Tony Stewart – Licht am Horizont

Tony Stewart - #14 - Watkins Glen 2015
©Chris Graythen/NASCAR via Getty Images – „the Glen “ 2015

Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Das Sprichwort kommt einem direkt nach dem gestrigen NASCAR Sprint Cup Lauf in Watkins Glen für Tony Stewart in den Sinn.

Für die #14 der NASCAR war das Jahr 2015 über weite Strecken bis dato alles andere als erfreulich, kein Frage. Für Tony Stewart war es ein Comeback auf dem klassischen Straßenkurs, nachdem er die letzten beiden Jahre hier aussetzen musste. Vor zwei Jahren zwang ihn ein Unfall und der damit einhergehende Beinbruch zur Pause, letztes Jahr war er aufgrund der Tragödie um Kevin Ward Jr. nicht am Start.

Stewart und Watkins Glen – das hat in der Vergangenheit immer gut zueinander gepasst. Fünf Mal schaffte es Smoke in die Vicory Lane als Rennsieger. Und die diesjährige Qualifikation war auch ein erster Hoffnungsschimmer für den Boss bei Stewart-Haas Racing. Startplatz 3 klingt schon eher danach, wo ein Stewart (immer noch) hingehört.

Leider ist die Geschichte des Rennens schnell erzählt, sie endete bereits in Runde 56. Für Smoke ging es zwar zu Beginn des Rennens wieder ein Stück weit zurück mit nicht optimalen Handling, er konnte sich aber über weite Strecken in den Top 10 halten. Der #14-Chevrolet erlitt dann einen Schaden an der Hinterachse und rollte aus – moke ging einSfach das Öl im Getriebe aus. Erst hat man kein Glück…

Was nach Watkins Glen bleibt, ist dennoch Hoffnung auf einen Sprung nach vorne in der Leistung der #14. Rang 4 in der Qualifikaton in Indianapolis, wo er zwischenzeitlich bis auf Rang 2 nach vorne kam. Zwar hat man hier mit der Sicherheitsvariante bei den Boxenstopps ein gutes Resultat letzlich dann verhindert, doch schon in Pocono folgte erneute eine starke Qualifikation (5.) und mit einem 9. Platz das beste Ergebnis seit Bristol im April diesen Jahres.

Smoke in Indianapolis
© Andy Lyons/NASCAR via Getty Images – #14 Smoke schon stark unterwegs in Indianapolis

Die Resultate spiegeln es noch nicht wieder, und die Punkte auf gar keinen Fall – aktuell rangiert Tony auf Platz 26 der Sprint Cup Gesamtwertung – doch nach und nach sieht man Licht am Horizont. „Am Ende des Tages zeigen es die Resultate zwar nicht, aber ich habe das Gefühl, dass wir langsam in Schwung kommen“, so der dreimalige NASCAR Champion.

Watkins Glen war aber aus anderer Sicht an diesem Wochenende kein einfaches Pflaster für Stewart. Der Unfall mit Kevin Ward Jr. bei den Sprint Cars, bei dem der Nachwuchsfahrer sein Leben ließ, ist nun ein Jahr her. Von außen lässt sich schwerlich beurteilen, wie sehr es Tony Stewart belastet. Das ihn das für immer verändert hat, gibt er offen zu. Erschwerend kam am Wochenende die Neuigkeit dazu, dass die Familie des verunglückten Ward nun eine Zivilklage gegen Tony auf den Weg gebracht hat.

Während im NASCAR Sprint Cup also derzeit der Kampf um die letzten Plätze in den Playoffs tobt – nur noch vier Rennen sind zu absolvieren, bevor es in den Chase geht – hat Tony Stewart eigene Ziele: zu alter Stärke zurückfinden – dann wird auch Smoke wieder in den Chase eingreifen. Die NASCAR braucht solche Typen wie Smoke, im Motorsport generell gibt es heutzutage zu wenig von der Sorte. Die Zeit der #14 ist  noch lange nicht vorbei. In diesem Sinne, Keep Racing!

Tony Stewart #14 SHR
©Sean Gardner/NASCAR via Getty Images