Tragische Helden

Tragische Helden
©HEEL Verlag GmbH

Hundertprozentige Sicherheit wird es im Motorsport nie geben. Dennoch, in der heutigen Zeit hat sich der Rennsport deutlich weiterentwickelt, ein Restrisiko wird man aber niemals ausschließen können. Blickt man allerdings einige Jahre zurück, insbesondere in die 1960er und 1970er Jahre, zeigte sich noch ein ganz anderes Bild.

In Zeiten wo noch „Sex is safe and Motorsport is dangerous“ galt, war den Piloten damals oft nicht klar, ob sie alle das Rennwochenende überlebten. Im Buch Rennfahrertod – 50 Tragische Helden vom Heel-Verlag erinnern die beiden Autoren Michael Behrndt und Jörg-Thomas Födisch an viele Namen, die den höchsten Preis für Ihre Passion zahlen mussten. Beide haben die Zeit selbst miterlebt und beschreiben in zahlreichen einfühlsamen Porträts die Geschichte der Piloten, die zu viel zu früh von uns gehen mussten.

Stefan Bellof
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Mit zahlreichen unveröffentlichten Fotos wird an bis heute unvergessene Rennfahrer erinnert. Die Bilder sind mit Bedacht gewählt, das ein oder andere Foto, welches ein Wrack eines Wagens zeigt, lässt einen schon schlucken. Dennoch, die Auswahl ist gelungen, wer Sensationslust sucht, der ist hier falsch.

Natürlich tauchen viele bekannte Namen hier auf. Ayrton „Magic“ Senna natürlich, oder auch Gilles Villeneuve , Elio de Angelis, Manfred Winkelhock oder Stefan Bellof – alles Namen gesegnet mit ganz besonderem Talent, die die Bühne des Motorsports plötzlich und unerwartet verließen. Nicht nur die Formel 1 spielt somit eine Rolle, auch andere Serien wie die Sportprototypen.

Ayrton Senna 89 Hockenheimring
©racing14.de via Hans-Joachim Beine – Ayrton Senna 1989 in Hockenheim

Das Buch erinnert weiter an Namen, die auch vielen Motorsportfans nicht mehr im Gedächtnis sind. Tom Pryce, Patrick Depailler, Roger Williamson und andere. Insbesondere die Aufnahmen aus den 50er Jahren lassen einen aus heutiger Sicht nur verwundert nachdenken, wie sich jemand überhaupt in solch einen Boliden setzten konnte.

Buch Rennfahrertod
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Der Band ist eine mehr als gelungene Erinnerung an viele Piloten. Auf den Werdegang jedes einzelnen wird sehr genau eingegangen, am Schluss bleibt bei den einzelnen Porträts ein Kloß im Hals.

Die komplette Sicherheit kann und wird es nie geben, dafür ist der Motorsport zu nah am Limit und oftmals auch darüber unterwegs. Die 50 tragischen Helden, die vor vielen Jahren unterwegs waren, hatten aber damlals deutlich schlechtere Voraussetzungen. Rennfahrertod – 50 Tragische Helden im Porträt – der Titel klingt vielleicht zunächst etwas deprimierend, den Autoren ist aber vor allem eins gelungen – eine einfühlsame Erinnerung.

Rennfahrertod - 50 Tragische Helden
©HEEL Verlag GmbH
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