EuroNascar-Champion Kumpen in Daytona

Kumpen Daytona
©NASCAR via Getty Images

Anthony Kumpen im PowerShares QQQ 300

Reichlich drunter und drüber ging es beim Saisonauftakt der NASCAR Xfinity Series in Daytona. Insgesamt elf Mal gab es eine Gelbphase, zweimal musste das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen werden – in dem Durcheinander mit am Start: Anthony Kumpen, seines Zeichens zweimaliger EuroNASCAR-Champion. Für den Belgier hieß es zunächst Ruhe zu bewahren, nachdem es für ihn von Startplatz 30 aus auf die Reise in das 300 Meilen-Rennen ging – welches deutlich länger dauerte, als man vorher annehmen konnte.

Auch in der Xfinity Series werden die Rennen ab diesem Jahr in drei Segmente eingeteilt, 3 Stages gilt es also zu absolvieren, Zusatzpunkte gibt es hier zu verdienen. Viele NASCAR Xfinity-Boliden kamen nicht ohne Blessuren ins Ziel, viele mussten zudem schon früh die Segel streichen. Anthony Kumpen lag vom Start weg zwar in der Gefahrenzone für die Massenkarambolagen, die an diesem Samstagabend in Daytona anscheinend an der Tagesordnung waren, kam aber durch 2 von 3 größeren Unfällen recht problemlos durch – lediglich einmal musste er zur Reparatur an der Frontschürze einen Boxenhalt absolvieren.

Anthony Kumpen Xfinity Series Daytona 2017
©Sean Gardner/NASCAR via Getty Images

Top 10 im Visier – Big One macht Strich durch die Rechnung

15 Runden vor Schluss war Kumpen mit Aussicht auf einen Platz in den Top 10 noch gut dabei, dann verließ aber auch das Glück den Meister des europäischen NASCAR-Ablegers. Nach unvermeidlichen Feindkontakt überhitzte der Chevrolet Camaro mit der Starnummer #46 von Precision Performance Motorsports und Kumpen musste aufgeben. Bei seinem zweiten Start in Daytona und seinem insgesamt fünften Rennen in der NASCAR Xfinity konnte er trotzdem mit Rang 22 in der Endwertung sein bestes Resultat einfahren.

Daytona Xfinity 2017
©NASCAR via Getty Images

Während das Rennen von Ryan Reed an der Spitze gewonnen wurde, war Anthony Kumpen mit seiner Leistung zufrieden. “Es war großartig! Wir haben den Big One in der ersten Stage überstanden und konnten eine guten Speed an den Tag legen, immer mit Blick darauf, unseren Wagen für das Rennende zu schonen. Wir waren in den Top 10 und wir haben uns auf den Endspurt bis zur karierten Flagge vorbereitet, als uns die Massenkarambolage erwischte. Es ist unglücklich, aber das passiert halt. Es ist Teil des Racings in Daytona und ich bin wirklich glücklich, da wir einen tollen Job abgeliefert haben und eine schöne Zeit hatten”, so Kumpen nach dem Rennen.

Chevrolet Camaro Kumpen
©Nascar Whelen Euro Series

Für Kumpen geht es am 12. August 2017 nochmals in die Xfinity Series – hier wird er dann am Mid-Ohio 200 teilnehmen. Durch seine europäische Rundstreckenerfahrung  hofft der Belgier, hier dann auch für eine Überraschung sorgen zu können: “Ich glaube, wir können hier ein Top 5-Ergebnis anvisieren”, so Anthony Kumpen.

“Die NASCAR Whelen Euro Series macht mit diesem Programm etwas fantastisches. Es ist der Platz, an dem man sein muss, um Chancen wie diese zu bekommen und ich kann der NASCAR, der NWES, Whelen und allen Partner der Serie gar nicht genug danken. Dieses Rennen ist wahrscheinlich am entferntesten von dem, was wir in Europa machen, also freue ich mich sehr auf unseren nächsten US-Termin in Mid-Ohio, wo wir die Erfahrung aus der NWES (Nascar Whelen Euro Series) auf unserer Seite haben werden”, so Kumpen weiter.

NASCAR Xfinity Daytona Kumpen
©Nascar Whelen Euro Series

Wiedersehen 2018 in Daytona mit EuroNascar-Titel im Rücken

Der Fokus gilt jetzt aber allmählich wieder der bevorstehenden EuroNascar-Saison – Titel Nummer Drei ist ganz klar das Ziel: “Wir wollen unsere dritte Meisterschaft gewinnen und wenn sonst irgendjemand eine Gelegenheit wie diese haben will, muss er uns erstmal schlagen in der NASCAR Whelen Euro Series. Ich kann das erste Rennen der Saison kaum abwarten”, zeigt sich Anthony Kumpen hoch motiviert.

Daytona im nächsten Jahr soll dann die erhoffte Top 10-Platzierung bringen, Grundstein dafür wird die EuroNascar 2017 sein. Am Belgier muss sich das Feld ab April wieder messen, denn Kumpen hat sich langsam an die US-Ausflüge gewöhnt.

Precision Performance Motorsports
©Precision Performance Motorsports
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