Skoda-Doppelsieg auf Sardinien

Skoda WRC2 Italien
©ŠKODA

Jan Kopecký WRC2-Sieger der Rallye Italien

Sonne und Spaß, Regen und Frust, Nebel und blauer Himmel, Staub und Schlamm: Die 2018er Auflage der Rallye Italien Sardinien hielt alle Arten von Wetter- und Fahrbahnbedingungen für die Teams bereit, die 20 Wertungsprüfungen über mehr als 314 Kilometer auf der wunderschönen Mittelmeerinsel bewältigen mussten.

Die Skoda-Werksfahrer Jan Kopecký mit Co Pavel Dresler lagen bereits vor dem letzten Tag der Rallye mit mehr als drei Minuten komfortabel in Führung. Ihre Teamkollegen Ole Christian Veiby und Stig Rune Skjaermœn hatten nach ihrem Pech vom Freitag, als sie ein Problem mit einer Radaufhängung zurückgeworfen hatte, kräftig Boden gutgemacht.

Sie waren am Samstag mit einer Serie von sechs Bestzeiten auf Rang drei nach vorne gestürmt, wollten aber am Schlusstag der Rallye noch mehr. Auf den verbleibenden vier Wertungsprüfungen über rund 42 Kilometer galt es, einen Rückstand von 28,2 Sekunden aufzuholen, um Rang zwei in der WRC 2-Kategorie zu erobern.

Veiby blies daher zur Attacke. Schon auf der ersten Wertungsprüfung des Sonntags waren sie zwölf Sekunden schneller als der zweitplatzierte Hyundai Fahrer Ciamin und verkürzten den Abstand auf 16,2 Sekunden.

Während Jan Kopecký zugab; „Ich fahre praktisch um jeden Stein herum und möchte meinen Skoda Fabia R5 und den Sieg unbedingt ins Ziel bringen”, setzte Ole Christian Veiby seine massive Attacke weiter fort.

Skoda WRC2 Sardinien 2018
©Honza Fronek via ŠKODA

Auf den 6,96 Kilometern der 18. Wertungsprüfung war er noch einmal 11,6 Sekunden schneller als sein Rivale um den zweiten Rang und reduzierte dessen Vorsprung damit auf nur noch 4,6 Sekunden. Eine Prüfung später zog Veiby dann schließlich vorbei und brachte dieses tolle Ergebnis einer beeindruckenden Aufholjagd bis ins Ziel nach Alghero. Mit diesem Top-Resultat verbesserte er sich zugleich in der WRC 2-Meisterschaftstabelle auf Rang drei.

Skoda Motorsport-Chef Michal Hrabánek freute sich im Ziel: „Was für eine beeindruckende Leistung von Jan und Ole Christian gleichermaßen. Was mich besonders stolz macht: Wir können den sechsten Sieg bei den bislang sieben WRC 2-Läufen 2018 feiern und sind auf einem guten Weg, unsere Titel zu verteidigen. Was die Meisterschaft im Hinblick auf die Fahrer betrifft, dürfen Pontus und Jan bis Saisonende die gleiche Anzahl an Rallyes fahren und bekommen so identische Chancen im Kampf um den Fahrertitel. Möge der Bessere gewinnen!”

WRC2 Rallye Italien – viele Ausfälle

Während an der Spitze also am Ende mal wieder alles in Skoda-Hand war, lief es bei vielen anderen dagegen nicht rund. Toyota-Junior Hiroki Arai zeigte früh seinen Speed und konnte sogar kurzzeitig die Führung übernehmen, bevor er dann aber ins Aus rutschte.

Citroen C3 R5 WRC2
©Vialatte.A via Citroën Racing Media

Auch andere wurden Opfer der diesjährigen WRC2-Ausgabe auf Sardinien. Europameister Katejan Kajetanowicz und Ex-Junioren-Weltmeister Simone Tempestini mussten sich ebenso verabschieden wie Stéphane Lefebvre, der den Citroen C3 R5 in die sardinische Landschaft beförderte. Nach zwischenzeitlicher Führung sicher kein Empfehlungsschreiben des Franzosen für eine Rückkehr in die WRC Top-Kategorie. Immerhin standen für Lefebvre vier WP-Bestzeiten zu Buche. So ging der Titel Best oft he Rest bei der diesjährigen Rallye Italien an Hyundai-Privatier Nicolas Ciamin. Vorne hat in der WRC2 aber weiterhin Skoda das Sagen. In diesem Sinne, Keep Rallying!

Hiroki Arai
©Toyota Gazoo Racing WRC – Hiroki Arai