Unterwegs – TT Circuit Assen

TT Circuit Assen
©racing14.de – Welcome to the Cathredal of Speed

Vor ein paar Wochen fiel mein Blick auf den Rennkalender der Acceleration14-Eventreihe. Saisonfinale in Assen hieß es da. Assen? Ein weißer Fleck bis zu diesem Zeitpunkt auf meiner motorsportlichen Ausflugskarte. Trotz zahlreichen Rennbesuchen in den letzten Jahren. Zum legendären TT Circuit Assen hatte ich es bis dato nicht geschafft. Dies mag sicher daran liegen, dass mein Fokus auf vier Rädern liegt und nicht dem Motorradsport gewidmet ist.

Doch oft habe ich die Königsklasse der Motorräder, die MotoGP, immer mal wieder vor dem Bildschirm bei ihrem Auftritt in Assen verfolgt, zumindest, wenn es die Zeit zuließ. Die „Dutch TT“, das Rennen der heutigen MotoGP, ist jedes Jahr ein absolutes Highlight im Kalender. Im Rahmen der Acceleration14-Rennen hab ich mich dann also im Oktober aufgemacht, diese Zustand – “ Ich war noch nie in Assen “ – zu ändern.

©racing14.de - on the Grid in Assen
©racing14.de – on the Grid in Assen

So um die 2 1/2 Stunden Fahrzeit muss man grob schätzen, wenn man im Rheinland oder Ruhrgebiet startet, der TT Circuit Assen liegt keine 100km von Meppen entfernt, um mal einen weiteren Anhaltspunkt zu nennen.

Motorsport in Assen hat im übrigen eine lange Tradition. Schon 1925 wurde das erste Rennen ausgetragen, damals noch auf öffentlichen Straßen. Ab 1955 fanden die Rennen dann auf einer klassisch permanenten Rennstrecke statt, damals noch mit einer Streckenlänge von über 7 Kilometern. In der Neuzeit und aktuell beträgt die Länge des Kurses 4,555 Kilometer.

Eins fällt einem in Assen direkt auf. Die Strecke wurde vornehmlich für Motorräder entworfen, im Gegensatz zu vielen anderen Rennstrecken, die ich schon im Laufe der Jahre besucht habe. Da kommt einem zu Beginn der Gedanke beim Blick auf die Start-Ziel Gerade und das erste Kurvengeschlängel: „irgendwie alles doch recht eng“. Zumindest beim Anblick der FA1- Boliden, der ehemaligen A1-GP Wagen, die sich im Oktober im Rahmen des Finallaufes der Acceleration14-Saison auf  die Strecke begaben.

FA1 Acceleration14 Assen
©racing14.de – die letzte Schikane in Assen hat es in sich…

Einer der besten und sicher auch spektakulärsten Zuschauerplätze ist die – nicht überdachte – Tribüne an der letzten Schikane. Hier geht es traditionell heiß her, bei den Motorräder sowieso, aber auch bei allen anderen Rennserien. Gerade auch für die Boliden der Formula Acceleration eine nicht ganz einfache Passage. Auch von Teilen der Haupttribüne kann man die Schikane noch ganz gut einsehen, am Ende der Boxengasse im Fahrerlager kann man desweiteren einen guten Blick auf das erste Kurvengeschlängel bekommen, wo so ein großer Formel-Bolide ab und an sicher ein wenig deplaziert wirkt.

Rundenrekordhalter in Assen auf vier Rädern ist übrigens ein gewisser Sebastian Bourdais bei dem Auftritt der amerikanischen ChampCar im Jahr 2007 auf der nierderländischen Strecke. In 1:18:756 min umrundete der Franzose, damals in Diensten von Newman-Haas, den Kurs. Zum Vergleich: Die FA1-Boliden brauchten so um die 1:25 Minuten.

Die Acceleration-Eventreihe hatte beim Finale neben zahlreichen Rennserien mit vier Rädern auch eine Motorrad-Serie im Gepäck. Und somit bekam ich auch ersten Eindruck, wie der Kurs auf zwei Rädern für den Zuschauer wirkt. Was soll ich sagen? Das Interesse, hier die MotoGP einmal live zu erleben, ist dadurch auf jeden Fall geweckt worden.

Ansonsten ist der Komplex rund um den Circuit Assen modern, direkt nebenan liegt die TT Circuit Hall, eine Veranstaltungshalle. Auch über die Zufahrtswege kann man sich nicht beklagen. Die Wege an der Strecke sind ebenfalls nicht allzulang. Fazit: Warum habe ich nicht schon viel früher einmal in Assen vorbeigeschaut? Es lohnt sich, auf jeden Fall! In diesem Sinne, Keep Racing!

Leaving Circuit
©racing14.de

Tipps und wichtige Links:

Offizielle Website

Unterkunft: In Assen selber gibt es genügend Möglichkeiten, etwas günstiger kann es durchaus außerhalb sein. Für den, der es etwas ruhiger mag, kann ich das Hotel Lubbelinkhof empfehlen, das liegt im Ort Odoorn und man ist in 20-30 Minuten an der Strecke. Rechtzeitig gebucht, beispielsweise über booking.com ist das auch erschwinglich.

Eine weitere Alternative ist das Fletcher Hotel – Restaurant de Zeegser Duinen in Zeegse, in 20 Minuten Entfernung.

Alle Bilder vom Besuch in Assen: FA1 und alle Serien

PS: Bewegte Bilder rund um Assen gibt es auch zu Genüge, hier mal der Blick auf die Rennen der Formula Acceleration letzten Oktober:

Nigel Melkers championship Acceleration FA1 races 2014 at Assen, The Netherlands

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