Smoke in Sonoma – Aufschwung Rundstrecke

Sonoma 2015
©Robert Laberge/NASCAR via Getty Images

Während sein Teamkollege Kurt Busch seinen Bruder an der Spitze umsonst jagte und sich mit Rang 2 hinter Kyle begnügen musste, konnte man auf der Rundstrecke von Sonoma – ehemals als Infineon Raceway bekannt – beim Teamboss immerhin einen Aufwärtstrend erkennen.

Rang 12 war es am Ende für Tony Stewart, das alleine ist sicher nicht eine Platzierung, die seinen Erwartungen entspricht.  Dabei lohnt ein genauer Blick auf das Renngeschehen. Die letze Gelbphase verhagelte der Startnumer #14 nämlich die Strategie nachhaltig. An fünfter Stelle liegend war er zu einem weiteren Stopp gezwungen, da er sonst mit älteren Reifen ein leichtes Opfer gewesen wäre. Der Boxenstopp lief auch nicht einwandfrei – passend zum bisherigen Jahr von Smoke – und so reihte er sich als 16. wieder ins Feld ein.

7 Runden verblieben noch, in denen er sich wieder auf Rang 12 nach vorne arbeiten konnte. Immerhin, auch wenn die Teamkollegen Busch (#41 2.Platz) und Harvick (#4 4.Platz) am Ende doch wieder weiter vorne lagen, war es ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es zeigt für mich auch, dass man Smoke einfach seine Zeit geben muss, abschreiben sollte man ihn aber auf keinen Fall.

#14 NASCAR Sprint Cup Series
©Matt Sullivan/NASCAR via Getty Images

Was fehlt derzeit? Das Vetrauen in das eigene Können ist derzeit auf jeden Fall gestört – dies gibt er auch selber zu. „Ich sollte das googeln und schauen, ob ich die Bedeutung des Wortes finden kann“, so Stewart. Es zeigt auf, wie sehr er mit der aktuellen Situation zu kämpfen hat. Er sucht die Fehler bei sich selbst: „Ich würde sagen es liegt an mir und dem Gesamtpaket – aus irgendeinem Grund passt das derzeit nicht zusammen“.

Stewart ist kein Fan der aktuellen NASCAR-Regularien im Bezug auf höhere Downforce und weniger PS unter dem Hintern. Letztlich nimmt er aber die Schuld auf sich. „Es wird länger als nur ein Rennen dauern. Wir könnten ein Rennen irgendwo gewinnen und ich würde nicht sagen – Wir haben es gefunden – Konstanz ist das, was ich vielmehr suche als diesen einen Sieg“, so Stewart.

Stewart #14
©Brian Lawdermilk/NASCAR via Getty Images

Sonoma war ein richtiger Schritt in die Richtung – aber wichtiger sind insbesondere die 1,5 Meilen-Ovale. „Think Outside the Oval“ – das galt nur für das vergangene Wochenende – viel wichtiger werden die künftigen Gedanken im Oval sein. Tony Stewart redet aber nach wie vor Klartext – insofern bin ich hier bester Hoffnung, dass er auf dem richtigen Weg ist.

Interessant ist dann noch seine Aussage zum Thema Reglement – und die trifft nicht nur auf die NASCAR zu: „Die Aerodynamik darf nicht so wichtig sein, stellt den mechanischen Grip wieder in den Vordergrund. Mechanischer Grip weiß nicht, wo die Luft ist, weiß nicht, ob sich ein Auto vor, hinter dir oder sonstwo befindet. Das sind meine „Two Cents“ und sie kommen aus 37 Jahren Rennerfahrung mit 25 unterschiedlichen Typen von Rennwagen“. In diesem Sinne, Keep Racing #14!