Porsche Supercup – Revanche beim Saisonstart

Porsche Supercup

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Saisonstart Porsche Supercup

Nach dem nationalen Porsche Carrera Cup ging es nun auch international zur Sache. Beim Auftakt des Porsche Supercup im Rahmen der Formel 1 am letzten Wochenende in Barcelona konnte Michael Ammermüller Revanche nehmen. Hatte der 31-jährige in Hockenheim noch Porsche Junior Dennis Olsen den Vortritt lassen müssen, drehte er in Spanien den Spieß herum und feierte seinerseits einen Doppelsieg. Dahinter konnte Olsen bei beiden Rennen ins Ziel kommen – das Duo macht also derzeit die Spitzenplätze in beiden Cups noch unter sich aus.

Insgesamt 31 Piloten gingen im neuen 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup auf dem Circuit de Catalunya an den Start. Im Qualifying am Samstag fuhr Porsche-Junior Matt Campbell (Fach Auto Tech) auf die Pole-Position. Der Australier erwischte im Rennen jedoch einen schlechten Start und lag nach der ersten Runde auf Position sechs.

Ammermüller vor Olsen

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Ammermüller münzte Startplatz zwei in eine Führung um, die er sich bis zum Rennende nach 14 Runden nicht mehr nehmen ließ. Hinter dem Porsche-Routinier entbrannte ein heißer Kampf um die Plätze. Cammish lag auf Platz zwei und wurde mehrfach von Olsen attackiert. Aber erst im zwölften Umlauf gelang es dem Rookie an Cammish vorbei zu gehen. „Ich habe immer wieder Druck auf ihn ausgeübt. Daniel hat einen Fehler gemacht und ich bin vorbei gegangen. Im Supercup auf dem Podium zu stehen, ist schon ein tolles Gefühl“, sagte Olsen.

Cammish sah auf der 4,655 Kilometer Strecke am Ende die Zielflagge als Dritter: „Ich wollte meinen Rhythmus finden, aber Dennis hat das gekonnt verhindert. Aber trotzdem freue ich mich über das Podium.“ Robert Lukas (Olimp Racing by Lukas Motorsport) belegte Platz vier und holte Punkte für Polen. Porsche-Junior Matt Campbell (Fach Auto Tech), der 2016 im Porsche Carrera Cup Australia siegte und von dort in den Porsche Mobil 1 Supercup aufstieg, fuhr auf dem fünften Rang ins Ziel.

„Den Start habe ich mir leider selbst etwas kaputt gemacht. Ich habe die Kupplung zu früh kommen lassen und beinahe den Motor abgewürgt. Lektion gelernt, am Start muss ich arbeiten. Hoffentlich gelingt mir das im Sonntagsrennen besser“, erklärte Campbell. Sein britischer Teamkollege Josh Webster wurde Sechster. Den Sieg in der Amateur-Wertung sicherte sich Egidio Perfetti (NL/Momo-Megatron Team Partrax).

Michael Ammermüller

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Ganz vorne war jedoch Michael Amermüller nicht zu stoppen: „Das Rennen war für mich perfekt. Nach der kurzen Safety-Car-Phase gleich nach der ersten Runde konnte ich mich beim Re-Start vom Feld absetzen und das Rennen nach Hause fahren. Ich freue mich, dass ich heute 20 Punkte für Deutschland holen konnte“.

Das Starterfeld auf dem Circuit de Catalunya ist das internationalste in der 25-jährigen Geschichte des Porsche Mobil 1 Supercup. Während der Jubiläums-Saison werden Fahrer aus 18 Nationen am Start sein, von denen 16 in der neu geschaffenen Nations League antreten. „Wir hatten eine sehr große Nachfrage im Supercup und freuen uns, dass neben erfahrenen Piloten auch zahlreiche Aufsteiger aus den nationalen Markenpokalen und neue Teams mit dabei sind“, so Oliver Schwab, seines Zeichens Leiter des Porsche Mobil 1Supercup.

Knapper wurde es am Sonntag, doch auch hier behielt Ammermüller die Oberhand. Die Zuschauer auf den gut gefüllten Tribünen sahen einen spektakulären zweiten Lauf, der an Action kaum zu überbieten war. Porsche-Junior Campbell startete von der Pole-Position. Der 22-jährige Australier konnte den Startvorteil jedoch nicht in eine Führung ummünzen und musste im ersten Umlauf Cammish passieren lassen. In der zweiten Runde setzte sich Ammermüller durch ein gekonntes Überholmanöver an die Spitze des Feldes und Cammish fiel auf Platz vier zurück.

Porsche Supercup Barcelona

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In den nachfolgenden zwölf Runden bildete sich mit Ammermüller, Campbell und Olsen ein Triumvirat, das sich nach allen Regeln der Kunst um den Sieg balgte. „Ich hatte einen guten Start, habe aber außen die falsche Linie gewählt und Positionen verloren. Zwischendrin musste ich ganz schön kämpfen. Zweimal als Zweiter auf dem Podium ist ein sehr guter Saisonstart“, resümierte Olsen. Auch sein Junioren-Kollege Campbell war zufrieden: „Mit Platz drei bin ich happy, denn es lief noch nicht alles optimal. Es ist meine erste Supercup-Saison und man spürt die enorme Leistungsdichte in dieser Serie. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.“

Nach Ammermüller, Olsen und Campbell belegte Cammish Platz vier. Der Luxemburger Dylan Pereira (Lechner Racing Middle East) konnte in seiner zweiten Supercup-Saison mit Platz fünf seine beste Platzierung einfahren. Gastfahrer Tom Oliphant (GB/Lechner Racing Middle East) kam als Sechster ins Ziel. Bester Amateurfahrer auf der 4,655 Kilometer Strecke war Roar Lindland (N/MRS Cup-Racing). In der neu geschaffenen Nationenwertung, der Nations League, liegt nach zwei von elf Läufen Deutschland mit 40 Punkten an der Spitze. Norwegen rangiert mit 36 Zählern auf Platz zwei. Dahinter belegt Großbritannien (30 Punkte) den dritten Platz vor Australien (28 Punkte).

Porsche Cockpit Ammermüller

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Vom 25. bis 28 Mai macht der Porsche Mobil 1 Supercup Station in Monaco: Der dritte Lauf des Porsche Mobil 1 Supercup wird auf der legendären Rennstrecke von Monte Carlo ausgetragen. Der 3,340 Kilometer lange Stadtkurs ist ein Highlight im Rennkalender unter anderem auch wegen des ungewöhnlichen Fahrerlagers: In unmittelbarer Nähe vom Heli-Port stehen alle Fahrzeuge unter dem Dach des stationären Zirkuszelts Chapiteau de Fontvieille.

„In Monaco konnte ich leider noch nie gewinnen. In diesem Jahr wünsche ich mir etwas Glück im Qualifying und dann möchte ich auch mal dort einen Sieg einfahren”, erklärte Ammermüller, der als Meisterschaftsführender von Barcelona nach Monaco reist.

Porsche Cup

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