NASCAR – Daytona 500 vor der Tür

Auf ein Neues – Monster Energy NASCAR Cup – neues Punkteformat

Mit den Daytona Speedweeks Ende Februar beginnt für die NASCAR – mal wieder – eine neue Ära in Sachen Meisterschafts- oder Punktesystem. Die Show soll, nein muss noch besser werden, daher hat man die Langstreckenrennen nun in Segmente aufgeteilt.

Kurz zusammengefasst: Die Rennen werden in drei Segmente aufgeteilt (die ersten beiden haben eine Länge von 25-30% des gesamten Rennens), in den ersten beiden Segmenten oder Stages erhalten die ersten 10 Piloten Punkte, das Ende der 3. Stage bedeutet auch das Rennende. Der Sieger des Rennens erhält wie gehabt einen Platz in den Playoffs und sog. 5 Playoff-Punkte. Die jeweiligen Sieger der Stages erhalten zu den „normalen“ Punkten auch noch 1 Playoffpunkt. Je nachdem, wie das Rennen also läuft, bekommt nicht zwangsläufig der Sieger die meisten Zähler. Die Playoff-Punkte spielen dann natürlich eine Rolle, wenn es nach der regulären Saison in die entscheidende Phase gehen wird.

NASCAR Daytona 500
©Sean Gardner/NASCAR via Getty Images

Übrigens nimmt man von der Bezeichnung „Chase“ für die Playoffs jetzt Abstand – somit bleibt es nun bei dem allgemeingültigen Namen, die jede große US-Sportart nutzt. Das neue System wird zudem bei allen drei größeren NASCAR-Serien eingesetzt, neben dem Cup auch in der Xfinity Series und bei den Trucks. Zudem wir ein Champion der regulären Saison vor dem Ausscheidungsfahren gekürt.

Die NASCAR hat ihr Punkte- und Meisterschaftssystem in den letzten Jahren häufig geändert, sinkende Einschaltquoten immer fest im Blick. Man wird das Gefühl nicht los, das es jetzt an der Zeit wäre, einmal längere Zeit an einem System festzuhalten, denn sonst vergrault man am Ende die, die man eigentlich damit begeistern will  – die Zuschauer.

Anthony Kumpen Daytona 2017 Xfinity
©Precision Performance Motorsports – 2017er Daytona Outfit für Anthony Kumpen

Ein wenig EuroNASCAR in Daytona – Anthony Kumpen startet in NASCAR Xfinity Series

Für den amtierenden Meister der NASCAR Whelen Euro Series, Anthony Kumpen, geht es auch 2017 wieder auf den Daytona International Speedway. Der Belgier wird wieder in der Xfinity Series mitmischen, am Steuer eines Chevrolets von Precision Performance Motorsport. Kumpen konnte letztes Jahr erste Erfahrungen in Daytona und auf dem Superspeedway sammeln und fand sich kurzfristig auch im Spitzenfeld wieder. Da schlug sich der Belgier auf ungewohntem Terrain mehr als ordentlich, wie man hier sieht – die Nummer 46 gilt es aus europäischer Sicht zu beachten:

Alon Day – Ziel NASCAR Camping World Truck Series

Auch ein anderer Pilot der EuroNascar weilt derzeit in den USA. Alon Day konnte letztes Jahr mit Gastauftritten – insbesondere auf dem Rundkurs  – überzeugen und ist aktuell auf der Suche nach Sponsoren. Sein Ziel ist eine komplette Saison in der Truck Series zu absolvieren, damit wäre Day der erste Fahrer aus der Nascar Whelen Euro Series, der den Sprung ins NASCAR-Mutterland ganz geschafft hätte.

Noch ist aber nichts fix, aktuell werden wir den Israeli aber wohl nicht mehr auf den europäischen Rennstrecken zu Gesicht bekommen, der hier von seinen motorsportlichen Werdegang erzählt:

Der ehemalige Pilot aus der ADAC GT Masters hat mit der NASCAR seine neue motorsportliche Heimat gefunden, drücken wir ihm die Daumen, dass seine Pläne für 2017 in die Tat umgesetzt werden können. Für den Saisonstart in Daytona müssen viele Fans aber wohl auf jeden Fall den Rechenschieber in Sachen Meisterschaftspunkte herausholen.