Pikes Peak – Rennen zu den Wolken

Audi S1 Pikes Peak
©HEEL Verlag GmbH – Audi S1 – Pikes Peak

Die Rocky Mountains in Colorado – Schauplatz des Pikes Peak International Hill Climb. Der jährliche Austragungsort eines der ältesten amerikanischen Motorsportevents schlechthin – die erste Veranstaltung geht zurück auf 1916 – ist immer wieder ein Motorsport-Höhepunkt.

Eingebettet in eine traumhafte Landschaft stehen die Teilnehmer hier vor herausfordernden 19 Kilometern. Die Strecke führt über 156 Kurven hinauf auf 4301 Meter – daher ist es auch als „Race to the Clouds“ – als „Rennen zu den Wolken“ bekannt. Vor allem die Klasse der Unlimited-Cars sorgte und sorgt immer für reichlich Aufmerksamkeit, zuletzt besonders im Jahr 2013, als kein Geringerer als Sébastien Loeb mit dem Peugeot 208 T16 Pikes Peak-Prototypen das Rennen mit der Rekordmarke von 8:13.878 Minuten für sich entscheiden konnte. Erst 2011 fiel die 10 Minuten-Marke, als der Japaner Nobuhiro Tajima mit einem Suzuki SX4 erfolgreich war.

Pikes Peak - Rennen zu den Wolken
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Der Berg in Colorado zog schon immer besondere und einzigartige Fahrzeuge an, 2015 konnte der Australier Rhys Millen als Erster ein Elektroauto zum Sieg führen. Ein Blick in die Historie des Rennens zeigt natürlich eine frühe Dominanz der Amerikaner – insbesondere die Unser-Dynastie war hier sehr erfolgreich. Anfang der 80er Jahre kam es dann zu den ersten Einsätzen von Rallye-Fahrzeugen aus Europa.

Audi Quattro Pikes Peak
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Allen voran Audi, die von 1982 bis 1987 das Geschehen bestimmten. Die vier Ringe dominierten diese Jahre. Der ersten Erfolge konnte noch der Amerikaner John Buffum feiern, dann folgte Michèle Mouton, die als erste Frau das Rennen gewinnen konnte. Höhepunkt der Ingolstädter Geschichte in Pikes Peak war sicher 1987. Der Audi Sport Quattro S1, mittlerweile an die 600 PS stark, sorgte für den damaligen Rekord. Am Steuer: Walter Röhrl.

Wer sich für Motorsport-Historie interessiert, der sollte sich hier als Lesestoff den Band Das Rennen zu den Wolken – Die Audi Pikes Peak Story von Claus-Dieter Andorka gönnen. Das Buch gibt es für 39,95 € beim Heel-Verlag zu bestellen und beschäftigt sich mit den Piloten von damals, die die allradgetriebenen Kraftpakete den Berg hinauftrieben.

Race To The Clouds
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Neben einem Blick in die Geschichte des Rennens mit beeindruckenden Bildern werden die Protagonisten beleuchtet – Walter Röhrl wird ebenfalls ausführlich interviewt. Neben den technischen Details aller Quattro-Fahrzeuge gibt es mit „Unterwegs in der Pikes Peak-Region“ gleich auch noch Reiseempfehlungen rund um ein ganz besonderes Event, was auch noch auf meiner Bucket-List steht.

Beeindruckende Schilderungen des Bergrennens schlechthin, vor allem wenn man auf das letzte Audi-Jahr dort, 1987, blickt. Damals kam es zum Duell Audi mit Röhrl gegen Peugeot mit Vatanten und Kankkunen. Am Ende des Bandes bleibt ein schwerer Seufzer und der Wunsch, die Zeit ein wenig zurückdrehen zu können, als die Quattros noch quer um die Ecke kamen. Oder, um es mit Rallye-Legende Röhrl zu sagen „Wenn du am Pikes Peak nicht so schnell fährst, dass du Angst hast, fährst du nicht schnell genug!“

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