Virtual Racing im Zeitalter des eSports

esports - der Weg vom Virtual Racing in den Motorsport
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eSports – Ein Blick auf Virtual Racing

Der Siegeszug des eSports ist nicht zu stoppen. Längst ist das Zocken auf Profiniveau ein Millionengeschäft und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Immer mehr Sportvereine und Sponsoren entdecken die Branche neu für sich und die Zahl der Zuschauer bei großen Turnieren kann mit denen der NBA Finals mithalten.

Besonders beliebt sind Ego-Shooter, Echtzeit-Strategiespiele und das Genre Multiplayer Online Battle Arena (MOBA). Doch auch in anderen Spielegenres gibt es eSports-Ligen, die aktuell nicht ganz so viel Beachtung finden. Dazu gehören auch Rennsimulationen, auch bekannt als Virtual Racing-Spiele. Obwohl diese Spiele seit Jahrzehnten zu den meistverkauften Konsolentiteln gehören, hinkt ihre Beliebtheit im eSport hinter der von Spielen wie Counter-Strike oder League of Legends her. Dabei hätten diese Spiele viel Potential.

Virtual Racing in eSports-Ligen und Sportwetten

Ähnlich wie bei anderen Computerspielen sind eine Reihe von Fähigkeiten gefragt, um auf hohem Niveau spielen zu können. Eine gute Hand-Augen-Koordination, schnelles Reaktionsvermögen und die richtige Taktik gehören alle zu den Voraussetzungen, um ein virtuelles Rennen zu gewinnen.

Wie in echten Rennen entscheiden zum Schluss oft Sekundenbruchteile darüber, wer als Sieger hervorgeht und wer sich mit einem zweiten Platz begnügen muss. Der Spannungsfaktor wäre also groß, wenn eine Organisation wie die eSport Liga ESL ein Turnier veranstalten würde. Und zwar nicht nur für die Spieler, sondern auch für die zahlreichen Fans von eSport-Wetten, die auf ihren persönlichen Favoriten gesetzt haben.

Noch sind allerdings keine Rennsimulationen bei den großen Ligen mit dabei. Fans können trotzdem Turniere wie die F1 eSports Series oder seit 2018 auch die Le Mans eSports Series verfolgen. Diese Entwicklung steht erst am Anfang, sodass es sich lohnt, in den nächsten Jahren das Geschehen genau zu verfolgen. Es sind in jedem Fall noch große Sprünge zu erwarten.

Virtual Racing als Einstieg in eine Karriere als Rennfahrer

Bekannt ist, dass die US-Armee schon seit Jahren Shooter-Spiele einsetzt, um neue Rekruten anzuwerben und auf den Einsatz in Kriegsgebieten vorzubereiten. Doch egal wie viele Treffer man mit Tastatur und Maus landet, für die weitere Laufbahn bringen sie keinen Vorteil. Anders ist es für talentierte Sim-Rennfahrer.

Sie können ihre Fähigkeiten durchaus als Sprungbrett für eine Karriere hinter dem Steuer echter Rennautos nutzen. Möglich macht es seit 2008 die GT Academy. Dieser internationale Wettbewerb wird unter anderem vom Nissan-Konzern und der Marke PlayStation veranstaltet. In ihm treten die besten Spieler der Rennsimulation Gran Turismo gegeneinander an.

vom Virtual Racing ins echte Cockpit
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Die Besten unter ihnen liefern sich im Anschluss mit echten Rennwagen einen Kampf um den Hauptgewinn: einen Platz im Rennteam von Nissan. So verschwimmen die Grenzen zwischen der virtuellen und der echten Welt, denn wer in einem realistischen Rennsimulator das Zeug zum Champion hat, besitzt auch die Fähigkeiten, die auf einer richtigen Rennstrecke benötigt werden.

Wer sich also Sorgen macht, weil der pubertierende Nachwuchs von morgens bis abends vor der PlayStation sitzt, der kann beruhigt sein. Das Zocken könnte der Grundstein für eine große Karriere sein. Und wenn nicht, dann können viele der Fähigkeiten, die beim Spielen erworben werden, auch an anderer Stelle gewinnbringend eingesetzt werden.

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