Justin Kunz – Aufwärtstrend beibehalten

JK Racing Justin Kunz
©Nascar Whelen Euro Series – Justin Kunz

Auch für unseren ersten deutschen Piloten in der Nascar Whelen Euro Series nähert sich die Saison langsam aber sicher schon wieder dem Ende. Nach dem Ende der Sommerpause stehen für Justin Kunz noch die Rennen auf dem Adria Raceway (16.+17. September) und im belgischen Zolder auf dem Programm (8.+9. Oktober). Der 19-Jährige aus Appenweier in Baden geht gestärkt in die letzten beiden Rennwochenenden des europäischen NASCAR-Ablegers, der Aufwärtstrend nach einem schwierigen Saisonstart ist unverkennbar.

Die Zeit im V8-Boliden ist sehr begrenzt, hat man nicht die Mittel und die Gelegenheit, in beiden Wertungen der Serie (ELITE1 und ELITE2) an den Start zu gehen, muss man äußerst schnell lernen, um nach vorne zu kommen. Sowohl die Qualifikation als auch die Rennen sind kurz mit einer Renndauer von ca. 30 Minuten – für einen Nachwuchspiloten alles andere als einfach, sich auf das im europäischen Rennsport etwas ungewöhnliche Gefährt einzuschießen.

Justin Kunz Raceway Venray NASCAR (27)
©racing14.de

Wenn dazu dann noch eine Portion Pech kommt, ist der Weg nach vorne schwierig. Während in den ersten Runden des Jahres die Sitzposition für Kunz noch hinderlich war, kam er auf dem Ovalkurs des Raceway Venray kaum zum Fahren. Da kann man als Youngster schon einmal die Geduld verlieren, doch obgleich er zu diesem Zeitpunkt sicher nicht mit der Punkteausbeute zufrieden war, behielt er kühlen Kopf und das sollte sich auszahlen.

In Brands Hatch und auf dem Tours Speedway ging es für Kunz deutlich nach vorne, die Top 10 kann man zum jetzigen Zeitpunkt in jedem Fall avisieren. Dazu konnte er zumindest auf dem Adria Raceway als Austragungsort der Rennen am kommenden Wochenende während der EuroNascar Sommerpause einmal testen, so verfügt er erstmalig bereits über etwas Streckenkenntnis.

Rookie-Podium mit Justin Kunz
©Nascar Whelen Euro Series – Ziel: erneutes Podium

Vor dem V8-Boliden, der von CAAL Racing für den jungen Deutschen eingesetzt wird, saß er 2015 in einemWolf-Honda in der AvD Sports Car Challenge, davor war er im Slalom-Youngster-Cup und bis 2012 im Kart unterwegs. In der aktuellen Saison nun den 400 PS-NASCAR-Boliden zu bändigen, der eine ganz eigene Fahrweise erfordert, ist alles andere als einfach, doch je länger die Saison dauert, desto besser findet sich Kunz mit dem Wagen zurecht.

Die letzten Ergebnisse zeigen, dass hier ein junges deutsches Talent mit viel Potential am Lenkrad dreht. Dazu ist er kein Pilot, der seinen Chevy mit der Startnummer #44 in nicht vorhandene Lücken fährt, Kunz fährt mit Übersicht. Wo sein Weg nach dieser Saison hingeht, das ist aktuell noch offen, wie so oft im Motorsport hängt dies natürlich auch vom Budget ab, das sich hoffentlich auch im kommenden Jahr finden wird.

Kunz - #44 - Chevy - Venray
©racing14.de

Aktuell liegt Justin Kunz auf Gesamtrang 14 der Meisterschaft mit 213 Punkten – 16 Punkte hinter Platz 10. Da ab sofort bei den letzten Rennen des Jahres doppelte Punkte aufgrund des Playoffs-Format vergeben werden, ist dies leicht wettzumachen und genau das wird auch das Ziel des Youngsters sein.

In der Rookie-Wertung, in der er zuletzt das Podium besuchen durfte, liegt er noch auf Rang 4, in Italien wird Kunz alles daran setzen, auch hier nach vorne zu kommen. Also Daumen drücken für die #44 und Keep Racing!

wichtige Links

Justin Kunz – offizielle Facebookseite

Vorschau EuroNascar Adria Raceway 2016

 

Bilder ©racing14.de+Nascar Whelen Euro Series

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