Justin Kunz – Einstand in Brands Hatch

Justin Kunz NWES Brands Hatch - CAAL Racing
©Nascar Whelen Euro Series

EuroNascar – Der erste Auftritt von Justin Kunz in Brands Hatch

Paddock Hill Bend, Druids oder Surtees – klingende Namen, die zu einer besonderen Rennstrecke gehören. Auch für Justin Kunz war sein erster Auftritt auf der britischen Traditionsrennstrecke von Brands Hatch etwas ganz Besonders. Der Indy Circuit in der Grafschaft Kent hatte es dem deutschen Nachwuchspiloten sofort angetan, an diesem historischen Ort leuchteten die Augen des jungen Rennfahrers aus Appenweier dann doch mehr als auf anderen Strecken.

Nach dem schwierigen Rennwochenende auf dem Oval des Raceway Venray, wo Kunz mehr zum Zuschauern verdammt war anstatt hinter dem Lenkrad zu sitzen, lief es in Brands Hatch von Beginn des Wochenendes an deutlich besser. In den freien Trainings konnte er seine Rundenzeit stetig verbessern und belegte am Ende der Sessions die Ränge 15 und 16. Ein wenig Glück hatte der Youngster, als sich ein Außenspiegel seines #44er-CAAL Racing Chevrolet löste, ins Cockpit fiel und sich genau beim Gaspedal niederließ – alles andere als optimal für eine schnelle Runde.

Autograph Session Justin Kunz
©racing14.de – viele Fans und viel Schreibarbeit für Justin am Rennwochenende

Justin Kunz ging somit hoffnungsvoll in das Qualifying am Samstagmorgen, welches allerdings nach einem Ausritt eines Kollegen direkt zu Beginn unterbrochen werden musste. Auch sonst war die Zeitenjagd im Feld sehr durchwachsen, einige gelbe Flaggen unterbrachen immer wieder die schnellen Runden, so auch die von Kunz. Sein Vorwärtsdrang wurde eingebremst, so dass er mit Rang 20 in der Startaufstellung vorlieb nehmen musste. Das war nicht das, was er sich erhofft hatte, vor allem, da an diesem Morgen deutlich mehr drin gewesen wäre.

Am späten Nachmittag war die Aufgabe also nicht leicht, doch Kunz konnte während des 30-Runden Rennens nach und nach Boden gut machen. Er konnte sich bis auf Platz 14 nach vorne schieben und schrammte somit nur ganz knapp an den Top 3 der Rookie-Trophy vorbei. Naturgemäß liegen die Rundenzeiten auf der kurzen Streckenvariante des Indy Circuits von Brands Hatch dicht beisammen, so musste sich der Deutsche in der Startaufstellung für das Sonntagsrennen mit Rang 19 begnügen – da hier die schnellste Rennrunde ausschlaggebend ist.

Justin Kunz Brands Hatch
©racing14.de

Erste Rookie-Trophäe

Nachdem das Feld der ELITE1-Meisterschaft den abschließenden Lauf noch auf nasser Piste absolviert hatte, ging es für den Nachwuchs in Sachen ELITE2 auf fast trockener Piste um die letzten Meisterschaftspunkte des Wochenendes. Dieses Mal wollte Justin Kunz schneller nach vorne und schnappte sich bereits kurz nach dem fliegenden Start in Runde 1 drei Konkurrenten, in der Folge konnte er sich weiter nach vorne arbeiten, besonders sehenswert war sein Überholmanöver in der Graham Hill-Kurve gegen den Brasilianer Marconi Abreu, welches ihn auf Rang 13 nach vorne brachte.

Justin Kunz #44 CAAL Racing Chevrolet
©racing14.de – Justin Kunz #44 CAAL Racing Chevrolet

Zwei Safety Car-Phasen hinderten unseren Youngster ein wenig am Vormarsch, nach der letzten Rennfreigabe war der hinter ihm fahrende Neuzugang Peter Gross aus Österreich in Diensten von Renauer Motorsport aber zu übermutig und traf Kunz am Heck – Schrecksekunde für die Nummer 44. Doch Kunz behielt die Nerven, trotz des unvermeidlichen Drehers fand er den Weg schnell zurück ins Rennen und hatte Glück im Unglück, da keine Position verlorenging. Der Zug nach vorne war natürlich jetzt längst abgefahren – doch Rang 13 am Ende war gleichbedeutend mit dem dritten Platz in der Rookie-Wertung und somit dem ersten Nascar-Pokal des Deutschen in der Saison 2016.

Brands Hatch wird Justin Kunz in guter Erinnerung behalten, der Deutsche konnte hier zeigen, dass mit ihm im Lauf des weiteren Rennjahres noch zu rechnen sein wird. Der Wettbewerb in der Nascar Whelen Euro Series hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, der Level der Saison 2016 ist extrem hoch, doch Kunz hat gezeigt, dass er hier ein Wörtchen mitreden kann, auch wenn ihm im direkten Vergleich zur Konkurrenz vor allem noch Zeit im EuroNascar-Boliden fehlt.

Aktuell liegt Kunz in der Gesamtwertung der ELITE2-Meisterschaft auf Rang 17, vor allem auch den fehlenden Kilometern oder besser gesagt Meilen aus Venray geschuldet. Der Abstand zu den Top 10 ist aber nicht weit – hier will er jetzt weiter Boden gutmachen.

Justin Kunz racing14 BrandsHatch (16)
©racing14.de

Nächste Gelegenheit dazu hat er vom 24.-26. Juni auf dem Tours Speedway in Frankreich – ein Ovalkurs, auf dem Überholen im Trockenen fast ein Ding der Unmöglichkeit ist – für Justin Kunz wieder eine ganz andere Herausforderung. In diesem Sinne, weiter Daumen drücken für den deutschen Nachwuchs in der Nascar Whelen Euro Series und Keep Racing!

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