Range Rover Velar – sportlicher SUV der Briten

Range Rover Velar
Foto: ampnet

Vorstellung Range Rover Velar

Heute ist es mal wieder an der Zeit, den Blick von der Rennstrecke auf die Straße zu werfen, genauer gesagt auf den neuen Range Rover Velar . Mit dem Wagen erweitert Land Rover seine Premiumlinie um ein viertes Modell. Der SUV reiht sich zwischen dem Evoque und dem Range Rover Sport ein und feierte Anfang März in London Weltpremiere. Begeistern soll das Fahrzeug neben seinem dynamischen Design unter anderem durch große Bildschirme im Cockpit sowie mittels eines Antriebs, welches sich automatisch an das Gelände anpasst.

Dynamischer SUV mit überzeugender Geländegängigkeit

Nach gut drei Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit im englischen Gaydon bringt Jaguar-Land-Rover den Velar auf den Markt. Experten wird die Modellbezeichnung nicht unbekannt sein, zumal der Autobauer den Namen Velar bereits im Jahr 1969 beim allerersten Prototypen eines Range Rovers verwendet hatte.

Mit seiner Länge von 4,80 Meter soll der hochbeinige Fünftürer die Lücke zwischen dem 4,36 Meter langen Range Rover Evoque und dem mit 4,85 Meter etwas längeren Range Rover Sport füllen. Auch der Radstand liegt mit seinen 2,87 Metern zwischen dem Evoque (2,66 Meter) und dem Range Rover Sport (2,92 Meter). Dabei soll der Range Rover Velar auf jene Kundschaft abzielen, denen Dynamik wichtiger ist als eine ultimative Geländetauglichkeit. Der SUV steht damit unter anderem in Konkurrenz zum Mercedes GLE Coupé, Porsche Cayenne und dem BMW X6.

Exterieur

Geprägt wird die vierte Range Rover-Baureihe durch ein avantgardisches Karosseriedesign und moderne Technologien. Ein Beispiel sind etwa die Voll-LED-Scheinwerfer des Velar, welche die schmalsten sind, die der Autobauer jemals in ein Serienmodell integriert hat. Herausfahrbare Türgriffe sollen zum reduktiven Charakter des schnörkellosen Designs beitragen und den Luftwiderstandsbeiwert der Karosserie auf einen cW-Wert von 0,32 senken.

Demnach soll der Velar das aerodynamisch effizienteste Modell in der Geschichte von Range Rover sein. Die innovativen Türgriffe ziehen sich beim Abschließen des Fahrzeugs oder bei Geschwindigkeiten von über 8 km/h automatisch ein. Die Leichtbau-Karosserie besteht zu 80 Prozent aus Aluminium und ist an den Range Rover Sport angelehnt. Die Front ist für einen Land Rover unverwechselbar, wobei die Lufteinlässe gegenüber dem Evoque und dem Range Rover Sport größer ausfallen. Bei der Version mit Luftfahrwerk weist der Velar eine Bodenfreiheit von 25 cm auf, wodurch Wasserdurchfahrten bis 65 cm kein Problem darstellen sollen.

Interieur

Einen deutlichen Stilbruch zur Vergangenheit offenbart der Velar in Hinblick auf die Tasten der elektrischen Fensterheber. Traditionell wurden diese selbst beim Jaguar F-Pace oben auf der Türverkleidung platziert. Von dieser Eigenheit ist Land Rover beim Velar abgerückt. Die Detailverliebtheit wird anhand der Lochmuster auf den Ledersitzen, dem Union Jack als Muster auf den Lautsprecherabdeckungen oder der Kontur auf der B-Säule ersichtlich.

Auffällig sind die Touchpads auf den Lenkradspeichern, der versenkbare Wählhebel für die Automatik sowie zwei 10,2 Zoll große Touchscreens, die sich gut in das Gesamtdesign einfügen. Unter der mittleren Armablage hat Land Rover zwei USB-Anschlüsse vorgesehen. Nach wie vor setzt der Autobauer in puncto Connectivity auf eine eigene App-Integration, anhand derer Sie sich etwa Spotify ins Auto holen können. Maximal 5 Personen finden im Velar Platz, zumal keine dritte Sitzreihe vorhanden ist. Dafür lassen sich die Vordersitze 20-fach einstellen und sind auf Wunsch klimatisiert, beheizt und mit Massagefunktion versehen. Das Gepäckabteil umfasst 673 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen sind es bis zu 1.731 Liter. Der Tank umfasst gut 60 Liter.

Antrieb und Preise

Die Motorenausstattung setzt sich aus Vier- sowie Sechs-Zylinder-Motoren zusammen, welche ihre Leistung aus zwei bzw. drei Litern Hubraum schöpfen. Die Vier-Zylinder – allesamt Turbos oder Bi-Turbos – kommen als Selbstzünder auf 180 PS (132 kW) und 240 PS (176 kW) bei einem maximalen Drehmoment von 430 und 500 Newtonmeter. Dahingegen bieten die beiden Benziner 250 PS (184 kW) und 300 PS (221 kW) sowie 365 und 400 Newtonmeter.

Der 3-Liter-V6-Benziner mit Kompressor-Aufladung leistet 380 PS (280 kW) und beschleunigt in 5,7 Sekunden von Tempo 0 auf 100 und weiter auf eine Spitze von 250 km/h. Der Normverbrauch beläuft sich je nach Modell auf 5,4 bis 9,4 Liter für 100 km. Sämtliche Motorisierungen sind an eine Achtgang-Automatik von ZF und Allradantrieb gekoppelt. Erhältlich ist der SUV seit diesem Sommer zum Einstiegspreis von 56.400 Euro. Den 3-Liter großen V6-Benziner gibt es ab 67.100 Euro, den ebenfalls 3-Liter großen Sechszylinder Diesel hingegen ab 66.400 Euro zu kaufen.

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