Nascar selber fahren – Richard Petty Driving Experience

RPDE Walt Disney Speedway Orlando

NASCAR selber fahren – Richard Petty Driving Experience – Teil I – Orlando 2008

Im Rahmen meines ersten USA-Besuchs 2008 in Florida nahm ich gleich die Gelegenheit wahr, mich selber ans Steuer eines NASCAR zu setzen. Die Richard Petty Driving Experience kann man auch auf dem Walt Disney Speedway in Orlando buchen. Das 1 Meilen Trioval wurde in den Anfangsjahren der IRL mal für ein Rennen genutzt. Heute finden dort keine großen Rennen mehr statt, man kann hier aber selber NASCAR  fahren. Sicher ist die Strecke nicht die schnellste, aber das auf immer noch ca. 600 PS gedrosselte Fahrzeug flößt einem schon Respekt ein.

Nach einer kurzen Begrüßung folgte die Ankleidung mit Rennoverall, danach gab es einen Fahrt im Van über die Strecke, die einem erklärt wurde. Am Kurveneingang stand jeweils eine Pelone um anzuzeigen, daß man hier vom Gas gehen sollte, am Kurvenausgang befand sich ebenfalls eine, ab hier konnte man wieder Gas geben. Die Einweisung ins Fahrzeug (wie nehme ich das Lenkrad ab, etc.) war gut und ausführlich, wobei man sich schwer konzentrieren muss, um das alles zu behalten, man ist ja doch schon recht aufgedreht.

Dann wurden die üblichen Fotos gemacht (mit Auto), der passende Helm ausgesucht und nach und nach wurde man dann aufgerufen. Jeweils zwei „Tandem“ waren unterwegs. Der Instruktor fährt im Wagen voraus, man selber hinterher. Sollte man diesem zu Nahe kommen, bekommt man dies per Handzeichen mitgeteilt. Vorab, das passiert so gut wie nie!

unterwegs in der#42

Dann ging es für mich ins Auto und man wurde festgezurrt. Kurzer Smalltalk mit dem Mechaniker, dann hieß es anlassen – ein unglaublicher Sound und ein irres Gefühl. Nun bloß nicht das übliche bei sowas…den Motor abwürgen…Doch zumindest das ist dank einer gutmütigen Kupplung kein Problem. Los gehts, man schaltet in den 4. Gang, mehr wird bei der Driving Experience nicht geschaltet. Zumindest nicht bei der von mir gebuchten „Rookie Experience“ über 8 Runden.

Am Anfang war ich noch etwas übervorsichtig und hatte viel Luft auf meinen Instruktor, nach und nach kam ich aber besser in Schwung mit dem ja doch ungewohnten Gefährt. Der Sound ist einfach genial, wenn man auf der Geraden Vollgas gibt einfach brachial und das einzige was man im Gesicht hat, ist ein breites Grinsen. Es war einfach nur genial und natürlich ging es viel zu schnell vorbei, auf der Gegengeraden gehts auf die linke Seite Richtung Boxeneinfahrt, man kuppelt aus und rollt langsam zur Box zurück, wobei man vorher ein paar Mal die Bremse kräftiger antippen sollte, erstmal reagiert die nämlich gar nicht. Meine Antwort auf die Frage wie es war, war ein einfaches „Let´s Do It again “ .

NASCAR selber fahren Orlando

Da man vor Ort die Möglichkeit hat, direkt nochmal und etwas vergünstigt 8 Runden dranzuhängen war die Entscheidung natürlich klar – wer weiß schließlich, wann man die Gelegenheit nochmal bekommt. Also ging es nochmal auf die Piste. Da mich der Ehrgeiz packte und ich der Meinung war in Turn 1 geht noch mehr, bin ich dort nach 6 Runden mal etwas früher aufs Gas….was sich dann leider gerächt hat und einen Dreher zur Folge hatte…einen „360“ .

Gott Sei Dank nirgends angeschlagen und das Auto am Laufen gehalten….. es gab jedenfalls keine Rüge, nur ein herzlichen Dank, daß ich den Wagen wohlbehalten an die Box zurück gebracht hatte… Das war natürlich kein würdiges Ende, also nahm ich mir vor, die Experience zu wiederholen, mußte allerdings bis zum März 2011 warten. Mehr zur Driving Experience – dann auf dem Las Vegas Motor Speedway – folgt in Teil II des Berichts. Alle Bilder zu meiner ersten Rookie Experience findet ihr hier.

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