Viva Las Vegas – NASCAR in Nevada

Start KobaltTools400 NASCAR Las Vegas
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Der Sprint Cup hat gerade den Las Vegas Motor Speedway hinter sich gelassen. Für einige deutsche Fans der NASCAR ist die Spielermetropole in Nevada schon Reiseziel Nr. 1 gewesen, wenn es um einen Live-Besuch eines Rennens ging. Und das auch aus gutem Grund. Mich verschlug es im März 2011 in die Wüste. Hotels gibt es in Vegas natürlich ohne Ende, wobei Hotel es nicht ganz trifft. Riesenkomplexe muss man dazu eher sagen, die man im Prinzip gar nicht verlassen müsste, da es Geschäfte und Restaurants en masse gibt, natürlich neben dem Hauptgeschäft, den Casinos.

Grandstand Las Vegas Motor Speedway
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Am besten immer mal auf den gängigen Reiseportalen (wie beispielsweise expedia) nach einem günstigen Hotelangebot suchen. Wir sind damals schließlich im Stratosphere Hotel gelandet, am nördlichen Ende des „Strips“, des Las Vegas Boulevard, der mit Hotels und Casions nur so übersäht ist. Vorteil, wenn man von der Rennstrecke aus zurück fährt ist natürlich, dass man nicht den ganzen Strip entlang fahren muss. Der Las Vegas Motor Speedway ist von hier aus keine halbe Fahrstunde entfernt.

Entrance Las Vegas Speedway
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Las Vegas ist sicher eins der wichtigeren touristischen Ziele in den USA, daher sollte man genügend Flüge finden. Auch hier empfehle ich eher das Ganze über ein Reiseportal als Gesamtpaket zu buchen, statt sich Flug, Hotel und evtl. Mietwagen einzeln zu besorgen. Da sich hier immer mal wieder Angebote finden, kommt man meist günstiger weg. Wenn das Ziel NASCAR heißt, ist man natürlich an den Renntermin Anfang März gebunden, also unbedingt rechtzeitig vorher immer mal nachschauen, neben den gängigen Reiseportalen wie expedia empfehle ich auch immer mal auf urlaubspiraten.de zu schauen, hier ist auch schon mal Las Vegas vertreten.

Start Finish Nationwide
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Man kann auch per Shuttle sicher gut an die Rennstrecke kommen, wenn möglich, finde ich persönlich den Mietwagen aber die bessere Variante. Amerika, egal wo, ist nun einmal ein „Autoland“. Der Stau zurück in die City selber hielt sich in Grenzen. Beim Samstagsrennen der Nationwide Series, der zweiten NASCAR-Liga, lief das Ganze sehr gut. Klar, dass es am Sonntag abend nach dem Rennen des Sprint Cup noch zu Stau kam, aber wer mal nach einer Großveranstaltung vom Nürburgring aus zurück gefahren ist, für den ist das Ganze ja fast schon harmlos.

Las Vegas Truck Parade
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Vegas zieht viele deutsche NASCAR Fans an und das hat neben den Annehmlichkeiten der Touristenmetropole auch andere Gründe. Am Donnerstag vor dem Rennwochenende kann man sich die NASCAR-Truck-Parade Abends auf dem Strip anschauen – auf jeden Fall beeindruckend und eine gute Einstimmung ins Rennwochenende.

Ford Fusion Neon Garage
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Stichwort Tickets – hier habe ich (wieder mal) zu der etwas teureren Variante gegriffen – Sitzplätze oben in Kurve 1 – die Sicht auf Strecke und Box ist hier nun mal meist am besten. Dazu wie in anderen Berichten schon erwähnt der Pre-Race Pit Pass, mit dem man vor dem Rennen am Sonntag noch in der Box umherwandern kann. Und zum krönenden Abschluss noch der Zugang zur Neon Garage – einer Besonderheit, die es so nur auf dem Las Vegas Motor Speedway gibt. Hier kann man im Infield direkt in die Boxen schauen (durch Fenster und Glasdach) und so ein Blick auf die Boliden und auch die Fahrer selber werfen. Wer geduldig ansteht, kann hier auch das ein oder andere Autogramm ergattern. Dazu wird hier Amerika-Typisch ein Showprogramm auf die Bühne gebracht.

Winners Circle #14
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Das Rennen des Sprint Cups am Sonntag wurde damals lange Zeit von Tony Stewart dominiert, so entschloss ich mich recht früh, meinen Weg wieder ins Infield zu machen, genauer gesagt, Richtung Victory Lane, in freudiger Erwartung der Startnummer 14 himself. Leider hatte ich damit kein Glück, eine Durchfahrtsstrafe verhinderte den Sieg von Smoke. Kurzzeitig war dies sicher sehr enttäuschend, aber die Möglichkeit zu haben, so nahe am Boliden des Rennsiegers zu stehen, tröstete dann doch darüber hinweg und so freute ich mich dann auch über Sieger Carl Edwards, der um die Ecke bog. Auf jeden Fall war ich vorher noch nie so nah dran wie hier in Vegas.

Carl Edwards Las Vegas Motor Speedway

Doch mit dem Ende des Rennwochenendes war für mich das Thema NASCAR vor Ort noch lange nicht erledigt. Ein paar Tage später (die Zwischenzeit wurde übrigens u.a. auch mit einem Besuch des Grand Canyon National Park überbrückt) kehrte ich nochmal zurück auf den Las Vegas Motor Speedway, um meine zweite „Richard Petty Driving Experience“ zu absolvieren. Zum zweiten Mal nach 2008 ging es für mich (wenn auch viel zu kurz) hinter das Steuer eines NASCAR-V8-Boliden. Alles zu diesem erneut ganz besonderen Fahrerlebniss ist hier nachzulesen. Ein paar Tage nach den Piloten des Sprint Cups selber auf dieser Strecke unterwegs zu sein – Gänsehautfeeling pur. Einem „Viva, Las Vegas“ ist danach nichts mehr hinzuzufügen. Nur noch den Hinweis eines – wenn auch leicht angetrunkenen -Amerikaners: „Das hier ist Vegas und nicht Amerika, hier ist alles anderes“.

PS: Wer abseits der NASCAR noch mehr von Las Vegas erfahren will, unbedingt mal bei teilzeitreisender.de vorbeischauen. Alle Bilder des damaligen Rennwochenendes findet ihr hier.

Leaving Las Vegas Motor Speedway
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