VLN3 Preview – 59. ADAC ACAS H&R-Cup

Nürburgring VLN
©Jan Brucke/VLN

Rückkehr zum VLN-Alltag – 59. ADAC ACAS H&R-Cup

Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind für dieses Jahr Geschichte. Am kommenden Wochenende geht es auf dem Nürburgring dann wieder weiter im Rennalltag der VLN. Der dritte Lauf des Jahres steht auf dem Programm und wenn man sich die vorläufige Teilnehmerliste anschaut, ist wenig verwunderlich, dass sich in der SP9-Klasse nur noch 8 GT3-Boliden einfinden.

Darunter sind gerade einmal ein Mercedes AMG, eingesetzt von Landgraf Motorsport und zwei Audi R8 LMS. Die Ingolstädter Marke wird aber immerhin vom Sieger-Team der 24 Stunden eingesetzt, allerdings sitzen am Steuer des Boliden von Land Motorsport dieses Mal Jeffrey Schmidt und Michael Ammermüller. Dazu gesellt sich ein R8 von Car Collection Motorsport.

VLN3 Nürburgring Nordschleife
©BRFOTO Dirk Reiter

Daneben kann man sich auf das WTM Wochenspiegel Team Monschau verlassen, die wieder mit ihrem Ferrari 488 GT3 am Start sind. Wenig freuen dürfte sich die Mannschaft über die neue Balance of Performance, die nun nach dem 24h-Rennen zum Einsatz kommt. Der schnelle Italiener muss künftig 10 Kilogramm mehr auf die Waage bringen, zudem muss man den Ladedruck um zwanzig Millibar verringern.

Dagegen darf man sich bei Mercedes und Porsche über einen 0,5 Millimeter größere Luftmengenbegrenzer und somit mehr Leistung freuen. Manthey Racing hat zwei 911 GT3 R am kommenden Wochenende am Start, Frikadelli hat ebenfalls beide Wagen im Einsatz. Während in der ersten Frikadelle Andreas Ziegler die Stammpaarung Klaus Abbelen und Sabine Schmitz unterstützt, übernehmen Alexander Müller und Klaus Bachler die Startnummer #31.

Die glorreichen Neun der GT3-Klasse am kommenden Samstag vervollständigt der BMW Z4 GT3 von Walkenhorst, ein M6 wird nicht dabei sein – wenn, dann dürfte dieses Fabrikat den Ladedruck um 15 Millibar nach oben schrauben. Die Siegermarke der 24 Stunden, Audi, wird dagegen etwas in der Leistung beschnitten und darf nicht über 500 PS kommen, wie beispielsweise Mercedes und Porsche.

Nürburgring Norschleife VLN
©Jan Brucke/VLN

3. Lauf 2017 – Nur 9 GT3 am Start

Das Interesse der GT3-Mannschaften hält sich beim ersten Lauf nach dem 24h-Rennen traditionell im Rahmen, dennoch darf man gespannt sein, wer aus der Riege der schnellen 9 die Nase vorne haben wird. Manthey sollte gute Karten haben, aber vielleicht kann auch der Ferrari von WTM überraschen und auch Frikadelli sollte um den Sieg mitmischen.

„Wir haben unsere Porsche nach dem 24-Stunden-Klassiker komplett überholt und fühlen uns jetzt gut gerüstet, um die VLN-Saison fortzusetzen – zumal die Balance-of-Performance dem 911 GT3 R etwas entgegen gekommen ist“, so Frikadelli Teamchef Abbelen. „Sicher finde ich es etwas schade, dass ab jetzt einige Topautos fehlen werden. Letztlich aber ändert das für uns nichts: Wir konzentrieren uns auch weiterhin nur auf unser Rennen und werden das gleiche Tempo anschlagen wie immer. Wer unsere Konkurrenten sind, ist dabei egal. Wir peilen mit dem Pro-Porsche eine Podestplatzierung an und wollen auch mit unserem GT3 R unter die ersten Drei der Pro-Am-Wertung.“

Insgesamt 146 Nennungen gibt es zu verzeichnen, am stärksten ist erneut die Cup5-BMW M235i Racing Klasse mit 20 Fahrzeugen vertreten. Hier dürfte es mit Sicherheit am engsten zugehen. An der Spitze der Gesamtwertung wird sich auf jeden Fall etwas tun, noch steht Fred Makowiecki dort als bester GT3-Vertreter, doch auch der Franzose fehlt am kommende Wochenende.

BMW M235i Racing
©1VIER.COM

Eifeblitz in Lauerstellung – BMW M235i Racing Cup stark besetzt

Dahinter sind es Thomas Jäger und Rudi Adams, die nur darauf warten, die Spitze zu übernehmen. Auch wenn es ein enger Kampf um den Klassensieg in der Cup5-Wertung wird, wird der Eifelblitz der beiden eine gute Chance auf die Meisterschaftsführung nach dem dritten Lauf haben. Knapp dahinter lautert in der Gesamtwertung der Porsche Cayman vom Pixum Team Adrenalin Motorsport und dem Trio aus Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils. Allerdings treten in der Klasse nur 13 Fahrzeuge an.

In der SP-X tritt erneut der Renault RS01 vom Team GTronix mcchip-dkr mit Heiko Hammel und Dieter Schmidtmann an, der schnelle Franzose wird so etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, sicher zu Recht. Tim Schrick ist ebenfalls wieder mit dem Subaru BRZ gemeldet in der Klasse SP3.

Die V4 kommt am nächsten Samstag ebenfalls gut besetzt mit 16 Teilnehmern um die Ecke, und auch die TCR-Klasse ist mit 9 Startern ordentlich dabei. Hier ist die Favoritenrolle klar, das Duo Gülden und Leuchter will mit dem Siegen fortfahren, 2017 ist man in der Klasse noch ungeschlagen. Spannend wird es also auch ohne die GT3-Masse am kommenden Samstag in der Eifel. In diesem Sinne, Keep Racing!

Zeitplan VLN 3 Nürburgring Nordschleife 2017

08:30 – 10:00 Uhr Zeittraining
11:00 – 11:40 Uhr Startaufstellung
12:00 – 16:00 Uhr Rennen (4 Stunden)
18:00 – 19:00 Uhr Siegerehrung

Frikadelli Porsche Nürburgring
©BRFOTO Dirk Reiter
Share: Beitrag teilen