Motorsport National-Von STT bis zur DMV NES 500

STT Motorsport National 2020
©arpRedaktionsbüro Patrick Holzer

Auf den nationalen Rundstrecken ist mittlerweile wieder einiges los, zwar nicht auf den Tribünen, dafür aber auf dem Asphalt. Ein kurzer Blick auf den Motorsport in Deutschland in den letzten Wochen.

STT Spezial Tourenwagen Trophy – Uwe Alzen obenauf

Insgesamt 4 Rennen hat mittlerweile die STT Spezial Tourenwagen Trophy absolviert. Nach dem Saisonauftakt mit zwei Läufen auf dem Lausitzring ging es danach nach Hockenheim. 

Der dominierende Mann der STT ist dabei bislang Uwe Alzen, der mit seinem Audi R8 GT3 Evo alle vier Rennen für sich entscheiden konnte, jeweils mit großem Vorsprung.

STT Motorsport National 2020
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Beim Auftakt auf dem Lausitzring fuhren hinter dem Betzdorfer und ehemaligen DTM-Piloten „Coach McKansy“ im Lamborghini Huracan GT3 Evo bzw. Mario Hirsch im Mercedes AMG GT3 Evo jeweils einmal auf Rang zwei. Generell waren die Plätze hinter dem Sieger deutlich umkämpfter. Auf dem Hockenheimring war es dann Jürgen Alzen, der sich nach einem nicht ganz geglückten Auftakt in der Lausitz im badischen Motodrom mit zwei zweiten Plätzen im Ford GT Turbo zurückmelden konnte.

Ford GT Motorsport Deutschland 2020
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In der Division 2 der STT sicherte sich Christopher Gerhard im Porsche 991 GT3 Cup einen Doppelsieg auf dem Lausitzring, während in Hockenheim die Siege hier an Stefan Wieninger in einem Audi TT RS2 und Max Frederik Gruhn  im Audi RS3 LMS gingen.

In der Division 3 dufte sich unterdessen  Ralf Glatzel in seinem Ford Fiesta ST über zwei Doppelsiege freuen. Als nächster Halt für die STT steht jetzt Assen in den Niederlanden Ende August auf dem Programm.

STT Division 3 Ford Fiesta ST Motorsport Hockenheim 2020
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DMV NES 500-Auftakt mit BMW-Doppelsieg

Der Gesamtsieg beim Auftakt der DMV NES 500 auf dem Lausitzring ging nach Belgien. Koen de Wit im BMW M4 GT4 setzte sich gegen die Markenkollegen Florian Wolf und Arne Hoffmeister im Leutheuser BMW M4 durch. Rang drei ging an Marek Schaller und Benjamin Leuchter im VW Golf GTI TCR).

Dass die Rennstrecke in der Lausitz gerade den BMW M4 GT4 Teams liegt, hat sich bereits in den letzten Jahren gezeigt. Auch in dieser Saison führte an dem Erfolg für die Bayern kein Weg vorbei. Die „Topspeed-Monster“, wie TCR-Pilot Benjamin Leuchter meinte, ließen an dem Doppelsieg in keinem Moment des Rennens Zweifel aufkommen. Die Frage lautete nur – wer überfährt den Zielstrich als Erster.

DMV NES 500 Lausitzring 2020 BMW GT4
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Im Qualifying hatten die beiden GT4-Autos noch den TCR-Boliden den Vortritt gelassen. Doch gleich beim Start schnappte sich Koen de Wit die erste Position. Dahinter folgten Benjamin Leuchter und Hari Proczyk, der sich den Opel Astra TCR mit Reinhard Nehls teilte. Auf der vierten Gesamtposition fanden sich die beiden Leutheuser-Piloten wieder, wo Arne Hoffmeister den Anfangsturn übernommen hatte.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein packender Vierkampf zwischen GT4- und TCR-Autos, wobei Hoffmeister Runde um Runde nach vorne kam. In der sechsten Runde setzte sich Hoffmeister schließlich an die Spitze. Vor allem durch den dichten Überrundungsverkehr zog sich das Feld dann weiter auseinander. Damit waren die ersten Plätze vor den Pflichtboxenstopps erst einmal sortiert.

Auftakt DMV NES 500
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Fast zeitglich kamen die beiden führenden BMW an die Box. Für Hoffmeister kraxelte nun Arne Wolf ins Cockpit, der den Mittelstint übernahm. Wolf konnte allerdings das schnelle Tempo seines Teamkollegen nicht ganz mitgehen. In der 34. Runde kam es zum erneuten Führungswechsel. Auf Platz eins fahrenden baute der Belgier seinen Vorsprung weiter aus. Spannung kam noch einmal gegen Ende auf, als Hoffmeister wieder das M4 Cockpit enterte. Der machte nun ordentlich Tempo und drehte im letzten Umlauf noch einmal die schnellste Runde des Rennens überhaupt.

Doch mehr als ein Herankommen auf 12,439 Sekunden war nicht mehr drin. „Am Anfang beim Start war sehr viel los. Gegen Ende war es etwas entspannter, da weniger Autos auf der Strecke waren. Dafür nicht minder spannend, ob wir noch den Rückstand verkleinern können“, so Hoffmeister. Teamkollege Wolf ergänzte: „Für mich war es das erste Rennen am Lausitzring. Ich musste auf den ersten Kilometern zunächst mal Erfahrung sammeln. Es war mit dem Verkehr schon schwierig und es hat ein paar Runden gedauert, bis man sich eingefunden hatte. Platz eins wäre schön gewesen, aber wir haben schon gut Gas gegeben“, erklärte Wolf.

VW Golf TCR DMV NES 500
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Quelle Text: arpRedaktionsbüro Patrick Holzer

DMV BMW Challenge-Rekordstarterfeld in der Lausitz

Mit zwei packenden Rennen startete die DMV BMW Challenge nach der langen Corona-Pause in die neue Saison. Auf dem Lausitzring feierten Christoph Driescher (M3 GTR E90) und Marc Hürbin (KK M4 GT4) die Gesamtsiege. Besonders eng war dabei die Entscheidung im zweiten Durchgang.

Nach einem Jahr Abwesenheit ging es dieses Jahr für die DMV BMW Challenge in die Lausitz. Christoph Driescher dürfte an die Strecke keine schlechten Erinnerungen gehabt haben, landete er doch vor vier Jahren gleich zweimal unter den besten Drei. Mittlerweile hat Driescher einen leistungsstarken Achtzylinder unter der Haube und knabberte bereits mehrmals an seinem ersten Gesamtsieg.

DMV BMW Challenge
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Am frühen Samstagmorgen war dieser nun endlich perfekt. Der Weg dorthin war zumindest anfangs durchaus harte Arbeit. Die Pole hatte mit nicht ganz einer halben Sekunde Vorsprung auf den späteren Rennsieger Marco Hürbin, diesmal im KK M4 GT4 unterwegs, eingefahren. Zunächst verteidigte der Eidgenosse seinen ersten Platz, während Driescher und Jens Smollich (M2 GTR) dicht dahinter folgten. Vier Runden hielt Hürbin stand, ehe Driescher vorbeiging. Zwar konnte der neue Führende schnell einen kleinen Abstand herausfahren, doch der schmolz je nach Überrundungsverkehr, immer wieder zusammen.

Am Ende brachten 1,4 Sekunden den Unterschied. „Im ersten Rennen war im Grunde nicht mehr drin als Platz zwei. Ich blieb beim Überrunden ein bisschen hängen und da war Christoph auch schon vorbei“, berichtete Hürbin.

BMW Challenge 2020
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Beim Start zum zweiten Durchgang verteidigte Driescher seinen Pole-Position. Richtig Abschütteln konnte er seinen Schweizer Schatten jedoch auch nicht. Als wenige Runden vor Schluss das Safety-Car auf die Piste geschickt wurde, spielte das Hürbin in die Karten. Beim anschließenden Restart war der M4-Pilot den Ticken schneller und bog als erster in den Linksknick nach Start und Ziel ein. Driescher drückte zwar dahinter, aber den Weg vorbei fand er in den letzten beiden verbliebenen Runden nicht mehr.

Quelle Text: arpRedaktionsbüro Patrick Holzer

Sports Car Challenge

Im Rahmen der STT ist auch die Sports Car Challenge in die Saison gestartet. Auf dem Lausitzring gingen beide Laufsiege an den Schweizer Benjamin Hotz im Ligier Turbo.

Peter Kormann im PRC Turbo tat es ihm auf dem Hockenheimring gleich und konnte zwei Siege an einem Wochenende verbuchen.

Sports Car Challenge
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Rallye und Rallycross National

Während also zahlreiche Rennserien auf der Rundstrecke so langsam wieder durchstarten, sieht es in Sachen nationaler Rallye- und Rallycross-Sport leider nicht so gut aus.

Die Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM) wird im Jahr 2020 nicht ausgetragen. Nachdem ein Großteil der zur DRM zählenden Rallyes bereits aufgrund von behördlich verhängten Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus nicht durchgeführt werden konnte, wurde ein Ersatzkalender erarbeitet. Durch die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende Oktober wurde auch dieser mit nun drei verbliebenden Rallyes weiter eingeschränkt.

Der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) als Rechtehalter und der ADAC e.V. als Promoter der Deutschen Rallye-Meisterschaft sind gemeinsam zur der Auffassung gelangt, dass mit drei im Kalender verbliebenen Läufen eine faire sportliche Wertung nicht gegeben ist und haben deshalb entschieden, den Titel des Deutschen Rallye-Meisters 2020 nicht zu vergeben. Auch das im Rahmen der DRM stattfindende ADAC Rallye Masters wird in diesem Jahr nicht ausgetragen.

DRM Rallye Erzgebirge
©Peugeot Kommunikation

Für die Deutsche Rallycross Meisterschaft DRX stehen bislang lediglich Testtage fest. Der Estering wird 2020 keine Rennveranstaltungen mehr austragen, aber immerhin für Teilnehmer der DRX Ende August noch einen Testtag auf dem Programm haben, gleiches gilt für den Ewald-Pauli-Ring, hier wird durch den MSC Schlüchtern Anfang August ebenfalls die Chance gebote, ein paar Kilometer zu absolvieren.

Unterdessen hat die VLN bzw. NLS bereits ihren vierten Lauf auf der Nürburgring Norschleife absolviert, an diesem Wochenende starten dann die DTM in Spa und das ADAC GT Masters, sowie die TCR Germany auf dem Lausitzring verspätet in das neue Rennjahr. Zwar in den meisten Fällen nur aus der Ferne vor dem Bildschirm zu verfolgen, gibt es doch in den nächsten Wochen so einiges in Sachen Motorsport National zu sehen. In diesem Sinne, bis bald und Keep Racing!

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