Kostenfaktor Rennreifen – Das schwarze Gold

No.14 Whelen Euro Series
©racing14.de

Die Zeit der Reifenkriege im großen Stil ist heutzutage vorbei. Die Formel 1 hat schon seit einigen Jahren einen alleinigen Ausrüster, ähnlich sieht es auch in vielen anderen Rennserien aus. Der Reifen an sich konnte schon immer einen extremen Unterschied in der Leistungsfähigkeit der Boliden ausmachen. Um Zehntelsekunden oder weniger geht es bei der Entwicklung aerodynamischer Teile, ein Reifen kann schnell mal die Rundenzeit pulverisieren.

Doch lange ist es her, dass es beispielsweise noch die klassischen Qualifying-Reifen gab. Steigende Kosten im Motorsport allgemein haben natürlich auch Auswirkungen auf den Reifensektor gehabt. Es muss gespart werden, die Zeiten des Wettrüstens der Reifenhersteller waren einmal.

Michelin Slick
©racing14.de

Bezahlbarer Motorsport ist das Ziel. Mit gutem Beispiel voran geht hier die NASCAR Whelen Euro Series. Bereits seit 2009 ist Michelin Alleinausrüster der Meisterschaft, die damals noch unter dem Namen Euro-Racecar antrat. Man hat eigens für die Whelen Euro Series zwei spezielle Reifentypen entwickelt, die sich vor allem durch lange und kontinuierliche Haltbarkeit auszeichnen. Neben dem klassischen Slick gibt es natürlich auch einen Regenreifen für die Boliden. Das charakteristischste Feature ist die mit 16 Zentimetern ungewöhnlich hohe Reifenflanke.

Um die Kosten niedrig zu halten ist bei den Rennen der Whelen Euro Series vorgeschrieben, dass ein Reifensatz mindestens drei Stunden im Einsatz gewesen sein muss, bevor er gegen frische Bereifung getauscht werden darf. Für eine komplette Saison müssen so deutlich weniger Reifen produziert werden, nach Angaben von Michelin selber liegt man mit der Reifenanzahl unter 1.000 Reifen im Jahr.

Auch die unterschiedlichen Streckenherausforderungen werden von den beiden Reifentypen gut gemeistert. Immerhin fährt man neben den klassischen Rundkursen auch auf einem temporären Oval im französischen Tours. Der Weg von Michelin und der Whelen Euro Series zeigt also auf, dass auch das „schwarze Gold“ im Rennsport bezahlbar sein kann.

Michelin Tyres
©racing14.de

Von der Rennstrecke auf die Straße – auch man selbst muss schon einmal tief für einen guten Reifen in die Tasche greifen. Da die Auswahl beim eigenen Händler vor Ort nicht unbedingt immer vielfältig ist, habe ich mich zuletzt auch mehrfach online schlau gemacht. Und auch dabei den Geldbeutel geschont.

Auf dieser Seite wurde ich in Sachen Reifen fündig. Neben einem vernünftigen Preisvergleich über zahlreiche Anbieter, sieht man hier direkt passend zum Reifen vorhandene Testberichte. Auch auf vorhandene Rabattmöglichkeiten wird hingewiesen (Bsp. ADAC-Mitglieder-Rabatt). So konnte ich doch einiges an Geld sparen. Das freut den reisewütigen Motorsportfan, der das Gesparte nun für Spritkosten bei der Fahrt zu den Rennen der NASCAR Whelen Euro Series einsetzen kann. Also dann, bis bald und Keeo Racing!

 

Share: Beitrag teilen