzten Jahren spricht eine deutliche Sprache, denn immer mehr Frauen nehmen an Rennen im Motorsport teil. Auch hier gilt: Früh übt sich. Viel Training bereits im Kindesalter ist von Nöten, um es ganz nach oben zu schaffen. Auch der weibliche Nachwuchs hat mittlerweile die Kartbahnen für sich entdeckt, um beim Go-Kartfahren erste Erfahrungen im Motorsport zu sammeln. Zudem müssen sie sich, wie die männliche Konkurrenz auch, mit der Qualität des eigenen fahrbaren Untersatzes beschäftigen.

Danica Patrick - Las Vegas 2011
Danica Patrick – lange Teil des NASCAR-Sports in den USA

Die Formel 1 ist immer noch die Königsklasse des Motorsports und um dorthin zu gelangen, muss man zuerst einmal talentiert sein, das steht außer Frage. Dann gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten, in den Motorsport einzusteigen. Ein gutes Sponsoring-Paket muss in frühen Jahren zusammengestellt werden, aber je länger die Karriere dauert, desto entscheidender wird die eigene Leistung sein. Am Ende des Tages muss man gut genug sein, um an der Spitze in den diversen Rennserien mithalten zu können.

Für Frauen im Motorsport ist es ungleich schwerer, die eigene Karriere in Gang zu bekommen. Immer noch herrscht die Wahrnehmung vor, dass Autorennen für Frauen nichts seien, doch nach und nach ändert sich das Bild. In den Nachwuchsklassen tauchen in letzter Zeit immer mal wieder auch Fahrerinnen auf, so ganz allmählich machen sich auch Frauen einen Namen in der großen Welt des Motorsports. In diesem Sinne, Keep Racing!